Forum: Politik
Syrienkrieg: Die arabischen Herrscher machen ihren Frieden mit Assad
REUTERS

Die Emirate eröffnen ihre Botschaft in Damaskus wieder, Tunesien will Assad in der Arabischen Liga haben: Die Herrscher in Nahost rehabilitieren den syrischen Diktator. Ihr Motiv ist so egoistisch wie durchschaubar.

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m.klagge 28.12.2018, 17:17
1. Auch wenn es das Verdikt der

Freunde der USA ist, dass Herr Assad ein pöhser Diktator im Reich des Bösen ist, haben die Syrer ihren Diktator ganz ähnlich gewählt wie die Flatheads hinter'm Teich ihren wunderbaren Präsidenten. Das wird gerne in den Medien vergessen zu erwähnen.
Nachdem jetzt mit der beinahe abgeschlossenen Zerstörung Syriens der arabische Frühling langsam dem heissen Sommer entgegen geht, ist es eine wirklich gute Nachricht, dass ein religiös halbwegs toleranter Diktator nicht durch völlig irre islamische Hardliner ersetzt werden konnte.

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Pless1 28.12.2018, 17:26
2. Die normative Kraft des Faktischen

Politik ist die Kunst des Machbaren. So wünschenswert es wäre, Assad vor einem Tribunal zu sehen anstatt zurück auf der internationalen Bühne: faktisch hat er den Krieg gewonnen und wird auf Jahre die führende Kraft in Syrien sein. Dem Rechnung zu tragen mag verbittern, ist aber eine Notwendigkeit.

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vliege 28.12.2018, 17:28
3. Hat vermeintlich auch etwas gutes

Der Frieden ist mit Ausnahme des neuen Aggressors Türkei in greifbarer Nähe und eine Fluchtursache weniger bzw. die verstreuten geflohenen Syrer in Europa können bald helfen ihre Heimat neu aufzubauen. Ironie Off

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glise 28.12.2018, 17:31
4. Die meisten Geschichten über den ach so grausamen Assad

sind aus politischen Gründen schlicht erfunden, genauso wie die von Gadaffi und Saddam Hussein. Diese Diktatoren müssen nicht unbedingt Friedensstifter sein aber immerhin bringen sie in die jeweilige Region Frieden und Stabilität. Wenn die jeweilige Bevölkerung in Armut und Elend lebt liegt das auch nicht nicht immer am Staatsoberhaupt sondern auch an internationalen Verflechtungen und Raubtierkapitalismus. Es ist sogar so, dass ausländische Kräfte ganz gezielt korrupte Regierungen installieren oder versuchen Machthaber zu korrumpieren, die dann auf Anweisung die inländische Bevölkerung auszehren und Gewinne und Macht in die eigene Tasche schieben sowie an die Auftraggeber (sog. Wirtschaftsschakale) weiterleiten. Manchmal gelingt das nicht, in diesem Fall versucht man das jeweilige Staatsoberhaupt zu ermorden oder das Land zu destabilieren.

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secret.007 28.12.2018, 17:34
5. Libyen sollte Mahnung sein

Wer meint, man kann in ein Land rein gehen, Strukturen zerstören, sollte sich möglichst vorher Gedanken machen, was übrig bleibt, wenn man wieder raus geht. Libyen ist Mahnung genug. Ein Gaddafi war mir wesentlich lieber, als das was jetzt herbeigebombt wurde. Deswegen bin ich keineswegs traurig, dass Assad noch an der Macht ist und dort hoffentlich auch bleibt.

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guki0340 28.12.2018, 17:35
6.

Ist auch meine Meinung. Einbinden ist besser als ausgrenzen. Auch darum, weil das Land nach allem von innen und von außen zugefügten Leid wieder aufgebaut werden muss, auch wegen der vielen Syrer die aus Deutschland wieder zurückkehren sollen.

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Spiegelleserin57 28.12.2018, 17:36
7. gut erkannt...

Zitat von m.klagge
Freunde der USA ist, dass Herr Assad ein pöhser Diktator im Reich des Bösen ist, haben die Syrer ihren Diktator ganz ähnlich gewählt wie die Flatheads hinter'm Teich ihren wunderbaren Präsidenten. Das wird gerne in den Medien vergessen zu erwähnen. Nachdem jetzt mit der beinahe abgeschlossenen Zerstörung Syriens der arabische Frühling langsam dem heissen Sommer entgegen geht, ist es eine wirklich gute Nachricht, dass ein religiös halbwegs toleranter Diktator nicht durch völlig irre islamische Hardliner ersetzt werden konnte.
eben...und das Wichtigste was ich schon mal versucht habe hier zu posten ist doch wohl...dass die Menschen wieder Frieden finden.
Es ist schon sehr interessant wie immer wieder die Politik in den Vordergrund geholt wird anstatt dass man endlich mal den Menschen Frieden wünscht. Den haben sie sich wohl redlich verdient!!
Wir sollten respektieren dass es Völker gibt die ganz anders denken als wir und das ist auch so gut...solange wir unseren Frieden behalten.
Verstehen muss man sie nicht aber ihre Kultur respektieren...das ist wohl der Anfang jeglicher Demokratie die wir immer so hoch loben und das auch zu Recht!

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GustavN 28.12.2018, 17:37
8.

Mir konnte noch nie jemand erklären, warum Assad unter den Diktatoren Arabiens auf einmal der Böse war. Bis auf ein paar Ausnahmen sind dort überall Despoten und Mörder an der Macht und der Westen hat keine Skrupel sich mit den schlimmsten von ihnen (z. B. Saudi-Arabien) zu verbünden. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Wenn es in Zukunft heißt, dass man verbrecherische Staatenlenker meidet, rennt man bei mir offene Türen ein - aber dann soll das auch für alle gelten und nicht willkürlich für jedem Fall subjektiv festgelegt werden.

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Rohrspatz 28.12.2018, 17:37
9. all das Leid

wegen Machtgelüsten der US, Saudi Arabien, Türkei und vielen anderen welche die "Rebellen" und und auch den IS gestützt und mit Waffen beliefert haben. Und immer wieder wird Assad als Diktator bezeichnet. Der Mann ist mit Mehrheit der Syrer gewählt. Ich bin sicher das die Mehrheit der Syrer auch heute noch hinter Assad steht und sich wünscht das endlich Frieden einkehrt.
Syrien war von dem Bürgerkrieg das einzige arabische Land in dem alle Religionen friedlich zusammen leben konnten und ich hoffe dass dies in der Zukunft auch wieder so sein wird.
Eine Vielzahl der aus Syrien Geflüchteten wird liebend gern wieder in die Heimat zurückkehren.

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