Forum: Politik
Syrienkrieg: Die arabischen Herrscher machen ihren Frieden mit Assad
REUTERS

Die Emirate eröffnen ihre Botschaft in Damaskus wieder, Tunesien will Assad in der Arabischen Liga haben: Die Herrscher in Nahost rehabilitieren den syrischen Diktator. Ihr Motiv ist so egoistisch wie durchschaubar.

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Zukunft3.0 28.12.2018, 17:58
20.

Die Einmischung des Westens in fremden Regionen zeigt immer wieder, dass dadurch das Leid der Bevölkerung nur vergrößert wird. Der Westen vertritt seine eigenen Interessen und nie die der heimischen Bevölkerung. Man will den Einfluss in der Region verbessern. Was daraus entsteht sehen wir in Syrien.

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lilioceris 28.12.2018, 18:00
21. Ja, ja, das

Zitat von lolli.eveacc
Ob das eigene volk den ach so demokratisch gewählten Chef ein erneutes Mal wählen würden stell ich in Frage, zumindest der Teil, der von ihm oder seinem Freund Putin ausgebombt, mit C-Waffen angegriffen oder mit Fassbomben terrorisiert wurde dürfte das Kreuz in zukunft woanders machen. Aber nur zu. Wir können ja 1-2 mio begeisterte Stimmbürger wieder dorthin schicken und die Wahlen etwas beeinflussen.
tut weh, wenn man so falsch gelegen hat.
Aber im Orient ticken die Uhren halt anders, und viele Syrer begreifen jetzt, dass sie unter dem säkularen Regim Assads besser gelebt haben als unter den Fundamentalisten mit ihren rigiden Religionsvorstellungen.

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rexromanus 28.12.2018, 18:01
22. Sehr interessant

Mal ein Diktator, der nicht gestürzt sondern gestützt wurde. Jetzt sehen wir mal, ob das, was am Ende rauskommt, wirklich so viel schlechter/besser ist als die bisherige USA Methode.

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msvanessacheng 28.12.2018, 18:03
23.

"Die Angst vor der Wut ihrer Bürger ..."
Bitte hören Sie auf Terrorismus zu idealisieren und verherrlichen!

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MyMoon 28.12.2018, 18:04
24. In der DDR auch gewählt?

Zitat von m.klagge
Freunde der USA ist, dass Herr Assad ein pöhser Diktator im Reich des Bösen ist, haben die Syrer ihren Diktator ganz ähnlich gewählt wie die Flatheads hinter'm Teich ihren wunderbaren Präsidenten. Das wird gerne in den Medien vergessen zu erwähnen. Nachdem jetzt mit der beinahe abgeschlossenen Zerstörung Syriens der arabische Frühling langsam dem heissen Sommer entgegen geht, ist es eine wirklich gute Nachricht, dass ein religiös halbwegs toleranter Diktator nicht durch völlig irre islamische Hardliner ersetzt werden konnte.
Sie wollen allen ernstes die Wahlen in den USA mit der Wahl Assads vergleichen?
Eine demokratische Wahl wo es erst Parteiintern eine Wahl gab und dann nochmal insgesamt.
Welche andere Partei ist den außer der Baath Partei in Syrien wählbar, wer waren die Gegenkandidaten? Das wurde schon von einem anderen Forist gefragt. Antwort Null.
Dann stört Sie sicher auch nicht das in Iran, China und Kuba diktatorische Verhältnisse herrschen?
Aber gleichzeitig posten dann die selben Leute von einem Diktator Erdogan, obwohl der noch eher demokratisch abwählbar ist als Assad, Sisi und Konsorten. as für ein Armutszeugnis wenn in unserem demokratischen Deutschland Leute eine Diktatur verteidigen und von Legitim etc. schwafeln. Wahrscheinlich fanden sie Auch Honecker und die SED super, hieß ja damals auch Deutsche "demokratische" Republik !

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In Kognito 28.12.2018, 18:05
25. Endlich!-Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten!

DAS Prinzip, was 50 Jahre den Frieden im "Kalten Krieg" sicherte, wird endlich wieder anerkannt.#
Die unsägliche Politik des "Westens", nach dem "Sieg über den Ostblock", mit "Einmischung und Demokratisierung" ist endlich wieder Geschichte und es besteht Hoffnung, dass die Diplomatie und "Wandel durch Handel" (anstelle Embargo und "Strafe") wieder Einzug erhält und damit auch UNSERER Gesellschaft nutzt.

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pnegi 28.12.2018, 18:08
26. Motiv ist so egoistisch wie durchschaubar...

Nun, jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Und diese zweite Seite wird immer durchschaubarer. Es ist diese mittlerweile schon unerträgliche Kriegshetze des Westens. Ein Amerikanischer Präsident zieht seine Truppen ab. Und plötzlich wandelt sich der Europäische Paulus zu einem Saulus. Ein bankrottes Frankreich will nun plötzlich die Lücke füllen, die die Amerikaner hinterlassen. Und der Deutsche Michel wundert sich und stellt die Frage: Wenn die Französische Armee noch ein paar Truppen übrig hat für Syrien, was hat dann die Bundeswehr in Mali verloren? Und wer soll diese Französische Zirkusnummer in Syrien eigentlich bezahlen? Macron hat gestern wieder bewiesen, dass ihm sein eigenes Volk völlig egal ist. Anstatt die Feiertage zu nutzen und über die Gelben Westen nachzudenken, spielt er petite Napoleon. Beschämend...

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Sandlöscher 28.12.2018, 18:08
27. Es gibt politische

Realitäten und auch Herr Sydow sollte diese anerkennen. Mir ist ein Assad lieber, als die sog. Freiheitskämpfer aus IS und ehem. Al-Nusra-Front, die Syrien in einen islamistischen Terrorstaat verwandeln wollten und den Menschen die Köpfe abgeschnitten haben.
Ich bin wahrlich kein Freund von Assad oder anderen Diktatoren aber das westliche Dogma des Regime-Change hat in diesen Ländern bisher nur Chaos, Elend und Tod verursacht. Ob und wie sich in der islamischen Welt Demokratien nach dem Werteverständnis der westlichen Staaten etablieren, vermag ich auch nicht zu sagen. Es ist jedoch Tatsache, dass bis auf Tunesien alle Versuche katastrophal fehlgeschlagen sind.

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ccb100 28.12.2018, 18:10
28. Einseitig

Sehr einseitiger Beitrag mal wieder. Was an mordenden Warlord Truppen die verniedlicht Rebellen genannt werden, besser sein soll würde ich gerne wissen. Und die achso tolle Demokratie ist nicht unbedingt die beste Regierungsform.

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andree_nalin 28.12.2018, 18:11
29. Die Waschmaschine ist angeworfen,

um Assad und seine Helfershelfer rückstandslos reinzuwaschen. Auch hier im Forum. Nichts mehr vom Chemiewaffeneinsatz, von Folterkellern und Liqudierung Andersdenkender. Fragt sich nur, warum Millionen von Syrern ihr Land unter unsäglichen Qualen und Gefahren verlassen haben, wenn Assad solch ein umsichtiger Herrscher ist. Auch die Assad-Familie insgesamt hat scheinbar doch nicht das Massaker von Hama im eigenen Staat angerichtet. Wir sind gerade Zeuge einer beginnenden Geschichtsklitterung in Syrien. Die Aufarbeitung der Syrien-Katastrophe dürfte voraussichtlich mangels Interesse der Herrschenden ausfallen. Hier sollten sich diese doch vergegenwärtigen, dass ohne Aufarbeitung kein wahrer Frieden im Innern möglich sein wird. Hoffentlich werden unabhängige und international tätige Historiker die Wahrheit aufrechterhalten und verewigen. In Deutschland schaffen wir die Aufarbeitung des Holocaust Gott sei Dank aus eigener Kraft.

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