Forum: Politik
Syrienkrieg: Die arabischen Herrscher machen ihren Frieden mit Assad
REUTERS

Die Emirate eröffnen ihre Botschaft in Damaskus wieder, Tunesien will Assad in der Arabischen Liga haben: Die Herrscher in Nahost rehabilitieren den syrischen Diktator. Ihr Motiv ist so egoistisch wie durchschaubar.

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milpark 28.12.2018, 18:13
30. Krieg vorbei, nun ab nach Hause zum Wiederaufbau

Die vielen kräftigen und gesunden jungen Männer, die zur Zeit noch in Deutschland weilen, sollten sich nun zügig in ihre Heimat aufmachen, wo ihre Familien leben, und dort beim Aufbau anpacken, statt hier eine ruhige Kugel zu schieben. Oder wollen die jungen Herren das den Frauen in Syrien überlassen, wo inzwischen einen Frauenüberschuss gibt? Es gibt nur ein Problem: die inzwischen ausufernde Asylindustrie in Deutschland wird alles daran setzen, den Krieg fortgesetzt zu sehen. So etwas nennt man heutzutage Humanismus.

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Neapolitaner 28.12.2018, 18:13
31. Die Gefahr, die von Syrien ausgeht

Es gelang nicht, in Syrien ein sunnitisches Regime zu installieren, trotzdem der Aufstand massiv von der arabischen Halbinsel unterstützt und finanziert wurde. Für die arab. Regierungen, die sich alle auf die Einheit von Religion und Staat stützen und damit ihre Herrschaft legitimieren, ist das eine Gefahr. Da bindet man doch besser wieder Syrien in die Gruppe der arabischen Staaten ein. Ein Nebeneffekt dieser Entwicklung ist, dass nach dem Rückzug der USA jetzt die syrisch-türkische Frontstellung geklärt ist und die arab. Regime sich in dieser Situation auf die Seite Syriens schlagen werden. Die USA sind froh, dass sie aus der Angelegenheit noch rechtzeitig herausgekommen sind. Nachdem sie den syrischen Aufstand zunächst mit unterstützt hatten, bis ihnen klar wurde, wem sie da eigentlich Geld und Waffen gaben, u.a. der Al-Nusra-Front/Al-Kaida. Und manches davon als Beutegut bei ISIS landete. Der "Westen", USA/Europa bekommt nun sein Scheitern vorgeführt. Es sind aber nur Phantomschmerzen. Denn man hatte nie eine tragfähige Strategie.

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ofelas 28.12.2018, 18:15
32.

Zitat von m.klagge
"dass ein religiös halbwegs toleranter Diktator nicht durch völlig irre islamische Hardliner ersetzt werden konnte."
Religös ganz tolerant, den Christen und Juden leben geschützt und gleichberechtigt im Land.

Ähnlich wie es im Irak war oder auch unter Nasser in Ägypten.
Die säkularen Staaten wie Syrien, Irak und teilweise zumindest Libyen sind in erster Linie vom Westen zerstört worden. Der Westen befreundet aber intolerante sogar radikale Staaten wie Saudi Arabien.

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Havel Pavel 28.12.2018, 18:16
33. Friede sollte das Gebot nun lauten!

Zitat von m.klagge
Freunde der USA ist, dass Herr Assad ein pöhser Diktator im Reich des Bösen ist, haben die Syrer ihren Diktator ganz ähnlich gewählt wie die Flatheads hinter'm Teich ihren wunderbaren Präsidenten. Das wird gerne in den Medien vergessen zu erwähnen. Nachdem jetzt mit der beinahe abgeschlossenen Zerstörung Syriens der arabische Frühling langsam dem heissen Sommer entgegen geht, ist es eine wirklich gute Nachricht, dass ein religiös halbwegs toleranter Diktator nicht durch völlig irre islamische Hardliner ersetzt werden konnte.
Sehe ich ganz ähnlich so, man sollte doch froh darüber sein, dass die ersten arabischen Länder bereits damit beginnen zu Syrien wieder ein normales Verhältnis herzustellen, dies kann den friedliebenden Menschen doch nur zugute kommen. Dass dies einigen Kriegstreibern und Kriegsgewinnlern nicht in den Kram passt, dürfte doch wohl jedem der sich in dem Territorium etwas auskennt vollkommen klar sein. Bleibt nur zu hoffen, dass die auf "Menschlichkeit" so bedachten "hochzivilisierten" Nationen sich nicht aus Prinzipienreiterei vor den falschen Karren spannen lassen, um wieder erneute Kriegshandlungen zu entfachen. Syrien ist eigentlich nicht der Staat in dem religiöser Wahn ausgelebt worden ist, es war ganz im Gegenteil wohl eher das Land in dieser Region in dem religiöse Toleranz vorherrschte.

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angelobonn 28.12.2018, 18:18
34. Stabilität

Eine sehr gute Entwicklung, die dazu führt, dass Syrien wieder zu einem stabilen Staat wird. Mit Ausnahme unserer moralisierender Politiker und der meisten Journalisten hat eigentlich jeder erkannt, dass dies nur mit Assad funktionieren wird. Eine kluge deutsche Politik würde wieder Gespräche mit Assad aufnehmen und Abkommen abschließen, die eine Rückkehr der nach Deutschland migrierten Syrer und ihre Hilfe beim Wiederaufbau des Landes ermöglichen würde. Leider werden wir aber von Merkel regiert.

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r.weiser1966 28.12.2018, 18:20
35. Bei solchen Regimewechsel.....

.....sollte man immer einen Plan B haben. Plan B wäre einen Politiker zu haben der auch in der Bevölkerung gut ankommt. Der unter Umständen alle Strömungen vereinen kann. Dann kann so was funktionieren. Aber zuerst alles "Wegbomben" und dann schauen was passiert und sich dann wundern wenn die Falschen ans Ruder kommen, ist meiner Meinung nach schon ziemlich blauäugig.

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wauz 28.12.2018, 18:22
36. Die Außenpolitik der USA

unter dem "Establishment" war dumm. Der Trumpismus ist noch dümmer. In seiner Menschenverachtung ist der Herr Drumpf kaum zu überbieten. Da spielt er in der gleichen Liga wie die Hitleristen.

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jennerwein 28.12.2018, 18:22
37. Verlaß dich auf Andere, so bist du verlassen

Für uns Deutsche habe ich die Ami
empfinde ich die Ami für immer als Befreier. Ihre dazu nötie gewaltige Militärmaschine verselbstständigte sich jedoch schon bald. Notwendig blieb sie ja. Doch um stets noch weiter zu wachsen brauchte es Begründungen. Gefahren, unberechenbare Gegner, Spannungen, Aufstände. Skrupellos beispielsweise beim Ungarnaufstand 1956 schon. Unter Dauerlügen Radio "Freies Europa" usw. suggerierte man den Ungarn "Wir helfen euch - aber das Signal dazu muß von euch ausgehen" Dann "Wir können nicht helfen, weil Suezkrise" Zurück blieben tausende Ungarn. Und die bösen Russen. Heute, bei 700 Milliarden Wehretat, brauchts halt was größeres. Irak. Afghanistan. Lybien. Syrien. Vielleicht ist der unfähige Trump soogar im Ergebnis der Erfolgreichste. Den Kurden und eigentlich Allen als Rat den o.a.Kalenderspruch.

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adal_ 28.12.2018, 18:22
38. Fachmann für Strukturen

Zitat von secret.007
Wer meint, man kann in ein Land rein gehen, Strukturen zerstören, sollte sich möglichst vorher Gedanken machen, was übrig bleibt, wenn man wieder raus geht. Libyen ist Mahnung genug. Ein Gaddafi war mir wesentlich lieber, als das was jetzt herbeigebombt wurde. Deswegen bin ich keineswegs traurig, dass Assad noch an der Macht ist und dort hoffentlich auch bleibt.
Gaddafi hat es nicht geschafft, was Assad geschafft hat: Mit freundlicher Unterstützung Russlands und des Iran die Hälfte seiner Bevölkerung aus dem Land zu treiben. So viel zu Syriens "Strukturen".

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Valvik 28.12.2018, 18:22
39. Diktator?

Wenn Assad ein Diktator ist, wer ist dann Merkel? Assad wurde von Syrischen Volk gewählt und wird unterstützt, wer hat Merkel gewählt und von welchem Volk wird die unterstützt??

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