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Syrienkrieg: Gabriel sagt Soforthilfe für Ost-Ghuta zu
DPA/ Ghouta Media Center

Die dramatische Lage in Ost-Ghuta alarmiert die Bundesregierung. Außenminister Gabriel stellt zehn Millionen Euro für Soforthilfe zur Verfügung - und bringt eine Evakuierung von Kindern und Familien ins Spiel.

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josho 22.02.2018, 15:52
10. Mit dieser Scheckbuchmentalität....

....verschafft sich Herr Gabriel die notwendige Gewissensfreiheit, um morgen wieder Rüstungsexporte in Milliardenhöhe für Waffen zu genehmigen, die in Ost-Ghuta oder sonst irgendwo explodieren. Ein perfekter
Kreislauf - der Mann ist eigentlich für jede Regierung unverzichtbar!

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obertroll 22.02.2018, 15:53
11.

Also wenn die "moderaten Rebellen" die Zivilisten nicht gehen lassen und diese als menschliche Schilde benutzen wird nicht so ein Gewese darum gemacht. Wenn dieselben Rebellen innerhalb von 7 Wochen 1500 Raketen auf Damaskus abfeuern, interissiert das auch niemanden. Wenn ein anderes Land in dieser Region derartige Aktionen startet, wenn Raketen auf die Hauptstadt abgeschossen werden, sagen alle, ja das ist in Ordnung. Wenn sich Syrien gegen diese Angriffe wehrt, ja dann ist es was ganz anderes und muß aufs schärfste verurteilt werden ...

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hermy 22.02.2018, 15:59
12. Lebonk

auf Grund ihrer Argumente müsste man die ganze USA pfänden. Wo bleibt denn bei der Regierungserklärung neben der berechtigte Aufregung um den Krieg in Ost - Ghuta, die Aufregung über den Einmarsch der Türken in Syrien ? Ach ja, das sind ja unsere Natopartner.

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rgw_ch 22.02.2018, 16:03
13. Bürgerkrieg zur Demokratieförderung

Vielleicht war es doch keine so schlaue Idee der westlichen Wertegemeinschaft, die Rebellen gegen den bösen Assad mit Waffen aufzurüsten. Immerhin war Syrien -unter demselben "Regime" bis 2012 eine pluralistische und recht wohlhabende Gesellschaft, in der man gut leben konnte - solange man nicht gegen das Regime agierte. Sollte uns das nicht zu denken geben, bevor wir nach den Erfahrungen in Afghanistan, Irak, Libyen, Ukraine und Syrien irgendwo den nächsten Regime Change finanzieren?

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Rechtsanwalt Abogado 22.02.2018, 16:03
14. Fragen & Erkenntnisse

Wo sollen die Evakuierten hin? Wer soll sie aus der Kriegszone herausholen? Wer soll die Hilfsmittel Hereinbringen? Herr Gabriel möchte offensichtlich den Zeitraum bis zum Mitgliederentscheid der SPD zur GroKo medial beherrschen. Wir brauchen dringend europäische Streitkräfte, die auch mal robust Zeichen setzen können.

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archi47 22.02.2018, 16:09
15. leider richtig

Zitat von obertroll
Also wenn die "moderaten Rebellen" die Zivilisten nicht gehen lassen und diese als menschliche Schilde benutzen wird nicht so ein Gewese darum gemacht. Wenn dieselben Rebellen innerhalb von 7 Wochen 1500 Raketen auf Damaskus abfeuern, interissiert das auch niemanden. Wenn ein anderes Land in dieser Region derartige Aktionen startet, wenn Raketen auf die Hauptstadt abgeschossen werden, sagen alle, ja das ist in Ordnung. Wenn sich Syrien gegen diese Angriffe wehrt, ja dann ist es was ganz anderes und muß aufs schärfste verurteilt werden ...
diese Einäugigkeit fällt mir schon seit Jahren auf.
Wenn zwei das Gleiche tun, ist es offensichtlich noch lange nicht dasselbe.
Vor allem, was ist das für ein Regierungshandeln, eine Panzerfabrik Typ Leopard2 in die Türkei in Aussicht zu stellen, wenn Erdogan dort wie ein Despot regiert?

Ich verstehe das alles nicht mehr. Denkt denn keiner daran, dass diese Panzer nicht nur gegen die dortigen Nachbarn, wie Syrien (aktuell) und Griechenland (zukünftig ?), sondern auch mal gegen uns Verwendung finden könnten, wo wir unsere Panzerwaffe auf ein paar hundert runtergeschrumpft haben?

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Farhad 22.02.2018, 16:39
16. Jede humanitäre Hilfe ist zwar ein MUSS. Es gibt aber ein Problem.

Deutschland hat damals auch die Kurden mit Kleinwaffen versorgt, damit die Kurden effektiver gegen den ISIS kämpfen. Diese Waffen sind aber zum Teil an den ISIS gelangt. Werden nun mit deutscher Finanzierung verwundete Söldner und Extremisten vordergründig medizinisch und sonst wie versorgt und wieder kampfbereit gemacht, ist die Rolle und der Ruf von Deutschland in der Region nachhaltig beschädigt. Ein zweites Debakel kann man sich hier nicht mehr erlauben. Eine Evakuierung von Kindern, Frauen, älteren Menschen sowie zivilen Verletzen könnte funktionieren. Der Vorgang ist natürlich in der diplomatischer Ebene mit involvierten Kräften sowie Syrien zu koordinieren. Diese Soforthilfe kann vermutlich erst nach einer zivilen Evakuierung sinnvoll umgesetzt/bereitgestellt werden.
Ob die Söldner und Extremisten eine zivile Evakuierung zulassen, ist höchst fragwürdig. Damit wäre der Weg für deren schnelleren Niedergang freigeräumt, sollten diese die Waffen nicht niederlegen. Danach sieht es aktuell nicht aus.

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gosol 22.02.2018, 16:42
17. Was mit diesen Hilfslieferungen passiert

ist zu genüge in der Vergangenheit dokumentiert. Zuerst nehmen sich die „Freiheitskämpfer“ was sie selbst benötigen. Was übrig bleibt wird zu Wucherpreisen an die „Eingeschlossenen“ verkauft. Ubrigens, in Mossul schwanken die zivilen Opferzahlen je nach Quelle zwischen 14.000 (AP) und 40.000. Hierüber hat sich hier aber niemand aufgeregt. Schließlich haben wird die Bomben geworfen ...

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Actionscript 22.02.2018, 16:43
18. Wenigstens nimmt ein Politiker die Zügel

Zitat von Remote Sensing
dieses schreckliche Elend muss auf rein humanitärer Seite von der EU hinsichtlich Finanzen, den Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen angegangen werden. Typischerweise prescht Gabriel aber mal wieder unabgestimmt vor, um sich weiterhin als Superminister ins Spiel zu bringen. Es ist so offensichtlich und so peinlich.
in die Hand und versucht, den Leuten zu helfen. Alle anderen sehen einfach nur zu, ohne was zu tun. Ich unterstütze Gabriels Vormarsch. Vielleicht tut sich ja jetzt endlich in der EU auch was.

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Fuscipes 22.02.2018, 17:05
19.

"Wir brauchen dringend europäische Streitkräfte, die auch mal robust Zeichen setzen können", da fällt mir fast nur noch der Liebermann dazu ein.
"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert für ein stärkeres Engagement der EU im Syrienkonflikt." Wie das aussehen soll hat Sie aber nicht gesagt? Bei Ihnen treffen die Worte auf besonders fruchtbaren Boden.
"Wichtig sei insbesondere der Bereich Migration mit dem Kampf gegen Fluchtursachen", sollte man nicht auch ein paar passende Worte über den Angriffskrieg Erdogans in Afrin und Manbidsch finden.
Der "Kampf gegen Fluchtursachen" wirft mehr Fragen auf als Merkels Regierungserklärung erklären kann.
Mehr Panzer in die Türkei schicken? Mehr Waffen an die syrische Opposition liefern? Mehr NATOstreitkräfte nach Syrien entsenden? Soll die NATO Assad und Russland und dem Iran den Krieg erklären?
Deutschland werde alles in seinen Möglichkeiten stehende tun, um die Kinder und Familien zu schützen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt, in Ost-Ghouta sind die Möglichkeiten des auswärtigen Amtes aber äußerst begrenzt.
Der Krieg in Syrien wurde durch Waffenlieferungen des Westens insbesondere der USA angefacht, weil man Assad weghaben wollte. Und merkwürdiger Weise enden die humanitären Einsätze stets in humanitären Katastrophen, die sodann aufs schärfste zu verurteilen sind.

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