Forum: Politik
Syrienkrieg: Schachfiguren in einem tödlichen Spiel
Privat

Ein Putzmann, ein Krämer, ein Koch, zwei afghanische Bauarbeiter: Sie gingen zum Kämpfen nach Syrien - für das Assad-Regime oder für die Islamisten. Mal freiwillig, mal gezwungen.

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mundi 08.10.2016, 20:41
20. Nicht erwähnenswert

Zitat von blh
ich lieber aktuell etwas lesen. Ist es ein Gerücht oder entspricht es den Fakten, dass das sog. Syrische Nationalkomitee mit Sitz in der Türkei den Vorschlag von de Mistura abgelehnt hat? Dies würde ja Assad bestätigen: dass die mögliche Trennung von oppositionellen Rebellen und Al- Nusra ein Mythos sei. Es würde zeigen, in welchem Ausmaß die "Rebellen" mit den "Terroristen" vernetzt/ vereint sind.... Ist das kein Thema für Spon?
Für SPON ist auch kein Thema, dass Assad just in Ungnade gefallen ist, als er sich gegen die Gaspipeline durch Syrien ausgesprochen hat. Diese Gasleitung sollte Europa von den Lieferungen aus Russland unabhängig machen.
Plötzlich war Syrien in der "Achse der Bösen".

Und wie war es mit dem urprünglichen Freund der USA, Saddam Hussein aus? War dort nicht die Verstaatlichung der Ölförderung ? Der Böse!
Plötzlich hatte er Massenvernichtungswaffen und war ein Henker.
Nach seiner Entmachtung starben dort gewaltsam 1 Million Menschen.

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Richtigstellung. 08.10.2016, 21:29
21. Fakten laut SOHR

Bisher mindestens 52 Tausend ausländische Anti-Assad-Kämpfer gefallen und knapp 8 Tausend ausländische Pro-Assad-Kämpfer. Und die 8 Tausend beinhalten sogar in Syrien geborene und aufgewachsene Palästinenser.

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Peter Bernhard 09.10.2016, 11:29
22.

Max Weber heißt der berühmte Soziologe, der es vom "Charisma" hatte. Eine von drei Motiven, weshalb hier so bezeichnete "Lemminge" etwas tun, was vorgemacht wird. Der Bericht macht aber auch deutlich, das "Heiliger Krieg" immer mehr zu ainer Art Weitermachen-Parolle verkommt. Macht mit denen, was ihr wollt - das seien Söldner. Das erinnert an die französischen Fremdenlegion - die etwa in Algerien wohl dann nach Vietnam auch selber "freier" machen durften, "macht was" - das führt mich zu meiner Verwunderung hin über die Auffasung von "Arbeit" - und Söldner sind vom Wortsinn her sicher "workers" - un d da die Variabiltät also: nicht unbedingt "for Money" - es können andere Motive etwa eine Rolle spielen: etwa eine Kultivierung von Amlebenbleiben, wenn man von der Straße kam, war man sowieso damit beschäftigt - wogegen also bei - komme ins Plaudern - Jahresfeiern der Fremdenlegion eine Armprothese als "Host the Axe" oder so hochhaltend getragen wurde - was sich also als Arbeitsethos darstellt. Aber auch zeigt: die Legionäre konnten sich zwar als "unterhalten" begreifen - was aber mir als "planwirtschaftliche" um nun ökonomisch zu weren - Versorgung darstellt. Das, was sie taten - das war kein Eingehen mehr auf konkreten Bedarf, etwa ihrer Offiziere und ihrer Staaten schon gar nicht - deshalb also "Fremden"-Legionäre. Wenn es also wie hier am Beispiel Algerien dargelegt deshalb - aufgrund dieser Losgelöstheit von Arbeit von konkretem Nachgefragt werden - zu freisten Gleichgültigkeiten und Greueln kommt, wird intutiv auch das "Sklavenmodell" von Arbeit - und nicht zufällig könnte also Charisma römischer Caesaren bezogen auf die "Basis" gewesen sein - Rudern doch für Kleopatra höchstpersönlich, sometimes she Needs, badly Needs, a taxi - wird alos das in arabischen Ländern und insoweit wohl einer Staatswirtschaft der Ex-UDSSR verwandt - so siehtÄs ja auch aus dann in Basra - geltende, gültige Modell von Arbeit in Frage gestellt, wie in Europa vielleicht nicht zufällig vor einem Übergang von Handel zu Arbeit als Marktaktion, die auf andere so eingeht, als sei man sich in deren Person selbst. Die Söldner werden konkret sehr wohl bei ihrem Problem von "an sich denken" genommen - dass ein Fremder Kämpfer als "auch an mich denkend" aufgefasst werden muss, soll es ein fairer Marktkrieg werden, wird zunehmend möglich.

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wynkendewild 09.10.2016, 16:57
23. Sehr hilfreich

Mahlzeit,
zu allen Zeiten gab es Menschen, die sich einer Kriegspartei angeschlossen haben und das obwohl sie keine Soldaten gewesen sind.

Im Fernsehen lief mal eine Doku über den 30jährigen Krieg. Behandelt wurden die Tagebücher eines Mannes der über die gesamte Zeitspanne des Krieges gekämpft hat. Solche Berichte
nehmen diesen Konflikten ein großes Maß an Anonymität und ersetzen dies durch eine Art "Greifbarkeit". MIt Zahlen kann man sich schließlich nicht so stark identifizieren wie mit einem Menschen.

Wer Ursachenforschung betreiben möchte muss den Menschen und dessen Beweggründe analysieren. Dabei helfen solche Lebensläufe weitaus mehr als jeder Kommentar oder die Bericht eines Denkfabrik.

MfG:
wynkendewild

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-su- 09.10.2016, 18:06
24.

Unser Verbündeter die Saudis haben ja gestern eine Trauerfeier angegriffen. So wie es jetzt aussieht, erfolgte auf den Ort ein erneuter Angriff.
Es ist wohl das Ziel, dass da keine Überlebenden geben darf.

Leider gibt es zum entsprechenden Artikel von gestern keinen Thread. Man will wohl keine Kritik an unseren Verbündeten Saudi-Arabien haben.

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valitts 09.10.2016, 18:32
25. Welches Bild soll hier vermittelt werden?

Auf syrischer Regierungsseite kämpfen nur Söldner und Zwangrekrutierte (dazu auch noch zwangsrekrutierte Ausländer)?
Auf der anderen Seite nur unterdrückt Idealisten?
Das ist das Einzige was ich aus diesem Artikel entnehmen kann.

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