Forum: Politik
Syriens Machthaber im ARD-Interview: Assad inszeniert sich als Versöhner
DPA/ SANA

Der syrische Diktator Baschar al-Assad hat der ARD ein Interview gegeben: Er stellt sich darin als friedensbereiter Politiker dar und weist jede Schuld für Krieg und Leid in seinem Land von sich.

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bronstin 01.03.2016, 14:39
10.

Zitat von ThomasSalzmann
Die grösste Niederlage des Westens/Europas dürfte darin bestehen mit Assad verhandeln zu müssen. Wo wir doch den Arabischen Frühling ohne an die Folgen zu denken planlos unterstützt haben.Die Naivität der Friedensverwöhnten hat einen Dominoeffekt ausgelöst der uns alle noch über Jahre beschäftigen wird.
Sie werden sich auch damit abfinden müssen, das Syrien nach dem Bürgerkrieg ohne Assad auskommen werden wird oder werden muss - alleinschon deshalb, weil die Zahl der Alewiten recht überschaubar mit 2 % ist.

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Nonvaio01 01.03.2016, 14:40
11. naja

von den syrischen kollegen die ich habe, wurde nur gutes berichtet vor dem Krieg, natuerlioch war nicht alles sonnenschein, aber man konnte in frieden leben und arbeiten. Es gab viele verschiedene religionen ohne stress im Land.

Das ist was ich von Leuten hoere die dort gelebt und gearbeitet haben.

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fleischwurstfachvorleger 01.03.2016, 14:41
12. dpa / Reuters

Atlantik-Brücke
Wo wird eigentlich in diesem Artikel die Rolle der USA und der CIA beschrieben?
Habe den Artikel sehr gründlich gelesen, konnte aber dazu nichts finden.

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wilmhenneke 01.03.2016, 14:41
13. Ob man Assad mag oder nicht

sollte nebensächlich sein. Tatsache ist aber,daß er als Präsident bei den letzten Wahlen als Sieger hervorging. Die westliche Politik der Regime- Changes sollte Assad vertreiben, was aber mißlang. Dann wurde das Volk aufgestachelt, damit es sich erhebt. Man sprach von Freiheitskämpfern und moderaten Rebellen, wohlwissend, daß beide nur eines im Sinn hatten: den gewählten Präsidenten zu entfernen. Tatsächlich hat Assad bis heute einen großen Rückhalt bei den Syrern. Das Land ist aber geteilt in Assadfreunde und Assadgegner. Alles in allem kann man dem Westen und insbesondere den USA eine Mitschuld an diesem Desaster nicht absprechen. Der gesteuerte Arabische Frühling hat sich überall (bis auf Tunesien) als Rohrkrepierer erwiesen und unsägliches Leid über die Menschen gebracht. Jedes Volk sollte aus eigenem Antrieb und durch eigene Kraft sein Leben gestalten. Von außen gesteuerte Regime- Changes bringen nichts als großes Leid, denn da spielen ganz andere Interessen die Hauptrolle.

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getrud,dieleiter! 01.03.2016, 14:42
14.

Zitat von joes.world
Er ist nämlich der Verantwortliche für dieses Interview, bei der ARD. Und meldet sich dazu auch in seinem Block zu Wort. Gibt er damit, weil "Zahlreiche Medien bemühen sich um ein Interview mit dem syrischen Machthaber" (Zitat aus seinem Block) jedweden moralischen ......
"Muss er einem Massenmörder eine internationale Bühne bieten?"

Geht es auch eine Nummer kleiner? Dürfen Obama und Putin dann auch nicht mehr befragt werden? Oder die Machthaber in Saudi-Arabien? In der Ukraine? Oder, oder...

Schon klar, die Welt ist schwarz und weiß. Weil man das so will, damit das Denken leichter geht.

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theresarain 01.03.2016, 14:42
15. Dikatator?

Ich finde diese Formulierung ungünstig "so der Diktator. Trotz Unstimmigkeiten bei den letzten Wahlen, scheint Assad, nach allem was ich bisher gelesen habe, doch von einer Mehrheit der Syrer gewählt worden zu sein. Und die Führer anderer autoritärer Staaten, z. B. vieler afrikanischer, werden auch als "Präsident" bezeichnet, selbst wenn bei den Wahlen getrickst wurde (ich weiß die Ausmaße da in Syrien nicht).

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bronstin 01.03.2016, 14:42
16.

Zitat von ThomasSalzmann
Die grösste Niederlage des Westens/Europas dürfte darin bestehen mit Assad verhandeln zu müssen. Wo wir doch den Arabischen Frühling ohne an die Folgen zu denken planlos unterstützt haben.Die Naivität der Friedensverwöhnten hat einen Dominoeffekt ausgelöst der uns alle noch über Jahre beschäftigen wird.
Planlos? - sie als Herrscher würden also auch die eigene Bevölkerung abschlachten?
Manchmal frage ich mich bei manchen Foristen wirklich

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thorsten35037 01.03.2016, 14:43
17.

Dieser ganze unsägliche "Arabische Frühling" wurde von westlichen Diensten, bzw. Medien wie Facebook, Twitter, etc. gepusht. Es ging dabei nicht um einen demokratischen Aufbruch, sondern, um mal zu sehen, wie können wir ohne Militäreinsatz einen Regime Change anstoßen. Syrien ist aufgrund dessen auch zu einem Failed State geworden, ähnlich wie der brutal von Westmächten überfallene Irak. Die Folgen tragen nicht die Pentagon-Strategen und ihre kapitalistischen Handlanger, sondern die syrische Zivilbevölkerung und insbesondere die europäische Bevölkerung, die sich mit gigantischen Flüchtlingsströmen auseinandersetzen, bzw. für deren Verwaltung sie sich auch noch von sog. NGO`s beschimpfen lassen muss.

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Banause_1971 01.03.2016, 14:44
18.

Zitat von Tingletangle
...ist es heutzutage nicht mehr möglich, wertfrei zu berichten. Dass Assad "sich inszeniert" ist allein Ihre Interpretation. Wieso können Sie die Beruteilung nicht der mündigen Leserschaft selbst überlassen und einfach neutral über das Interview und vor .....
Das ist doch des Pudels Kern. Sie SOLLEN keine eigene Meinung haben. Sie sollen die Vokabeln so verspeisen, wie sie da sind. Ich rege mich schon länger über das Vokabular des Spiegels auf. Die Vokabeln "Machthaber" und "Regime" sind ebenfalls Vokabeln, die man stets jenen zuschreibt, über die wir gefälligst schlecht zu denken haben. Und Kritik am Mainstream ist sowieso nicht erlaubt,.. sonst wäre dies nicht mehr Merkels Europa.

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Zeitwesen 01.03.2016, 14:45
19. Neutrale Berichterstattung

Neutrale Berichterstattung ist bei SPON leider oft Mangelware.
"Assad inszeniert sich als Versöhner"....aha.
Letztendlich ist es doch so, dass erst seit der Schwächung Assads die IS in syrisches Gebiet vorgedrungen ist und sich viele von SPON als demokratisch gepriesene Rebellen als Islamisten oder Fanatiker herausgestellt haben.
Zu Beginn des Syrien-Konflikts wurden diese Gruppen auch durch Berichte auf SPON hochgejubelt, Assad zum Bösewicht schlechthin erklärt und über Saudi-Arabien wurde geschwiegen.
Erst nachdem eine Vielzahl an Organisationen und Medien sich auch mal mit Saudi-Arabien beschäftigt haben, zog SPON hinterher.
Fakt ist, Assad herrscht diktatorisch, läßt foltern und morden. Wenn man sich aber mal in der Region umsieht, dann ist das aber nicht unüblich dort....leider.
Wenn man sich die Lage der Staaten anschaut, in denen die Diktatoren durch die westliche "Wertegemeinschaft" vertrieben bzw. liquidiert wurden, dann ist dort bis jetzt kein demokratisches "Disney-World" entstanden, sondern die Lage der Bevölkerung hat sich drastisch verschlechtert.

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