Forum: Politik
Syriens Machthaber im ARD-Interview: Assad inszeniert sich als Versöhner
DPA/ SANA

Der syrische Diktator Baschar al-Assad hat der ARD ein Interview gegeben: Er stellt sich darin als friedensbereiter Politiker dar und weist jede Schuld für Krieg und Leid in seinem Land von sich.

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polarwolf14 01.03.2016, 14:54
30. #2

Sie haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung von Syrien. Assad hat es mit Terroristen und so genannten Rebellen zu tun. Von außen finanziert wohlgemerkt. Er ist der wahre Kämpfer für Frieden. Mit Putin.

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colonium 01.03.2016, 14:54
31. Mediale Kriegspartei?

Ich frage mich bei solchen Artikel immer wieder, warum die Zuweisungen "Regime" und "Opposition" so einseitig und unkritisch in einen Artikel eingebaut werden.
Noch nie habe ich einen Artikel auf Spon gelesen, wo vom Saudi Arabischen "Regime" geschrieben wird oder vom ukrainischen "Regime" oder vom jemenitischen Regime...

Nein, diese , dem Westen genehmen antidemokratischen Regierungen, sind selbstverständlich die "Regierungen" und die Opponenten gegen diese sind meist "Terroristen".

Schade, dass die persönliche Meinung des Autors eine objektive Berichterstattattung oftmals behindert und dem geneigten Leser offenbar keine eigene Meinungsbildung zugetraut wird.
Das macht allerdings den Journalismus vom Objektiven Sachwalter zur medialen Kriegspartei.

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Palisander 01.03.2016, 14:55
32. Ehrlich?

Man weiß nicht was Verlogener ist. Die Berichterstattung über das Thema Syrien, die einen ganzen Bereich dezent ausklammert weil er ein objektives Bild auf die Situation im nahen Osten wirft, oder einem Assad dessen ganzes Land eine Ruine ist. Mich erinnert das an all die "Diktatoren" vor Assad. Also die Sadam Husseins und die Gaddafies deren Führungsstil die laut CIA ja für all den Terror auf dieser Welt verantwortlich waren. Fazit: Eine ganze Region die nicht mehr Handlungsfähig ist, eine Flüchtlingswelle die Europa in seiner Grundidee nachhaltig massiv verändern wird und wahrscheinlich zu einer ähnlichen Destabilisierung führen wird. Wir zerbrechen und es gibt in diesem Chaos nur ein Kontinent dem es in die Hände spielt. Aber da er ja auf immer als unser ständiger Befreier gesehen wird werden wir uns ihm opfern auf Gedeih und Verderb. Und ich meine nicht die Bürger dieses Landes.

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bürgerl 01.03.2016, 14:56
33. Syrien

Zitat von der gärtner
...wer hat diesen Konflikt begonnen und mit welchen Mitteln geführt? Assad steht hier nicht wirklich am Pranger, sondern die Weltengemeinschaft, welche diesen Konflikt künstlich in die Länge zieht, indem sie untätig zuschaut und Waffen ......
Jedes Land der Welt hat das Recht Demonstranten die Polizisten Soldaten und Zivilisten mit Waffen Töten zu bekämpfen.Solche Leute werden in jedem Land der Welt Terroristen genannt.. Warum machen wir in Syrien da einen Unterschied ?

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Emderfriese 01.03.2016, 14:57
34. Wahl

Zitat von bronstin
Sie werden sich auch damit abfinden müssen, das Syrien nach dem Bürgerkrieg ohne Assad auskommen werden wird oder werden muss - alleinschon deshalb, weil die Zahl der Alewiten recht überschaubar mit 2 % ist.
Mag sein, dass nur 2 % aller Syrer Aleviten sind. Assad ist dagegen Alavit, und diese religiöse Gruppe zählt um die 12 %. Zusammen mit anderen Minderheiten wird sich wohl etwa 1/4 der Menschen dort nicht den Sunniten zurechnen. Ist es völlig falsch, anzunehmen, dass ein weiteres gutes Viertel der Sunniten ebenfalls einen eher laizistischen und keinen IS- oder wahabitisch gefärbten Staat möchte? Dann sind wir schon bei der Hälfte...

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hugo_von_bahnhof 01.03.2016, 14:58
35. ?

Im syrischen Konflikt hat man zwei Seiten, die man unterstützen kann. Einen sekulären Diktator (der aber von nicht unbedeutendem Teil der Bevölkerung unterstützt wird - Aleviten, Shiiten, Christen, ein Teil der Sunniten). Oder sunnitische fundamentale Fanatiker.
Die sekuläre Opposition ist so etwa wie der Einhorn vom Märchen - jeder spricht davon, aber niemand hat ihn je gesehen.
Wie ich da in den Kommentaren sehe, bevorzugen die Deutschen mehrheitlich die Islamisten.
Also viel Glück.

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syracusa 01.03.2016, 14:58
36. Ever tried, ever failed. No matter. Try again, fail again. Fail better.

Zitat von Nonvaio01
von den syrischen kollegen die ich habe, wurde nur gutes berichtet vor dem Krieg, natuerlioch war nicht alles sonnenschein, aber man konnte in frieden leben und arbeiten. Es gab viele verschiedene religionen ohne stress im Land. Das ist was ich von Leuten hoere die dort gelebt und gearbeitet haben.
Ja, man konnte auch als Sklave im alten Rom einigermaßen gut und in Frieden leben, und genau so auch als Fronknecht eines deutschen Adligen.

Die Sache ist einfach: Wer sich gegen seine Unterdrückung nicht zu Wehr setzt, der hat kein Leben in Freiheit verdient. Ein Aufstand gegen die Unterdrücker aber birgt immer die Gefahr des Scheiterns in sich. Aber ohne dieses Risiko gibt es keine Freiheit. Hätten denn Ihrer Ansicht nach die Demonstranten in der DDR des Jahres 1989 lieber zuhause bleiben sollen, weil die Gefahr, dass das Regime auf sie schießen lässt, nicht gerade gering war?

Für das syrische Volk gilt heute das Wort von Samuel Beckett:

Ever tried, ever failed.
No matter. Try again, fail again. Fail better.

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DerBaske 01.03.2016, 14:58
37. Assad IST der große Versöhner...

... er muss nicht "inszenieren"!
Gerade vor 24 Stunden haben im Rif Deraa und der Stadt Ibta über 1200 "Rebellen" das Amnestieangebot angenommen und die "Seiten gewechselt".
Die Frage, die ich mir immer wieder und wieder stelle: Für solche Recherche brauche ich keine 3 Minuten im Netz... wo ist das Problem??

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m.m.s. 01.03.2016, 14:58
38. Assad soll schuld sein?

Je mehr man sich mit der Materie beschäftigt desto weniger glaubt man es.

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pigtime 01.03.2016, 15:00
39. Faßbombe

..könnte auch ein Unwort des Jahres werden! Eine Fassbombe ist ein improvisiertes Sprengmittel. Sicherlich tödlich, aber nicht annähernd die Wirkung konventioneller Bomben oder Artilleriegranaten!

Im übrigen werden baugleiche Fassbomben auch von der irakischen Armee gegen den IS eingesetzt.

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