Forum: Politik
Syriens Machthaber im ARD-Interview: Assad inszeniert sich als Versöhner
DPA/ SANA

Der syrische Diktator Baschar al-Assad hat der ARD ein Interview gegeben: Er stellt sich darin als friedensbereiter Politiker dar und weist jede Schuld für Krieg und Leid in seinem Land von sich.

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tpro 01.03.2016, 15:00
40.

Zitat von eternalchii
Richtig, die Weltgemeinschaft hätte Assad mit allen Mitteln militärisch beseitigen müssen, als dieser anfing, friedliche Demonstranten in Massen töten zu lassen. Allerdings genießt Assad Putins Schutz, eine weitgreifende Militäraktion, die den Schutz von friedlichen Zivilisten vor Assad garantiert hätte, hätte wohl zu einem Krieg mit Russland geführt. In sofern ist die zögerliche Aktion irgendwie zu verstehen, wenn sie auch falsch war.
Da verdreht wohl jemand die Tatsachen. Die "friedlichen" Demonstranten waren mit Kalashnikovs bewaffnet und wurden von SPON-Foristen gerne als Rebellen des arabischen Frühlings bezeichnet. Kein Staat der Welt läßt es sich gefallen, wenn eigene bewaffnete Volksgruppen eine Revolte anzetteln.

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Richtigstellung. 01.03.2016, 15:01
41. Alle Minderheiten wollen Assad behalten

99% der Christen in Syrien wollen Assad behalten. 99% der Schiiten in Syrien wollen Assad behalten. 99% der Alawiten in Syrien wollen Assad behalten. 99% der Ismaeliten in Syrien wollen Assad behalten. 70-80% der Alawiten in Syrien wollen Assad behalten. 50-60% der Sunniten (hauptsächlich Großstädte) wollen nach empirischen Untersuchungen eines britischen Insttituts Assad behalten.

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ixfueru 01.03.2016, 15:03
42. M.E. hat Assad keinen Streit in seinem

Land begonnen. In Syrien gab es sogar relative Religionsfreiheit und den Menschen dort ging es im Vergleich zu anderen Staaten in der Region einigermaßen gut. Natürlich war Einiges verbesserungswürdig - aber Assad passte "dem Westen" nicht und deswegen wurde dort "aufgewiegelt". Mit den bekannten Folgen. Es ging und geht nicht um die Menschen dort, sondern nur darum, Assad zu beseitigen - so wie seinerzeit Saddam Hussein. Die Folgen sind auch bekannt.

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Leser161 01.03.2016, 15:06
43. Ist das so?

Ich bin kein Kenner der Gegend. Aber aus den Medien weiss ich folgendes:

Bevor jemand einen Bürgerkrieg mit Assad begonnen hat, war das Leid dort wesentlich kleiner. zu erkennen am gestiegenem Flüchtlingsstrom. Egal was Assad vorher angestellt hat, es hat weit weniger Menschen in die Flucht geschlagen.

Die erfolgreichen Umstürze gegen Diktatoren von Assads Kaliber (Mubarak, Gadafi) haben keine Verbesserungen in den betroffenen Ländern bewirkt (Libyen ist meiner Info nach ein failed state ohne Zentralmacht, ähnlich Somalia).
Assad ist kein Friedensengel. Aber wenn die Alternative weit schrecklicher aussieht, was ist dann an Assad zu bemängeln? Wenn es eine bessere Alternative gibt, warum wurde sie nicht längst installiert, warum sehen wir das Leid untätig mit an?

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berndschlüter 01.03.2016, 15:06
44. Hintergründe

Richtigstellung, das kann ich bestätigen. Allerdings habe ich das in Deutschland schon viel früher beobachtet, vor dem 11.9.. Dieser Termin wurde in Deutschland geplant und wer wollte, konnte schon vorher sehr viel dazu erfahren. Allah persönlich hatte die Sunniten im Koran mit der Weltveränderung beauftragt, so Ramzi Binalshibh. "Man" ließ es geschehen. Was man unter "Man" verstehen kann, Sie haben es genannt. Es ist nicht immer einfach, was hinter den Kulissen gespielt wird, zu verstehen. Was die Bevölkerung erfährt, ist eine andere Sache. Meist nur das, was sie erfahren soll. Verwirrspiel eingeschlossen.Verschwörungstheorien sind überflüssig. Es gibt Tatsachen.

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pigtime 01.03.2016, 15:07
45.

Zitat von bammy
Inwiefern wurde der Bürgerkrieg gesponsert?
Irgendwie billig die Frage!

Da muss man nicht auf irgendwelche Verschwörungsportale gehen. Auch in konservativen Medien wird klar gesagt, dass die Opposition vor allem durch Katar und saudische Geschäftsleute finanziert wird. Zudem sind die Mehrheit der kämpfenden "Oppositionellen" Ausländer! Araber, Nordafrikaner, Russen, Europäer, Australier!

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bausa 01.03.2016, 15:09
46. farce

Soche Interviews dienen doch nur der Selbstinzenierung.Schlim genug das die ARD sowas veranstalt

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ben_hurtig 01.03.2016, 15:09
47.

Zitat von Banause_1971
Das ist doch des Pudels Kern. Sie SOLLEN keine eigene Meinung haben. Sie sollen die Vokabeln so verspeisen, wie sie da sind. Ich rege mich schon länger über das Vokabular des Spiegels auf. Die Vokabeln "Machthaber" und "Regime" sind ebenfalls Vokabeln, die man stets jenen zuschreibt, über die wir gefälligst schlecht zu denken haben. Und Kritik am Mainstream ist sowieso nicht erlaubt,.. sonst wäre dies nicht mehr Merkels Europa.
Die "Neutralität" die Sie hier vom SPIEGEL einfordern ist aber auch nicht besonders "objektiv". Wenn man jetzt von "Präsident Assad" sprechen würde, würde evtl. für viele Leser die für Sie vielleicht unbedeutende Tatsache untergehen, dass er sein Amt von seinem Vater "geerbt" hat und, dass die Partei, deren Generalsekretär er ist, ganz klar seit Jahrzehnten eine Einparteiendiktatur in Syrien pflegt. Meinen Sie nicht, dass man in diesem Fall dem SPIEGEL eine Verharmlosung eines Diktators durch entsprechende Termini unterstellen könnte?

Und zu Ihrem letzten Satz: Kritik am "Mainstream"(?) ist also per se richtig?

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kunibertus 01.03.2016, 15:11
48. F. Todenhöfer

Zitat von raro
Vor drei Tagen wurde von einem Angriff des Daesh auf eine kurdische Stadt in Syrien berichtet(Standard online), und im Spiegel, von einem Angriff auf "moderate"Rebellen im Nord-Westen von Syrien durch Regierungstruppen.
schreibt in einem Artikel der heutigen "Berliner Zeitung" dass es in Syrien praktisch keine "gemäßigten demokratischen Rebellen" mehr gibt. Die ehemaligen Angehörigen der FSA kämpfen heute überwiegend für radikalere, islamistische Rebellengruppen, weil die besser zahlen. Weiter schreibt er "Mit Ausnahme der kurdischen YPG kämpfen in Syrien inzwischen fast alle Rebellen und Terroristen für einen religiösen 'Gottesstaat'. Wenn auch unter Umständen mit demokratischen Strukturen, die der Sharia unterstellt würden. Auf keinen Fall kämpfen sie für vom Westen vertretene säkulare Freiheit oder Demokratie. Sie werden schließlich überwiegend von Saudi-Arabien und den übrigen Golfstaaten finanziert und ausgerüstet". Er stellt auch fest, dass die IS-Terroristen über modernste US-Ausrüstung verfügen. Wer mag ihnen die wohl geliefert haben?. Wenn die Terrormilizen die Oberhand in Syrien gewinnen sollten, geht der Exodus erst richtig los, Christen, nicht ganz so fanatische Moslems und Angehörige anderer Religionen.

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MatthiasPetersbach 01.03.2016, 15:11
49.

"Assad...stellt sich darin als friedensbereiter Politiker dar und weist jede Schuld für Krieg und Leid in seinem Land von sich."

Nun, könnte ja wirklich so sein. Assad kenne ich jetzt nicht persönlich und die Berichterstattung von "da unten" hat ja mehr mit der "deutschen Wochenschau" zu tun als mit der Wahrheit. Da fällt mir schwer, IRGENDWAS zu glauben.

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