Forum: Politik
Syrische Opposition: "Der Schlüssel für die Lösung des Konflikts liegt in Moskau"
REUTERS

Die Waffenpause in Syrien ist brüchig, die Friedensgespräche in Genf kommen kaum voran. Oppositionssprecher Salem al-Meslet zeigt sich frustriert - und fordert mehr Druck auf Putin.

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marcorius 22.04.2016, 17:33
1. Der Schlüssel liegt bei der Opposition

Ich bin wirklich keiner der Russland oder Putin besonders gut findet. Aber in Syrien sind die Russen meiner Meinung nach die Einzigen die wirklich an einem dauerhaften Waffenstillstand interessiert sind. Wie man lesen konnte hat die Opposition vor wenigen Tagen als erstes den Waffenstillstand gebrochen und damit dessen Ende verursacht. Jetzt Russland die Schuld dafür zu geben finde ich schon etwas unverschämt.

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sponposter 22.04.2016, 17:34
2. Russland vergeudet Milliarden US-Dollar für Assad

Putin trägt mit seiner Unterstützung Assads eine Hauptschuld am Fortbestehen dieses Kriegs. Also ob Russland keine anderen Probleme hätte, als einen mordenden Potentaten wie Assad im Nahen Osten zu unterstützen. Der Syrien-Einsatz kostet Russland Milliarden US-Dollar - das ist Geld, das in Russland den Rentnern und im Straßenbau und in vielen weiteren Dingen fehlt.

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epiktet2000 22.04.2016, 17:35
3. Gibt's nur noch ein Denkmuster?

Druck auf Putin ausüben! Putin ist schuld an der Krise in der Ukraine. Druck. Sanktionen. Boykott. Jetzt hat das auch die syrische Opposition kapiert. Druck auf Putin ausüben. Putin ist schuld. Druck. Sanktionen. Boykott. Wie verdummt glaubt man die westliche Öffentlichkeit?

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beategerlach 22.04.2016, 17:39
4. USA vergeudet Milliarden US-Dollar gegen Assad

Zitat von sponposter
Putin trägt mit seiner Unterstützung Assads eine Hauptschuld am Fortbestehen dieses Kriegs. Also ob Russland keine anderen Probleme hätte, als einen mordenden Potentaten wie Assad im Nahen Osten zu unterstützen. Der Syrien-Einsatz kostet Russland Milliarden US-Dollar - das ist Geld, das in Russland den Rentnern und im Straßenbau und in vielen weiteren Dingen fehlt.
Obama trägt mit seiner Unterstützung der Rebellen eine Hauptschuld am Fortbestehen dieses Kriegs. Also ob die USA keine anderen Probleme hätte, als mordende Potentaten wie die Rebellen im Nahen Osten zu unterstützen. Der Syrien-Einsatz kostet die USA Milliarden US-Dollar - das ist Geld, das in den USA den Rentnern und im Straßenbau und in vielen weiteren Dingen fehlt.

Das nenne ich mal eine imposante Beweisführung :-)

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burgundy 22.04.2016, 17:42
5.

Vielleicht sollte die Opposition eher auf eine politischen Unterstützung durch den Westen dringen, anstatt Putin für das ganze Desaster verantwortlich zu machen. Immerhin kommt es erst seit dem russischen Engagement zu einer einigermassen geordneten militärischen Entwicklung. Zuvor war das Ganze ein Hin und Her, unter dem lediglich die Zivilbevölkerung litt. Auch die UNO, ohnehin nur der internationale Arm der USA dürfte ruhig ein wenig mehr Engagement vor Ort zeigen, analog zu längst vergangenen Krisen wie zum Beispiel der Balkankrise, anstatt gebetsmühlenartig ihre Stellung zum Flüchtlingsproblem zu wiederholen. Aber hier ist Fehlanzeige, weil der Syrien einfach ein Tummelplatz interessierter Grossmächte geworden ist, an die die UNO nicht herangeht. Und auch mit dem Hinweis auf Massaker sollte sich die Opposition zurückhalten, die ihrerseits für so manche Massaker verantwortlich, direkt und indirekt, indem Sie die Menschen als Schutzschilde benutzt.

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ex-optimist 22.04.2016, 17:48
6. Ohne die russische Unterstützung

hätte Syrien wahrscheinlich längst den Zustand Libyens erreicht. Ob das so wünschenswert ist?

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sponposter 22.04.2016, 17:49
7. Die EU sollte gegen Putin weitere Sanktionen verhängen

Offenbar ist Putin wirklich nur durch weitere Sanktionen zu einem Einlenken zu bewegen. Wie lange wollen wir noch warten? Der Syrien-Krieg berührt auch uns enorm durch die vielen Flüchtlinge, die hierher kommen. Druck auf Putin kann tatsächlich helfen, endlich einen Frieden in Syrien hinzubekommen. Die EU und Merkel sollten handeln.

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Emderfriese 22.04.2016, 17:50
8. Demokraten

Ich möchte doch endliche einmal konkrete Vorschläge der Opposition hören und lesen, wie ein Nachkriegs-Syrien geordnet sein soll. Vordergründig geht es sicher um die Sicherung des Waffenstillstandes, der Einstellung des Bombenkrieges und der Versorgung eingeschlossener Menschen - wobei keineswegs klar ist, wer eigentlich wen weiter bekriegt, bombardiert und belagert. Denn wenigstens der IS und Al Nusra sind doch vom Waffenstillstand ausgenommen.
Wie also soll Syrien in Zukunft organisiert sein? Demokratisch mit eindeutigen Minderheitenrechten
und nicht radikal-islamisch oder salafistisch, mit einer eingebundenen Vertretung der "Assad-Getreuen"? Aber genau von solchen Vorstellungen hört man von der Opposition nichts.

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Schraube 22.04.2016, 17:53
9. Wo sind die Kurden?

Ich mag diese HNC nicht. Das ist eine Opposition von Saudi Arabiens und Türkeis Gnaden. Kein Europäer, der die letzten 15 Jahre ab und zu Nachrichten geguckt hat, möchte, dass sich ausgerechnet diese rein religiös orientierte Opposition in Syrien durchsetzt.

So lange die Kurden, die seit 2011 in Syrien beweisen, dass sie Frieden und Zusammenleben mit anderen können, nicht mit am Verhandlungstisch sitzen, trauere ich den festgefahrenen Verhandlungen kein bisschen nach.

Auf was setzt dieses HNC, wenn die Verhandlungen scheitern? Was erwartet sich der Westen ausgerechnet von dieser in Riad gegründeten Opposition?

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