Forum: Politik
Syrische Terror-Aussteiger: "Ich war auf der falschen Seite"
AFP/ Welayat Salahuddin

Der "Islamische Staat" ist für seine Brutalität berüchtigt - selbst manchen Dschihadisten geht das zu weit. Zwei syrische IS-Aussteiger berichten in "Le Monde" von Massakern und willkürlichen Hinrichtungen.

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humpalumpa 02.10.2014, 13:49
1.

Ich frag mich jetzt eher, ob man den Aussagen glauben kann oder ob das auch nur wieder eine Masche ist, um wieder nach Europa zu kommen. Nach dem Motto: Ups, ich war auf dem falschen Weg und jetzt nehmt mich wieder auf. Denn im Endeffekt sind deren Erzählungen genau das, was wir auch erwarten zu hören. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es stimmt. Denn dass diese IS-Kämpfer keinen religösen Hintergedanken haben, sondern einfach eine Ansammlung wirklich kranker Menschen sind, die sich jetzt einfach völlig ungeniert ausleben, ist ja kein Geheímnis. Aber hierzulande wird doch immer berichtet, dass Leute, die einmal von diesen Psychopathen eingefangen wurden, verloren sind und die Seiten nicht mehr wechseln...Und jetzt gleich Zwei und so öffentlich? Find ich komisch.

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politvogel 02.10.2014, 13:56
2. Ist es nicht toll...

...da gibt es doch glatt noch gute Terroristen. Wieso sind die eigentlich noch in Freiheit? Mörder bleibt Mörder, unabhängig von der empfundenen Reue sind auch beide Terroristen wie die der IS!

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Greyjoy 02.10.2014, 14:05
3.

"Nun, nach anderthalb Jahren beim IS, ist Ahmed in die Türkei geflohen. Er hat nicht mit dem radikalislamistischen Gedankengut gebrochen, doch selbst ihm ist der IS inzwischen zu brutal."

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abraxas63 02.10.2014, 14:05
4.

Das Problem war, dass die Zivilisten Sunniten waren. Wären es Christen, Alawiten oder Schiiten gewesen, wäre es nicht das Problem....
Irgendwie fiel ihm auf, das er auf dem falschen Weg war.
Aber immerhin ist die Nusra-Front nicht so schlimm. Die schonen wohl aktuell die ..sunnitischen... Zivilisten. Und immerhin kooperiert sie mit den anderen Rebellengruppen (gerade).
Natürlich Al-Qaida, aber von der netten Sorte.
Den sollten wir Waffen liefern....

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tomparisdc 02.10.2014, 14:08
5.

...was ich nicht verstehen kann, ist warum Deutschland sich weigert hier einzugreifen. Die Deutschen predigen immer ueber Gerechtigkeit aber wenn sie mal eine Chance haben wirklich etwas zu tun fuer Menschen die grausam hingerichtet und verfolgt werden, dann verstecken sie sich hinter ihren angeblichen Pazifismus und ihrer historischen Erfahrungen. Ist doch alles nur pure Feigheit und Bequemheit.

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seneca55 02.10.2014, 14:08
6. Die Europäer und Tschetschenen sind die

Schlimmsten! Die scheinen doch nicht alle total verblödet zu sein, die Islamisten und zur Selbstreflexion fähig: "Ich stand auf der falschen Seite des Krieges!" Anscheinend bringen sich nicht nur die Islamsekten gegenseitig um, sondern auch die Rivalen Innerhalb der Sunniten-Gemeinden. Am Ende siegt der Brutalste. Die Europäer müssen/sollten lebenslänglich in den Knast auf Spitzbergen.

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Greyjoy 02.10.2014, 14:09
7.

"Nun, nach anderthalb Jahren beim IS, ist Ahmed in die Türkei geflohen. Er hat nicht mit dem radikalislamistischen Gedankengut gebrochen, doch selbst ihm ist der IS inzwischen zu brutal."

Mag ja sein, dass die Terroroganisation IS selbst anderen radikalen Islamisten zu heftig ist aber wieso gestattet man es ehemaligen Terroristen sich frei in dieser Welt zu bewegen?
Es besteht meiner Meinung nach ein ausreichender Verdacht, dass auch an den Händen dieser Aussteiger Blut klebt und daher entsprechende Untersuchungen stattfinden sollten. Wie kann man es rechtfertigen, dass z.B. die NSA die halbe Welt "zur Sicherheit" ausspioniert aber solche Typen dürfen auch dann frei rumlaufen?

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stauss4 02.10.2014, 14:15
8. Hoax

"Nun lebt Maher in der Türkei, will in Istanbul abtauchen und dort erst mal Geld verdienen."

Noch mehr Geld kann er verdienen, wenn er sich den westlichen Kriegshetzer-Medien als Kronzeuge zur Verfügung stellt. Das ist doch ein gekauftes Interview.

Sein Bericht über die hunderte ermordeten Zivilisten in der syrischen Provinz Deir-Essor in in keiner Weise durch einen Bericht der westlichen Medien als Klatschbasen der syrischen (CIA)-Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigt. Auch hier wird kein Datum angegeben, um seine Erzählungen chronologisch richtig einordnen zu können.

Wenn man bedenkt, dass die "IS" erst vor 2 Monaten (nach der Ukraine-Schweinerei) in der Presse auftauchte, ist das Datum schon von Bedeutung.

Auch den Namen seiner Gruppierung nennt der Interviewte nicht. Es gibt im islamischen Sprachgebrauch keine "IS". Das ist lediglich die Marke der CIA, die er verwendet. Dies zeigt, dass er kein Islamist ist, der den Bergriff ISIL oder ISIS verwenden würde. Maher wäre, wenn er tatsächlich ein Kämpfer in einer islamischen Gruppierung wäre, nun dem Tode geweiht. Ahmed würde als Verräter nie zur al Nusra-Front zurückkehren. Wenn man schon Hoaxe macht, sollte man auch die Details richtig darstellen.

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irrenderstreiter 02.10.2014, 14:17
9.

"Sie waren nicht einmal vermeintlich Andersgläubige, sondern Sunniten." - klingt ausgesprochen gemäßigt.

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