Forum: Politik
Tag der Deutschen Einheit: Naher Osten, ferner Osten
DPA

Bei den Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit geben sich die Spitzen des Staates alle Mühe, den Osten in Schutz zu nehmen. Dumm nur, dass sie über ihn reden wie über ein fremdes Land.

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widower+2 03.10.2018, 21:43
30. Stimmt!

Zitat von schwäbischalemannisch
Die AfD zu wählen ist ein Akt der Verzweiflung und dennoch nicht zu rechtfertigen. Es ist auch und vor allem ein Versäumnis der Politiker aus dem Osten sich nicht mehr und stärker für diesen eingesetzt zu haben. ..;.:.:..... zugegeben. Da war sie schon wieder / die Ost-West Kategorisierung.
Dass es nicht zu rechtfertigen ist, die AfD zu wählen. Aber ein Akt der Verzweiflung oder doch der Ausdruck unfassbarer Dummheit?

Ein Akt der Verzweiflung (oder dann sogar der Vernunft?) wäre es, wenn man sich wirtschaftlich abgehängt fühlt, eine Partei zu wählen, die verspricht, die wirtschaftlichen Verhältnisse anzugleichen und die Schere zwischen Arm und Reich wieder etwas zu schließen.

Wenn man aber in Gegenden mit dem geringsten Ausländeranteil eine Partei wählt, die außer Ausländerfeindlichkeit für den "kleinen Mann" rein gar nichts zu bieten hat und noch arbeitnehmerfeindlicher ist als die FDP, was ist das dann? Verzweiflung? Dummheit? Verzweiflung ob der eigenen Dummheit?

Letzteres wohl eher nicht, da dies Selbsterkenntnis voraussetzen würde.

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kleinstaatengegner 03.10.2018, 21:49
31. An Marcel.72 Br19

Aus Ihrer Erwiderung auf widower 2 zeigt sich, dass dieser absolut Recht hat. Die Westdeutschen werden in Frankreich etc., wie von Ihnen behauptet, nicht als großkotzig angesehen; sondern die Verständigung mit den Menschen dieser Länder ist trotz der oft sprachlichen Barrieren sehr viel einfacher und freundschaftlicher als mit den Sachsen und Thüringern. Das Ihnen die Kritik nicht gefällt ( sie haben es drastischer ausgedrückt ) und das Sie der westdeutschen Presse die Berichterstattung über den Osten untersagen wollen, zeigt wer hier großkotzig ist. Vermutlich halten Sie die Presse für die Lügenpresse, wenn sie über die rechtsradikalen Umtriebe, speziell in Sachsen berichtet. Und kommen Sie bitte nicht damit, dass es im Westen auch Rechtsradikale gibt ( Lt. Statistik T-Online: rechtsradikale Straftaten pro 100 000 Einwohner je Bundesland; hier wird genau die ehemalige DDR mit den meisten Straftaten pro 100 000 Einwohner abgebildet.) Ihre Aussage, der Westen hätte moralisch fertig, dreht sich mit dieser Statistik komplett um. Was soll ich sagen; leider.

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three-horses 03.10.2018, 21:56
32. Nicht immer leicht.

Zitat von Marcel.72
Was für ein großkotziger Beitrag. Aber sowas ist man gewohnt und es geht so vielen Leuten in Mitteldeutschland einfach nur am Ar... vorbei. Sie fühlen sich Menschen in Spanien, Italien oder Frankreich näher?, dumm nur dass diese euch Westdeutsche nur als das ansehen was ihr wirklich seid: großkotzig, besserwisserisch, arrogant. Ich bin dafür das die westdeutsche Presse nicht mehr über den Osten berichtet. Lasst uns einfach in Ruhe mit eurem herablassenden und Oberlehrerhaftem Gehabe. Ihr habt moralisch fertig....
Mit Spaniern hatte ich selten Kontakt. Waren hier in der Gegend nur wenige. Einer wohnt aber ueber die Strassse. Dafuer vielle Italiener.
Auch die Nachkommen. Viele aus Kalabrien, Sicilien. Die Beziehungen waren immer von Mann/Frau ... also normal. Weill die hier gearbeitet haben. Und die Wessis auch. Und die Franzosen waren Nachbar, ueber das Rhein. Ein wirtschafliches Zusammenleben. Nicht immer leicht. Die Arbeit. Ist schon lange her, einmal bei Essen in der Kantine, ein gebildete Mann aus dem Osten, Sachse,..."die Italiener sind nur GA, haben nichts und sind auch sonst nichts". Habe den Mann echt geschaetzt, dann nicht mehr. Auch alle am Tisch waren blass geworden. In Italien war der zu der Zeit nicht. Etwa 3 Jahre nach der Einheit. Stuttgart.

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schwäbischalemannisch 03.10.2018, 21:57
33. Sächsisch ist eine Bürde.

Dabei ist das Land dort ja teilweise wirklich schön. Aber ich bin überzeugt das mit dem Dialekt wird sich in ein paar Generationen auch abgeschwächt haben. In den Städten merkt man das ja schon heute. Nicht nur im Osten. Spaß beiseite. Die Wiedervereinigung war ein Glücksfall der Geschichte, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist. Es gab ja keine Blaupause. Und wenn ich nach Russland oder anderswo schaue, dann ist da garantiert vieles deutlich schlechter gelaufen. .:.:.:....... offenbar ist das vielen nicht bewusst, dass sie eine Transformation erster Klasse bekommen haben. Liebe Landsleute im Osten - es hätte viel schlimmer kommen können.... also anstatt zu jammern und die AfD zu wählen, solltet ihr lieber daran arbeiten, dass es in Euren Regionen aufwärts geht. Und ja, es wird langsam Zeit, dass Frau Merkel zurück tritt und Platz macht für jemand ganz anderen. Mir persönlich würde ein Christian Lindner deutlich besser gefallen als fast alles, was da in der CDU so nachrückt. Symbolisch war es anfangs sicher gut, dass eine Ostdeutsche Kanzlerin wurde. Insgesamt hat es Deutschland eher geschadet.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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kuac 03.10.2018, 21:59
34.

Zitat von franky026
...... Meine ehemals syrische Frau arbeitet als Architektin und baut Häuser in Dresden für die Firma bei der Sie angestellt ist. Leute, ihr habt KEINE Ahnung über den Osten! Wenn ihr das ändern wollt, müsst ihr schon mal herkommen. Meiner Meinung nach gibt es Deutschland und in diesem verschiedene Regionen, so.wie.sich Oberbayern von Franken unterscheidet sind schon Vogtländer und Erzgebirgler nicht das gleiche. In jedem Falle ist mir in meinem Leben bisher noch kein jammernder Ossi über den Weg gelaufen....
Sprechen Sie einfach mit den AfD Leuten. Oder, fahren Sie einmal nach Chemnitz mit Ihrer Frau.

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Rodini 03.10.2018, 22:04
35. Die neuen Bundesländer sind mir fremd geblieben

Ich war schon über 30 Jahre alt, als die Mauer fiel. Ich hatte dort weder Verwandte noch Freunde und auch keine beruflichen Bindungen. Insofern ist mir der Osten nicht sehr nahe. Ich würde sogar sagen, daß mir Italien oder Griechenland näher sind, da war ich oft und habe angenehme Erinnerungen.
Ich würde gern mal als Tourist in die neuen Länder, aber die Ausländerfeindlichkeit schreckt mich ab
Bis wir auch emotional ein Land sind ,wird es wohl noch ein zwei Generationen dauern, fürchte ich..

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schwäbischalemannisch 03.10.2018, 22:05
36. @#30- FDP ist nicht Arbeitnehmerfeindlich

Im Gegenteil. Mit der FDP würde es vielen besser gehen. Es gibt da durchaus viel soziales im liberalen. Und was die AfD betrifft: wer so blöd ist und nicht merkt, dass die AfD alles verspricht um Stimmen zu bekommen, aber im Grunde auf diese „normalen“ Wähler sch.... dem ist wohl wirklich nicht zu helfen.

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burlei 03.10.2018, 22:07
37. Im Frühjahr 1990, die DDR existierte noch, war ich ...

... "im Osten", Verwandschaft besuchen. Zwei Dinge entsetzten mich als NRW-Bürger. Einmal der "Rücksturz in die 50er Jahre", die in diesem stark ländlich geprägtem Teil allgegenwärtig waren und die DDR-Bürger, mit denen man ins Gespräch kam. Der allgemeine Tenor war "Wenn wir erst mal die D-Mark haben ...". Argumente, dass dann alles, was sie sich aufgebaut hatten den Bach runter gehen würde, weil sie einfach nicht mit den westlichen Fabriken mithalten könnten wurden vom Tisch gewischt, wollte man nicht hören. Nun, sie bekamen die D-Mark, sie bekamen ihre Westautos (erinnert sich noch jemand an die gähnend leeren Gebrauchtwagen-Plätze?), wir bekamen im Gegenzug junge Mitarbeiter aus den 5 neuen Ländern, wo man wie erwartet die Firmen dicht machte.

Wir hatten keine Wiedervereinigung. Wir hatten eine Okkupation der DDR durch die BRD. Kohl hatte, als sich die Chance bot, zugegriffen und sich die DDR geschnappt. Ohne zu denken, ohne Plan, ohne irgendeine Idee zu haben, wie diese Okkupation bewältigt werden konnte. Lafontaine warnte damals vor der ersten gesamtdeutschen Wahl vor den Kosten und Problemen einer ungeregelten, vorschnellen Wiedervereinigung, das "Neue Forum" und andere Bürgerbewegungen warnten, nur Kohl und die überwiegende Anzahl der DDR-Bürger wollten sie, oder eher die D-Mark. Sie haben sie bekommen. Die westdeutschen Firmen und Konzerne bekamen für ein paar Mark die Reste der DDR-Industrie zum Ausschlachten, Kohl noch ein paar Jahre als Bundeskanzler, die westdeutschen Länder die Probleme, das Geld für den "Aufbau Ost" zusammen zu kratzen, die bereits entschädigten Westdeutschen bekamen für ein paar Mark ihre Besitztümer im Osten zurück ("Rückgabe vor Entschädigung"), beide, Ost- und Westdeutsche dann die Probleme, in der nächsten Krise das riesige Schuldenpaket zu stemmen. Gut, der Osten hat einiges bekommen, viel gegeben, aber etwas wurde im Trubel der Bereicherung hüben und drüben völlig vergessen. Den Menschen mitzunehmen. Dafür haben wir jetzt eine AfD im Osten, die sich anschickt, in einigen Ländern stärkste Partei zu werden, Nazis im Bundestag, hasszerfressende Menschenhaufen bei sogen. "Trauermärschen" und immer mehr Westdeutsche, die dafür, für diesen extremen Rechtsruck, dieses neuaufflammen des meschenverachtenden Nationalsozialismus im Osten absolut kein Verständnis aufbringen.

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whoispaul 03.10.2018, 22:19
38. mhhh @Widower+2

ich dachte immer, der Osten hat ein paar Bundesländer mehr als Sachsen und Thüringen? Ei Ei Caramba!
@sargeantangua : Sie sprechen mir aus der Seele! Und das sage ich als Ossi, der eigentlich Weltenbürger ist.

An alle Protestwähler: wählt die Kleingärtnerpartei, wenn ihr Protest wählen wollt. Die AfD ist zwar auch eine Alternative, aber nur für Doofe... die haben echt einen Plan! Wie ruinieren wir Deutschland endgültig. 45 hat es ja nicht ganz geklappt... Vor allem, warum rennt ihr Höcke, Gauland und Co. hinterher?! DAS SIND WESSIES! IHHH... Wer Satire findet, darf sie behalten.

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kuac 03.10.2018, 22:21
39.

Bisher sind mehr als 2 Billionen (2000 Milliarden) Transferleistungen nach Ostdeutschland geflossen. Alle anderen Ostblockländer stehen vom Anfang an auf eigenen Füßen.
Und ein paar mehr Milliarden für die Flüchtlinge, dagegen geht man auf die Strasse!
https://www.zeit.de/2014/44/wiedervereinigung-kosten-wende

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