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Tagelange Proteste: Was hinter dem Aufstand in Iran steckt
DPA

Wütende Menschen protestieren in Iran, mehrere wurden bereits getötet, Hunderte verhaftet. Was fordern die Demonstranten? Wie reagieren Regierung und Sicherheitskräfte? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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nathan.brander 02.01.2018, 13:57
1. erst handelsanktionen - dann proteste unterstützen

ich glaube 2005 oder 2006 fingen die internationalen (auf initiative des "westens") saktionen gegen den iran an - seit 2012 sind geldtransfers zwischen dem iran und der EU nicht mehr möglich ... wen wunderts, daß die wirtschaftliche entwicklung des irans inzwischen darnieder liegt ...

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kajoter 02.01.2018, 14:24
2.

Einerseits wünscht man den Iranern, dass sie sich von dem geistlichen Regime befreien können, andererseits haben die letzten Revolutionen im Nahen Osten und Nordafrika eher Chaos verursacht.
Wir sollten im Westen verinnerlichen, dass unser demokratisches Modell nicht zu jeder Zeit für jedes Land die ideale Staatsform darstellt. Beim Iran fällt sofort die jahrzehntelange Indoktrination durch die geistlichen Führer in´s Auge. Es ist dabei zweifelhaft, ob angesichts dessen ein komplettes Umdenken der gesamten Gesellschaft möglich wäre.

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telarien 02.01.2018, 14:33
3. Alles Gute Iran

Ein Volk begehrt auf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, da kann man nur Glück wünschen.
So ein Hauch davon könnte bei uns auch nicht schaden, aber Deutschland macht lieber Geschäfte mit den Regimes aller Art.

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KingTut 02.01.2018, 14:42
4. Eindeutige Forderungen

Der Artikel stellt dankenswerterweise klar, dass es den Demonstranten nicht nur ausschließlich um Jobs und Einkommen geht, was auch von anderen Medien so berichtet wird. In n-tv war gestern zu lesen, dass auch wiederholt ein Ende der Kopftuchpflicht für Frauen gefordert wird und selbst vor dem höchsten Geistlichen, dem faktischen Herrscher des Landes, macht die Kritik nicht halt. Der Iran befindet sich seit dem Sturz des Shah in einer schizophrenen Situation. Man stelle sich vor, unsere Regierung müsste ihre Entscheidungen vor dem Papst und unseren Kardinälen rechtfertigen, die im ganzen Land Religionswächter platziert hätten, um über Sitte und Moral zu wachen und bei Zuwiderhandlungen drakonische Strafen verhängen würden. So dürfte es bei uns im Mittelalter zugegangen sein. In solch einer Situation befindet sich Präsident Ruhani, den ich für einen ehrenwerten Mann halte, der aber machtlos ist gegen die seit dem Sturz des Shah entstandenen Strukturen. Diese können aber nicht die Zukunft für das iranische Volk sein. Ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg in ihrem Bestreben, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ohne religiöse Bevormundung - als Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand - für ihr Land herbeizuführen.

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pavel1100 02.01.2018, 14:53
5. Verfolgte Unschuld

Zitat von nathan.brander
ich glaube 2005 oder 2006 fingen die internationalen (auf initiative des "westens") saktionen gegen den iran an - seit 2012 sind geldtransfers zwischen dem iran und der EU nicht mehr möglich ... wen wunderts, daß die wirtschaftliche entwicklung des irans inzwischen darnieder liegt ...
Sie sollten die iranische Theokratie hier nicht als verfolgte Unschuld darstellen. Die Sanktionen wurden nicht von den USA sondern vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen und wurden übrigends auch Russland getragen. Sie sind duchaus begründet. Der Iran unterstützt immer noch terroristische Organisationen im Ausland, rüstet atomar auf und bedroht Nachbarstaaten mit der totalen Vernichtung.

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hansriedl 02.01.2018, 14:56
6. Wer hinter dem Aufstand in Iran steckt

Der Aufstand trägt dir Handschrift des CIA
Das die Unruhen im Iran mit Hilfe von „moderaten Rebellen“ und „Systemkritikern“, die aktuell keine Verwendung mehr in Syrien haben und auf Wunsch der USA, Saudi-Arabien und Israel neue Aufgaben im Irak übernehmen.
Genau so sind doch auch die Unruhen 1953 im Iran, Ukraine, Libyen und Syrien inszeniert worden!!!!

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pavel1100 02.01.2018, 14:56
7. Agenten westlicher Geheimdienste

Zitat von Joshua
Ich weiß nicht sehr viel über den Iran. Vor der Revolution war es eines fortschrittlichsten Länder der Region. Allerdings läuft der Umsturzversuch nach Standardschema ab. NGO‘s, die mittlerweile verboten sind, haben den Samen der Zwietracht gesägt. Agenten westlicher Geheimdienste schüren den Unmut in der Bevölkerung und organisieren Proteste. Bei Demonstrationen schießen Schafschützen (westliche Geheimdienste) gezielt in die Masse der Protestierenden. Diese fühlen sich dann durch eigene Polizei und den Staat angegriffen. Das Ganze soll dann zum Bürgerkrieg führen (siehe Syrien und Ukraine). Soweit Schema F. Blöd wird es nur, falls sich Russland oder China einmischen. Die beiden versauen dann den schönen Plan. Zu erwähnen bleibt nur noch die Dauerberichterstattung durch westliche Medien, welche schweren Verbrechen das jeweilige Regime gerade begangen hat.
Ich glaube, dass ihre Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen sind. Aber bitte schön, sie können sicher einen seriösen Link vorweisen, der diese Behauptung stützt.

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skeptikerjörg 02.01.2018, 14:57
8.

Zitat von nathan.brander
ich glaube 2005 oder 2006 fingen die internationalen (auf initiative des "westens") saktionen gegen den iran an - seit 2012 sind geldtransfers zwischen dem iran und der EU nicht mehr möglich ... wen wunderts, daß die wirtschaftliche entwicklung des irans inzwischen darnieder liegt ...
Aber trotz den bösartigen Sanktionen des Westens hatte und hat der Iran Geld genug, nukleare Waffenforschung zu betreiben, immer neue Mittel- und Langstreckenraketen zu entwickeln, mit Milliardenbeträgen die terroristischen Hisbollah, Hamas, die Huthi-Rebellion gegen die rechtmäßige Regierung im Jemen, Bashar al-Assad in Syrien zu unterstützen und aktiv mit Truppen im Syrienkrieg mitzumischen. Ursache und Wirkung lassen sich da nicht so klar auseinander halten.

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Fariba 02.01.2018, 14:58
9. Ruhani

Iran ist eins der Länder mit der höchsten pro-Kopf-Rate an Todesstrafen-Vollstreckungen, die meisten Häftlinge werden wegen Drogendelikten gehängt. 2016 wurde ein Minderjähriger wegen Homosexualität gehängt.
Viele andere Delikte können laut Gesetz ebenfalls zur Todesstrafe führen, darunter: „Ehebruch“ (betroffene Frauen sind oft Vergewaltigungsopfer), Alkoholmissbrauch, Schmuggel oder Gotteslästerung.

Schon lange vor seiner Amtsübernahme war Ruhani in Verbrechen des Regimes verstrickt. Zwei Beispiele:
Von 1989 bis 2005 war er der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. In diese Zeit fallen mehrere vom Regime in Auftrag gegebene Morde, darunter das Mykonos-Attentat in Berlin 1992, bei dem vier exiliranische Oppositionelle erschossen wurden.
Ein Jahr später beschloss der Nationale Sicherheitsrat des Iran das Bombenattentat gegen das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires: 85 Menschen wurden ermordet, mehr als 300 verletzt.

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