Forum: Politik
Tea-Party-Blockierer: Feinde im System

Sie verachten Kompromisse, politisches Miteinander interessiert sie nicht:*Die*radikale Tea-Party-Bewegung hat im US-Schuldenstreit gezeigt, wie Demokratie in ihrer aggressivsten Form ein ganzes Land blockieren kann. Doch am Ende werden die Erzkonservativen scheitern - am Wähler.

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Horatio Caine 01.08.2011, 13:05
30. Winner-Take-All Politics

Das was dort in den USA und insbes. in Washington stattfindet, ist nichts anderes als der Höhepunkt eines 30-Jahre-Feldzugs der Superreichen-Lobby.
Mit diesem "Kompromiss", der keine Steuererhöhungen beinhaltet, tritt deutlich hervor, dass der amerikanische Staat dem nichts mehr entgegenzusetzen hat und handlungsunfähig ist. Republikaner aber auch Demokraten (unter Clinton) und jetzt auch Obama und die Tea Party Bewegung sind nichts anderes als Schachfiguren auf der Spielwiese der Superreichen.

Wer was gutes lesen will, dem kann ich das hier nur empfehlen:
http://www.amazon.com/Winner-Take-Al.../dp/1416588698
Das Englisch in dem Buch überfordert nicht. Die deutsche Übersetzung wird wohl noch auf sich warten lassen.

Die USA kann man abschreiben, das ist nurmehr eine oligarche Plutokratie unter dem Deckmäntelchen einer Demokratie.

Bleibt nur noch zu verhindern, dass das auf Europa und Deutschland übergreift. Wehret den Anfängen.

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cheechago 01.08.2011, 13:05
31. calvinistischer Sozialdarwinismus und Armageddon als Politikprinzip

Man lese das Parteiprogramm der "fundamentalistischen" Christen der Tea-Party: Das Alte Testament.

Ich meine damit nicht gläubige Christen, aber was sich dort bei der Tea-party versammelt sucht sich die Bibelzitate aus wie sie gebraucht werden.
Sie etablieren damit einen calvinistischen Sozialdarwinismus
und erheben Armageddon als Politikprinzip.
Wer das Volk an den Rand des Abgrunds bringt sollte vor allem eins tun: Buße...

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fordp 01.08.2011, 13:06
32. so ein blödsinn...

Zitat von DrlabUV
Ansonsten sehen wir allerdings immer, wie sozialistische Geldverschwendung ganze Länder und die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund treibt.
...der großteil der schulden in den usa haben die konservativen selbst verschuldet.
sie sollten zuerst recherchieren und nicht reflexartig so einen schmarrn verbreiten.
tea party anhänger?

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kaminister 01.08.2011, 13:06
33. wieso?

Zitat von misca
Das was dort passiert, hat mit Demokratie fast nichts mehr zu tun.
Das was die Tea-Party in den Verhandlungen durchgezogen hat, ist EXAKT wofür sie gewählt wurde. Verstehe die Aufregung nicht.

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Hubert Rudnick 01.08.2011, 13:09
34. Obama

Zitat von spiegel-hai
ich glaube nach wie vor, für die Tea-Party-Leute heißt das Hauptproblem "Obama". Man braucht sich doch nicht einzubilden, unter McCain wäre die Verschuldung nicht weiter gestiegen.
Sie sehen das ganz richtig, diese Vertreter der Tea-Party können es nicht ab, dass sie von einem schwarzen Demokraten regiert werden und darum haben sie gleich mit der Wahl begonnen eine negative Stimmung zu verbreiten.
Ansonsten sind diese Anhänger auch nur die äußersten Neoliberalen die es gibt.
Sie wollen nichts zum Besseren des eigenemn Land verändern, sie wollen alles liberale und soziale vernichten und das nur zu Gunsten einiger wenigen.
Wenn sie sich wirklich für die Gesellschaft hätten stark machen wollen, dann hätten sie die Bushzeit besser genutzt.

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felix_bach 01.08.2011, 13:09
35. .

Das ist eine Forderung mit der man vielleicht uebereinstimmen kann als Demokrat aber sie vergessen die anderen Forderungen bzw. aAblehnungen, die aus der Teapartie eine Partei der Egoisten und Zerstoerer macht.

Zitat von Herbert Prand
Eine der Forderungen der Tea "Sie will den Staat in den Bankrott treiben, koste es was wolle", so der Artikelschreiber. Es passt zum Stil des Artikels, dass die Forderung nach einem ausgeglichenen Haushalt gleichbedeutend mit der nach einem Bankrott sein soll. Natürlich ist es exakt umgekehrt. Diese Neigung zu Zahlen-, Tatsachenfälschungen und Feindpropaganda weckt böse Erinnerungen.

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fordp 01.08.2011, 13:10
36. auch ihnen sei gesagt...

Zitat von HomeY
Statt an der Tea Party herumzunörgeln sollten wir uns viel eher damit beschäftigen, was diese Graswurzelbewegung in den Vereinigten Staaten so groß gemacht hat. Vielleicht hat es ja gerade mit der Prinzipientreue der Anhänger dieser....
...das die meisten schulden auf das konto der konservativen gehen.
aber bei den teebeuteln ist selber denken ja nicht so angesagt.
durchgeknallte fundamentalchristen und creationisten ohne hirn.

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HomeY 01.08.2011, 13:10
37. Margaret Thatcher, Sarrazin und die Tea Party

Zitat von Altesocke
Das was die Tea-Partisanen zuwenig an ihre Wiederwahl denken, denken unsere gewaehlten zu viel an ihre Wiederwahl(en).
Ich wünsche mir seit langem mehr Politiker mit echtem Rückgrat, die nicht (wie Frau Merkel) und die gesamte Führungsriege der FDP beim kleinsten Gegenwind einknicken (Eurorettung, Atomausstieg, Stuttgart 21). Man nehme sich ein Beispiel an der großartigen Margaret Thatcher, die mit eiserner Härte und Kompromisslosigkeit einen damals kaum noch zu rettenden Wohlfharts- und Gewerkschaftsstaat in die Schranken gewiesen hat. Warum fehlen uns solche Leute im Berliner Politikbetrieb? Ich sage nur: Sehet was mit Sarrazin passiert ist und Ihr werdet verstehen!

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redkiller 01.08.2011, 13:11
38. Ich beglückwünsche den Spiegel zu dem Beitrag,

Zitat von sysop
Sie verachten Kompromisse, politisches Miteinander interessiert sie nicht:*Die*radikale Tea-Party-Bewegung hat im US-Schuldenstreit gezeigt, wie Demokratie in ihrer aggressivsten Form ein ganzes Land blockieren kann. Doch am Ende werden die Erzkonservativen scheitern - am Wähler.
Ich beglückwünsche den Spiegel zu dem Beitrag, er könnte so direkt von Obama stammen oder einer der politischen Schmieren-Kampagnen gegen die Demokratische Alternative gegen Obama und seiner Partei. Der Spiegel braucht keinen Journalismus mehr, denn der Beitrag zeigt die Verachtung des Spiegel gegenüber der Intelligenz der eigenen Leserschaft.

Obama selbst hat Steuererleichterungen für Reiche als Teil seines Konjunkturpaketes auf den Weg gebracht, noch von einem Demokratisch beherrschten Kongress , auch hat er komischer Weise die Beteiligung der Reichen nicht letztes Jahr gefordert, wo er hätte es durchsetzen können, sondern dieses Jahr wo er wußte das die Republikaner egal ob Tea-Party oder nicht keine Steuererhöhung zustimmen werden. Auch darf ich darauf verweisen das wenn man echten Journalismus in Washington betreibt, man selbst von der Obama -Seite zu hören bekommt das Steuererhöhung auch für Reiche in den nächsten eineinhalb Jahren für ihn nicht in Frage kommen, weil dies die Konjunktur gefährden würde.

Auch sollte man aufpassen die Tea PArty als Radikal zu bezeichnen, denn dies wird den wirklich Radikalen in den USA und der Welt nicht gerecht. Hinzu kommt das auf der anderen Seite des Politischen Spektrums es eine MoveOn Bewegung gibt , die man dann als Links-Radikal bezeichnen müsste.

Auch das Argument Obama der Gute , der sich für Schulen usw. einsetzt ist lächerlich. Denn vielfach geht es nicht um die Kinder sondern Lehrergewerkschaftsinteressen, die in den USA mit dafür verantwortlich sind, das das dortige Bildungssystem nicht in der breite erfolgreich ist.

Auch darf ich daran erinnern das die USA um einiges föderaler organisiert sind, als Deutschland . Das heißt um die Reichen zur Kasse zu bitten brauchen Demokraten in den Bundesstaaten nicht erst ein Gesetz aus Washington , sondern sie haben zu Teil eigene Steuererhebungsmöglichkeiten. Hinzu kommt, das das Aufkommen keines der Probleme wirklich löst, sondern neue schafft. Denn die Reichensteuer sollte sie wirklich einen Signifikaten Ertrag erbringen müsste bis tief in den Mittelstand gehen. Hinzu kommt das sich das Gesamtaufkommen der Steuereinnahmen verringern kann, wenn nun GEwinne nicht mehr ausgewiesen werden oder man Steuervermeidungsstrategien noch intensiver anwendet, wie etwa Auslagerung von Unternehmensteilen, geringere Gewinnausschüttungen usw. Die Unzufriedenheit der Wirtschaft mit Obama ist in den USA keine Medial geschürte wie in Deutschland, sondern Obama versteht nichts von der Wirtschaft. Während die Deutsche Kanzlerin oder der Französische Präsident immer mit vollen Auftragsbüchern aus Auslandsreisen zurück kehren, unterzeichnet Obama irgendwelche Verträge, wo man mit Zahlen nur um sich wirft, aber Konkretes springt dabei nicht raus.

Auch darf ich daran erinnern das viele Forderungen der Tea-Party selbst in Deutschland quer durch alle Parteienzustimmung finden. Wie etwa die Schuldenbremse , die im Bundestag wie im Bundesrat mit zwei Drittel Mehrheit verabschiedet wurde.

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onkel_e 01.08.2011, 13:11
39. Zustimmung

Zitat von HomeY
Statt an der Tea Party herumzunörgeln sollten wir uns viel eher damit beschäftigen, was diese Graswurzelbewegung in den Vereinigten Staaten so...
Vielen Dank für diesen Beitrag. Kann man denke ich kaum besser sagen!
Hinzufügen möchte ich noch, dass mir das populistische Gekeifer des Artikelschreibers ziemlich aufgestoßen ist. Das erinnert an vergangene dunkle Zeiten.

Authentizität ist hier das Zauberwort. Wähler sind eben doch nicht alle blöd! Notwendige wenn auch harte Korrekturen sind eher zu ertragen wenn Sie von Politikern kommen die für Ihre Meinung eintreten nicht für die Wiederwahl. Das ist Demokratie in iher reinsten Form!
"Aus faulen Eiern (Kompromissen) werden keine Kücken"
Wilhelm Busch
Tea Party auch in Deutschland!

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