Forum: Politik
#TeamGinaLisa: Affekt-Justiz

Für die feministische Bewegung ist der Fall schon vor dem Gerichtsurteil klar: Das Model Gina-Lisa Lohfink ist vergewaltigt worden. Dass sie wesentliche Teile ihrer Geschichte möglicherweise erfunden hat, spielt für die SchnellrichterInnen keine Rolle.

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pimpipump 20.06.2016, 14:08
10.

gina-lisa lohfink ist keine schauspielerin.

auch wenn ich dem autor keine boshaftigkeit unterstellen möchte, so wirkt dieser irrtum im gegebenen kontext nun doch mehr als unglücklich.

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kayakclc 20.06.2016, 14:08
11. Laienjury

Laienjury ist das richtige Wort in diesem Artikel. Da wird ein Fall, der scheinbar eindeutig ist, aber erst auf den zweiten Blick weniger klar, von einer Lobby für ihre Botschaft missbraucht. Frau Lohfink scheint gute Betrater zu haben, die die derzeitige Aufgeregtheit vorzüglich für ihre zwecke zu nutzen verstehen. Am Ende werden alle zu Trittbrettfahrer und maßen sich an, sich ohne genaue Kentniss der kompletten Fakten, wie sie der Staatsanwaltschaft, der Polizei und dem gericht vorliegen, eine Fernurteil an, das von den eigenen politischen "Vor-Urteilen" geprägt ist. Besserwisserische Medien gibt es schon immer. Aber im Strafrecht ist das "In dubio pro reo" der Kern eine Rechtsstaats. Wir müssen akzeptieren lernen, dass ein Rechtsstaat, besonderen wenn er von der Politik mit viel zu wenige Mitteln ausgestattet ist, auch immer zu Fehlurteilen neigt. Wer will verantworten, dass viel Leute unschuldig verurteilt werden, weil dieser Grundsatz aufgegeben wird. Herr Maas und Frau Schwesig haben ein im Prinzip richtiges Anliegen. Nur der Fall Lohfink kann sich schnell als etwas völlig anders darstellen, als er unter Unkenntnis der Fakten in der Presse erscheinen mag.

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Ambrosicus 20.06.2016, 14:09
12.

Eigtl. war ja schon der Kachelmann-Prozess ein Präzedenzfall. Offenbar ist zumindest Frau Schwarzer jetzt etwas kleinlauter geworden oder man hört von ihr mangels Bedeutung oder wegen BILD-Paywall nx mehr von ihr.

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hyperlord 20.06.2016, 14:12
13.

Zitat von GSYBE
....nicht erfunden hat, spielt für Hern Fleischhauer keine Rolle.
Sie verstehen es einfach nicht: es ist völlig unerheblich, was für wen eine Rolle spielt.
Ausschlaggebend sollte am Ende sein, zu welchem Urteil die Justiz in diesem Fall kommt.

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SarahMue 20.06.2016, 14:12
14.

Wie so oft beziehen die Twitterschreihälse eindeutig Stellung. Schon der Vorwurf einer bestimmten Tat gilt als deren Beweis. Zum Glück sind die Menschen keine Richter. Für jeden Prozess gilt: "im Zweifel für den Angeklagten". Dass in diesem Fall eindeutige Zweifel angebracht sind, wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Insofern ist das Urteil absolut berechtigt. Der Angeklagte wurde für eine Tat die nicht bewiesen werden konnte, freigesprochen und für die beweisbare Tat (das Hochladen) verurteilt. Es spricht sehr viel dafür, dass Frau Lohfink jemanden zur Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigt hat. Solch ein Verbrechen müsste viel härter bestraft werden. Wer bereit ist jemanden unberechtigt ins Gefängnis zu schicken, sollte dort selber landen. Falschbeschuldigungen schaden den Frauen die wirklich vergewaltigt wurden.

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Atheist_Crusader 20.06.2016, 14:12
15.

Zitat von roger_woters
Es ist wohl auch für die Presse besser, dieser Frau nicht so viel Beachtung zu schenken und damit noch unsere eh schon in der Kritik befindliche Justiz zu destabilisieren,
Wenn die Justiz Kritik verdient, dann verdient sie keinen Schutz davor. Ein gutes Rechtssystem muss mit sowas klarkommen - und ein schlechtes muss reformiert werden.

Vollkommen unabhängig davon, was man von Frau Lohfink oder ihrem Fall hält.

Dass sie eine B-Prominente mit einem gewissen Ruf ist und anscheinend auch kein besonders angenehmer Mensch, darf keinen Einfluss darauf haben ob und wie ihr Recht widerfährt. Einzig ihr Verhalten darf das.

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volker.trimkowski 20.06.2016, 14:13
16. Oje Fleischhauer

bitte ziehen Sie sich warm an. Der Shitstorm hier wird gigantisch werden. Und dabei fordert der arme Kerl nur eine rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit, nämlich dass eine Anklage noch keine Verurteilung ist und dass die Angeklagten bis zu einer solchen als unschuldig zu gelten haben.

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heindeburk 20.06.2016, 14:14
17. Warnung des Autors ist berechtigt

Vergewaltigungen müssen sehr hart bestraft werden. Basis dafür ist das Recht, angewandt durch die Justiz. Diese irrt manchmal. Das ist furchtbar und muss minimiert werden. Es ändert aber nichts an der Notwendigkeit einer juristischen Prüfung. Wer in der Strafgerichtsbarkeit Erfahrung hat, weiß: Falschbeschuldigungen mit sexueller Konnotation gehören zum Standardrepertoire der kriminellen Szene und werden zudem von Einzelpersonen (oft aus aus Rachsucht sogar bei scheinbar geringfügigen Schäden) eingesetzt. Die Warnung des Autors ist angebracht. Die Gerichtsbarkeit muss entscheiden, niemand sonst.

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take5 20.06.2016, 14:15
18.

Zitat von GSYBE
....nicht erfunden hat, spielt für Hern Fleischhauer keine Rolle.
Steht eindeutig im Beitrag, dass Gerichte dafür zuständig sind dies festzustellen und nicht irgendein virtueller Mob.

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kratzdistel 20.06.2016, 14:16
19. im namen des volkes

wir haben eine unabhängige justiz die an recht und gesetz gebunden ist. für Gerichtsverhandlungen gilt der Grundsatz der Öffentlichkeit.die verdächtigen wurden frei gesprochen nach der alten Rechtslage, weil wohl keine nötigungshandlung vorlag.für den jetzigen vorwurf der falschen Verdächtigung muss der beschuldigten nachgewiesen werden, dass sie trotz einvernehmlichen sex , die männer der vergewaltigung angezeigt hat.
die anklage darf nur bei hinreichendem tatverdacht zu-gelassen werden. die neinregelung gab es zur tat noch nicht, deshalb haben die Feministinnen zu früh präjudiziert. weil die urteile im namen des volkes ergehen
unterliegen sie auch der Bewertung der Öffentlichkeit. deshalb ist die kritik auch hinzunehmen. in den USA urteilen sogar die laien und nicht dfie richter.

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