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Terminkollision mit Europawahl: Brüssel fürchtet Chaos bei verlängerter Brexit-Frist
DPA

Sollte der Brexit-Deal im britischen Parlament sterben, könnte man den EU-Austritt des Landes aufschieben - das wird derzeit in Brüssel und London diskutiert. Doch dann droht noch größeres Durcheinander.

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citi2010 15.01.2019, 14:38
1.

Ich hoffe man nimmt sich jetzt nicht in Brüssel vor den englischen Schlamassel für die Engländer zu lösen.

EU27 - UK ist raus und das ist gut so.

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Analog 15.01.2019, 14:39
2. Aufschieben? Warum?

Um dann drei Monate später die selbe Diskussion zu führen, oder glauben die Briten, dass die EU in dieser Zeit auf alle Forderungen eingeht?

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mwroer 15.01.2019, 14:47
3.

Warum soll das von einem zweiten Referendum abhängen? Das Referendum ist per se nicht mal rechtlich bindend für die Regierung in London - also was hat das mit irgendwelchen Fristen zu tun?

Alle anderen Gründe verstehe ich ja gerade noch so, wobei die Verlängerung und das ganze Theater mir persönlich gegen den Strich geht weil andere Staaten darunter 'leiden'. London hatte 2 Jahre Zeit. Es kann doch bald nicht angehen dass man sich während der Zeit in der EU ständig die Rosinen gesucht hat und Sonderbehandlung forderte und das jetzt mit dem Austritt wieder passiert.

Das UK wird seinen Weg gehen, die EU auch - dann halt mit 'hartem' Ende. Ist jetzt auch nicht der Weltuntergang (für keinen von beiden) sondern erfordert in den Wochen danach allenfalls etwas mehr gesunden Menschenverstand.

Der wird sich doch noch finden lassen.

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Atheist_Crusader 15.01.2019, 14:49
4.

Eine Verlängerung würde gar nichts besser machen.

Zwei Jahre haben nicht gereicht um das Thema abzuhaken, ganz einfach weil man sich weder klar noch einig werden kann was man will, noch zu begreifen scheint dass für Leistungen angemessene Gegenleistungen erwartet werden. Das wird sich so schnell nicht ändern.
Großbritannien in seinem jetztigen Zustand ist kein Fall für die EU sondern für den Therapeuthen. Dieses Chaos wird sich in einigen Wochen selbst aus der EU entfernen und da sollten wir froh sein. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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Kurt2.1 15.01.2019, 14:49
5. .

Das große Durcheinander ist schon lange da. Es ist egal, wie lange Frau May irgendwas nach wohin verschiebt, sie wird verlieren.
Es hat nichts mit Zahlen, mit Exporten und nichts mit der City zu tun.
Es ist der Nationalstolz, der die Mehrzahl der Briten aus der EU treibt.
Man will wieder zu alter Größe wachsen und gibt der EU die Schuld am eigenen Niedergang. Dabei zeigt der Brexit, dass die Briten ganz alleine schon nix gebacken kriegen. Also, viel Glück auf allen Wegen, kann ich nur sagen. Aber geht jetzt endlich. Ich das Wort Brexit nicht mehr hören und wir haben anderes zu tun, als ständig hinter den Briten herzulaufen.

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Thinal 15.01.2019, 14:56
6.

Das Europäische Verfassungsgericht hat doch festgestellt, dass die Briten den Austritt einseitig abblasen können. Wenn sie das nun tun und drei Monate später erneut den Austritt erklären, hätten Sie doch mehr Zeit als sie brauchen sollten, ihren Kram zu regeln. Nicht schön, aber aus ihrer Sicht machbar, oder übersehe ich was?

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jojack 15.01.2019, 14:57
7. Referendum respektieren

Es spielt keine Rolle, ob wohlmeinende Kontinentaleuropäer die Briten innerhalb der EU besser aufgehoben fänden. Das Volk hat eindeutig entschieden. Und so sehr ich den Austritt der Briten bedaure: nur der „no deal“ entspricht dem Ergebnis des Referendums. Eine zweite Volksbefragung würde die britische Demokratie dauerhaft massiv beschädigen.

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ovhaag 15.01.2019, 14:58
8. Wiedereintritt?

Vielleicht würde es Sinn machen den Briten nach einem Ausscheiden ein Recht einzuräumen sich nach Neuwahlen oder einem zweiten Referendum innerhalb einer kurzen aber ausreichenden Frist von e.g. 1/2 Jahr umzuentscheiden und zu den alten Konditonen wieder einzutreten? Um Chaos zu vermeiden müssten die Briten dann nur für klar befristete Zeiten Kompromissen zustimmen. Für das 1/2 Jahr könnte der ausgehandelte Brexit Deal gelten. Für die restliche Legislaturperiode von Widereintritt bis bis zur nächsten Europawahl müssten sie mit den 46 Reservesitzen auskommen.

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cirus27 15.01.2019, 15:01
9. so schiebt man die wirtschaft an...

...mit weiteren 3 oder 6 oder (?) monaten unsicherheit.
das wird nur noch von d trump mit seiner unvergleichlichen
twitterfurzerei übertroffen - jeden tag was neues bzw. auch
schon mal das gegenteil. ruas oder drinbleiben, mit oder
vetrag, basta. dann kann man wenigstens (endlich!) anfangen,
die konsequenzen aufzufangen.

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