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Terror im Irak: Dschihadisten nehmen 48 Geiseln in türkischem Konsulat
REUTERS

Dschihadisten im Nordirak haben die türkische Vertretung in Mossul gestürmt und 48 Geiseln genommen - darunter den Konsul. Auch in die Stadt Tikrit sind die militanten Islamisten eingedrungen.

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mwroer 11.06.2014, 16:05
20.

Zitat von ein-berliner
Die Türken werden bald die Nato zur Hilfe auffordern denn sie sind angegriffen worden! Der Verteidigungsfall ist gegeben, Erdogan wird den Krieg ausrufen. Das kleine Problem für die Nato ist nur der Gegner, staatenlose Krieger unterliegen nicht der Genfer Konvention. Dem Türkenfürsten wird dies aber egal sein, ein Gesichtsverlust ist nicht vorgesehen.
Sie wissen schon das Mossul im Irak liegt oder? 'Irak' klingt nicht nur anders als 'Türkei', es ist auch ein ganz anderes Land. Vielleicht lesen wir nochmal wann der Verteidigungsfall eintritt.

Tipp am Rande: Ein Konsulat ist kein exterritoriales Gebiet. Botschaften - auch wenn es Ihnen in der Schule falsch beigebracht wurde - sind ebenfalls kein exterritoriales Gebiet. Sie unterliegen nur einem besonderem Schutz (Art. 22 WÜD). Mehr nicht.

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Rezet 11.06.2014, 16:09
21.

Die gleiche Vorgehensweise wie in Syrien, nur das hier unsere Medien das ganze nicht so rosarot sehen und auch über die Ablehnung dieser Gruppen in der Bevölkerung berichten.
In Syrien wurden auch alle nichtsunnitischen Heiligtümer und Grabstätten geplünder und verwüstet (per Bulldozer oder gleich mit Sprengstoff) und Jagt auf Nichtsunniten gemacht, nur hat man dort die Taten meist totgeschwiegen.
Fazit: Peter Scholl-Latour hat mal wieder zu 95% richtig gelegen mit seiner Vorraussage zu dem Konfliktverlauf bei den Kriegen im Irak, Lybien und Syrien.

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Jan2607 11.06.2014, 16:09
22. Eben nicht

Zitat von ein-berliner
Die Türken werden bald die Nato zur Hilfe auffordern denn sie sind angegriffen worden! Der Verteidigungsfall ist gegeben, Erdogan wird den Krieg ausrufen. Das kleine Problem für die Nato ist nur der Gegner, staatenlose Krieger unterliegen nicht der Genfer Konvention. Dem Türkenfürsten wird dies aber egal sein, ein Gesichtsverlust ist nicht vorgesehen.
Nein, es liegt kein Verteidigungsfall vor.
Es wurde ja die Türkei selbst nicht angegriffen, sondern "nur" deren Konsulat in einem ganz anderen Land.
Wenn es danach ginge, hätten die USA 1979 auch den Verteidigungsfall ausrufen können, als ihre Botschaft in Teheran besetzt wurde.
Ein Angriff auf ein Konsulat zählt also nicht.

Aber wozu sich überhaupt erkundigen, was die Begriffe bedeuten, mit denen man um sich wirft, wenn man doch viel besser so eine Verschwörung hinter dem ganzen wittern kann?

Übrigens denke ich nicht, dass die USA sich hier sonderlich rühren werden. Dem Irak haben sie gerade den Rücken gekehrt. Zurück will man nicht.
Höchstens schickt die US-Regierung die Delta Force zur Unterstützung bei der Geiselbefreiung.

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dummermensch 11.06.2014, 16:10
23. Nicht denken, nachdenken....

Zitat von harry099
hätten demokratie, freiheit und frieden in den irak gebracht.
...diese Menschen leben noch im Mittelalter oder davor. Demokratie, Freiheit und Frieden gab es da noch nicht.

Nur die alten Griechen kannten diese Begriffe.

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gast2011 11.06.2014, 16:10
24. hmmm

Zitat von Bernd.Brincken
Dass die USA vieles falsch machen, sollte nicht dazu verleiten, diese Diktatoren schön zu reden. Man muss auch die Verläufe in den Ländern einzeln betrachten: Bei den arabischen Aufständen (Ägypten, Libyen, auch Jemen und Tunesien) war es durchaus eine Mehrheit der Menschen vor Ort, die zum Umsturz der alten Machthaber führte. Ob das Ergebnis immer dann ein Rückschritt ist, wenn wir die neuen Strukturen nicht verstehen bzw. diese nicht unserer Konzeption folgten - gern "Chaos" genannt - das mag jeder für sich klären. Kritik an den US-Kriegen in Irak und Afghanistan ist dann berechtigt, wenn man ansonsten unterscheiden kann, wo die USA wirklich Einfluss, und damit Verantwortung, haben, und wo sie nicht die zentrale Rolle spielten.
aber die usa und ihre taten schön reden? die usa hat überall einfluss und die finger im spiel wo sie geld verdienen/erganern kann. der umsturz dieser machthaber funktionierte aber nur weil die usa diese machhaber fallen lies. die sie aber zuvor für ihre zwecke "installiert" haben. irgendwie vertrauen noch immer zuviele menschen den usa, darum haben wir auch an sovielen orten krieg. irgendwann wird wacht mach auf und man erkennt, dass die usa der kriegstreiber nummer eins ist und der weltweite terror auf den taten der usa gewachsen ist.

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Moltkederältere 11.06.2014, 16:10
25. Kein Nachteil

Zitat von ein-berliner
Die Türken werden bald die Nato zur Hilfe auffordern denn sie sind angegriffen worden! Der Verteidigungsfall ist gegeben, Erdogan wird den Krieg ausrufen. Das kleine Problem für die Nato ist nur der Gegner, staatenlose Krieger unterliegen nicht der Genfer Konvention. Dem Türkenfürsten wird dies aber egal sein, ein Gesichtsverlust ist nicht vorgesehen.
Wenn die staatenlosen Krieger nicht der Genever Konvention überliegen, sehe ich darin keinen Nachteil. Im Gegentum.

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Dafragtmansich.. 11.06.2014, 16:11
26. Dschihad...

DSCHIHADISTAN...jetzt dank USA! Top gemacht ihr Weltkrieger!

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curti 11.06.2014, 16:11
27. Ein weiteres.......

Zitat von sysop
Dschihadisten im Nordirak haben die türkische Vertretung in Mossul gestürmt und 48 Geiseln genommen - darunter den Konsul. Auch in die Stadt Tikrit sind die militanten Islamisten eingedrungen.
....Beispiel dafür, daß der "war on terror" nur zu noch mehr Terror führt!

Und genau darin dürfte die eigentliche Zielsetzung der US-Oberen liegen, stellt diese Strategie doch sicher den Rest der Welt in Unfrieden zu halten und so leichter zu seinen Gunsten operieren zu können.

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t.h.wolff 11.06.2014, 16:14
28.

Ich habe vor rund zehn Jahren einmal prognostiziert, daß man sich im Irak eines Tages die Baath-Partei zurückwünschen würde. Nachdem zunächst die gesamte christliche Minderheit aus dem Land vertrieben worden ist - übrigens vollständig unter dem Radar der westlichen Leitmedien - und das Land nun im totalen Chaos eines failed state versinkt, ist der Zeitpunkt da.

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sysiphus-neu 11.06.2014, 16:15
29. selbst verschuldet

Assad hatte schon voriges Jahr eine dringende Warnung nach Ankara geschickt. Er prophezeite damals, dass die von der Türkei unterstützten Terroristen irgendwann nicht nur in Syrien kämpfen werden, sondern auch für ihre Protegees zum problem werden. Jetzt ist es zum ersten mal soweit.
Erdogan hat mit seiner verfehlten Politik ein klassisches Eigentor geschossen - und es wird nicht das Letzte sein.

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