Forum: Politik
Terror im "Islamischen Staat": Als Sittenwächterin in Rakka
REUTERS

Vor dem Syrien-Krieg war Chadidscha Grundschullehrerin - im "Islamischen Staat" wurde sie Sittenwächterin. Als sie mit einem Kämpfer verheiratet werden sollte, flüchtete sie. Jetzt erzählt sie ihre Geschichte.

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baba01 06.10.2014, 14:38
1. Ich würde sagen

vorher das Hirn einschalten... wenn überhaupt je eines da war...

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sardur 06.10.2014, 14:52
2.

Jetzt werden sich bestimmt bald die Foristen melden, die meinen: Zu spät! Da hat sie jetzt eben Pech gehabt - mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Für mich aber sind solche Menschen einfach nur Opfer des Anspruches der Religionen und ihrer Vertreter, über das Leben der Menschen zu bestimmen. Ich nehme das Christentum hier definitiv nicht aus. Die Geschichte des Papsttums könnte hier ebenso herangeführt werden, wie aktuelle Entwicklungen in evangelikalen Gruppierungen und auch im erzkonservativen Judentum. Wir sitzen nach wie vor noch im Glashaus und seit dem "Kreuzzug" des Herrn Bush brauchen wir uns über Gegenbewegungen auch nicht zu wundern.

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suppenkoch 06.10.2014, 15:02
3.

Sie hat ja auch so lange mitgemacht, bis es ihr selber quasi an den Kragen ging, als sie verheiratet werden sollte. Vorher hat sie das Elend gesehen, dem sie selber gedient hat, aber Macht und Geld waren dann doch stärker. Von daher ist es das übliche, dass die meisten Menschen erst aufwachen, wenn es direkt neben ihnen knallt. Sie hat sich gerade noch rausgewunden, das Glück hatten andere nicht und sie war wahrscheinlich zum Teil daran beteiligt.

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dannyinabox 06.10.2014, 15:07
4. Jetzt haben sie Angst

Klar doch, als alles noch bestens lief war alles gut mit ihrer "Macht". Jetzt, nachdem sie wohl 1+1 zusammengezählt hat, flüchten die die noch nicht ganz so fanatisch sind. Für mich sind das Terrortouristen die dann klangheimlich das weite suchen weil es mit der Terror-Karriere nicht ganz so geklappt hat.

Die Familie hat sie aber bei den IS Leuten gelassen. So läuft das.

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Shivon 06.10.2014, 15:09
5.

Ich will gar nicht wissen, wie viele Menschen hier in D leben, die sich so leicht instrumentalisieren lassen...

Zwar finde ich es schön, dass die Frau geflohen ist, aber sie war trotzdem ein Teil des Systems.

Ich stimme den Foristen zu: Hirn einschalten und darüber nachdenken, wie man am besten mit seinem "Nachbarn" leben kann.
Wenn man dafür anstatt einen gesunden Menschenverstandt Religion braucht...

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UdoL 06.10.2014, 15:15
6.

Schöner Hinweis darauf, dass die sog. Flüchtlinge möglicherweise nicht anders sind als diejenigen, die in den fraglichen Regionen die Macht haben. Das kommt mir in der aktuellen Diskussion generell zu kurz.

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heinrich-wilhelm 06.10.2014, 15:17
7. Mitleid?

Nun ja, es fällt schwer so etwas wie Mitleid mit dieser Frau zuhaben. Hat sie es denn in Rakka als "Sittenwächterin"anderen Frauen gegenüber gezeigt? Sie mag ja jetzt von einem unbeschwerten Leben als junge Frau träumen, aber diese Chance hat sie trotz aller guten Voraussetzungen, die sie hatte, verspielt. Jede/ der muss für ihre/seine getroffenen Entscheidungen geradestehen. Sie kann glücklich sein,dass sie diesen mörderischen Verbrechern entkommen ist.

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EMeki 06.10.2014, 15:23
8. Perspektivlosigkeit

Es ist die Perspektivlosigkeit und das Verlangen nach Macht über andere, die diese Menschen antreiben, das scheint sicher. Oder etwas einfacher, das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Wie anders kann man sich erklären, dass junge Muslime sich vor den Rechner setzen und mit Personen aus Tunesien und Co. chatten. Die Idee, Andere zu kontrollieren, gar über sie zu entscheiden, scheint Neugier und Interesse zu wecken, bestärkt durch den Irrglauben, Allah belohnt solch ein Verhalten. Das nun radikale Islamisten bei der Missionierung leichtes Spiel haben, liegt wohl zum Teil auch daran, dass sie denen eine Perspektive in diesem Machtvakuum bieten, das in Syrien durch Assad und im Irak nach Abzug der Amerikaner entstanden ist.

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archi47 06.10.2014, 15:31
9. stell dir vor, es ist Relgion - und keiner geht hin!

Wer derzeit im TV die Talkshows sieht, der findet dort vom Islamismus "geläuterte" Frauen, die aber streng das Kopftuch tragen. Es wird nicht klar, ob sie Angst vor Repression haben, wenn sie es ablegen, oder ob die Läuterung doch nur an der Oberfläche blieb.
Religion, vor allem die Offenbarungsreligionen hatten zu keiner Zeit was Verbindendes - es sei denn die Chefs haben miteinander kokettiert. Sie hatten, weil das Trennende Herrschaftsinstrument ist, immer trennenden Charakten. Ich warte eigentlich schon zu lange, daß hier auf allen Seiten Einsicht einkehrt und Religion diesen Anspruch endlich verliert.

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