Forum: Politik
Terror in Paris: Am Telefon mit den Tätern
BFMTV

Zwei der drei Attentäter von Paris haben mit Journalisten gesprochen: Veröffentlichte Tonmitschnitte geben nun Auskunft über den Inhalt der Telefonate. Wenige Stunden nach den Gesprächen waren die jungen Männer tot.

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Eduschu 10.01.2015, 16:41
1.

"Wenige Stunden nach den Gesprächen waren die jungen Männer tot." So was kann passieren, wenn man andere Menschen bereits umgebracht hat. Dass Journalisten ein besonders widerwärtiges Gschwerl sein können, lässt sich an diesem Artikel allerdings auch gut sehen. Es war bekannt, dass sich in der Druckerei noch weitere Menschen aufhalten, trotzdem ruft da ein Journalist an. Unglaublich.

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eule_neu 10.01.2015, 16:47
2. Übler Journalismus

Manche Journalisten schrecken vor nichts zurück, die Auflagenhöhe muss um jeden Preis erhöht werden. Man telefoniert mit diesen Attentätern - geht's noch? Am liebsten wäre man mitten im Trubel der Geschehnisse. Wie weit wollen Journalisten noch gehen?
Auch die Sprache verrät manche Journalisten, man redet von Furcht und Angst anstatt von Ärger und Wut und Entschlossenheit sich zu wehren. Die Sprache einiger Journalisten betreibt Panikmache, ist das die Meinungsfreiheit die wir als Bürger meinen?
Redakteure sollten ihren Verstand einsetzen, als aus Gefühlen und Stimmungen heraus Artikel zu schreiben. Mich macht diese Art von Journalismus - der auch im Fernsehen zu beobachten ist - sehr nachdenklich ...

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alfredjosef 10.01.2015, 17:16
3. Gut

Im Gegensatz zu den beiden Vorkommentatoren möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Es ist gut zu wissen, was in diesen Menschen vorging. aj

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Tardes 10.01.2015, 17:19
4.

Mit den Worten "Wir sind die Verteidiger des Propheten." entlarvt der Journalist den Attentäter als UNGLÄUBIGEN.
Niemand muss den unfehlbaren Propheten verteidigen.
Damit würde er die Religion rechtfertigen müssen.
Bei ?der? wahren Religion unnötig.

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mike.bauer 10.01.2015, 17:25
5. ich

hätte gerne gelesen, dass dies im Einvernehmen mit der Polizeiführung geschah. Das wäre aber wohl gelogen gewesen. Das so ein Anruf eine ganz andere Wirkung auf labile Menschen die unter Druck stehen haben kann, sollte den Journalisten bekannt sein. Sie haben für die Quote Polizeiarbeit verhindert und Menschenleben gefährdet.

Dazu kamen die Live Twitter Bilder von Anwohnern welche gerne und schnell durch sie Medien verbreitet wurden. Inhalt: Polizisten und deren taktischer Positionen. Aus München 72 nichts gelernt.

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uvg 10.01.2015, 17:32
6. Wenn wir Freiheit wollen ...

müssen wir auch Telephonate, wie geschildert, akzeptieren. In diesem besonderen Fall ist es besonders wichtig, die geistige Eindimensionalität der Verbrecher kennenzulernen. Sie kennen den Koran nicht. Sie haben keinen Glauben, den sie verteidigen. Sie wurden von Verbrechern allein dazu konditioniert, auf Befehl aus der Ferne zuverlässig zu morden und dadurch Anerkennung zu erhalten, die ihnen bis dahin auf ihrem Lebensweg versagt geblieben ist. Das sind die Fakten. Und wenn wir unsere Freiheit behalten wollen, dann müssen wir jetzt die Samthandschuhe ausziehen. Einen anderen Weg haben wir nicht mehr.

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karlostpaul 10.01.2015, 17:33
7. überlassen sie den menschen ..

lieber vorredner,
Überlassen sie den menschen doch ihr gefühle. manch einer empfindet angst und furcht, ein anderer wut und entschlossenheit. aufgabe von journalisten ist es zu recherchieren und zu informieren. das wird hier gemacht. es ist doch legitim zu fragen. JETZT kann man sie nicht mehr fragen!

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hooverphonic 10.01.2015, 17:34
8. CNN womöglich?

Zitat von eule_neu
Man telefoniert mit diesen Attentätern - geht's noch? Am liebsten wäre man mitten im Trubel der Geschehnisse. Wie weit wollen Journalisten noch gehen?
Gute Frage. Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass es sich bei dem/den Journalisten um CNN-Leute handelt. Sähe ihnen ähnlich; CNN will doch immer ganz vorn dabei sein wo's kracht, sozusagen damit bei einer Enthauptung auch der vom Rumpf getrennte Kopf noch im Close-Up gefilmt werden kann.

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Oberleerer 10.01.2015, 17:36
9.

Eigentlich vollkommen ok. Es würde niemand wissen, was die nun tatsächlich bewegt hat, oder ob es wirklich die richtigen Täter sind und Spekulationen ob die Attentäter zusammengehören haben sich nun auch erledigt.

Wenn der Journalist nicht angerufen hätte, würden die VTs wieder ins Kraut schießen. Es kann natürlich sein, daß die Poliizei das Telefon schon lange umgeleitet hat um mögliche Komplizen abzufangen. Das wäre ja wohl der allererste Schritt, Abtrennung von Strom, Wasser, Telefon.
Dann wäre der Gesprächspartner von der Polizei und hat dem Reporter nur das erzählt, was die Geheimdienste den Medien ohnehin erzählen wollen.

Aber ich glaube, auch in Frankreich sind die Anti-Terror-Kommandos nicht immer perfekt und es waren die wirklichen Attentäter am Telefon. Das würde dann VTs entkräften, daß die Sache mit dem zurückgelassenen Personalausweis eine plumpe Ablenkung sei. Denn eins ist klar, zuerst profitieren die Kontrollfreaks wie die Mannen von der CSU von diesen Zwischenfällen.

Und noch ein ist klar: wenn die Medien darüber berichten und womöglich staatliche Maßnahmen ergriffen werden, hat ein Terroranschlag seinen Zweck erfüllt. Wie J.Augstein schrieb, die USA haben beim Umgang mit den Ereignissen total versagt.

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