Forum: Politik
Terroranschläge in China: Konflikt mit den Uiguren wird immer brutaler
AP

Chinas Führung kündigt an, hart gegen uigurische Terroristen losschlagen zu wollen. Bei einem Bombenanschlag in der Stadt Ürümqi waren am Donnerstagmorgen mehr als 30 Menschen umgekommen.

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micromiller 23.05.2014, 04:56
60. China macht genau das Richtige

Gewalt, die sich auf religiösen Wahn gründet, kann nur mit endgültiger Gewalt beantwortet werden.

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großwolke 23.05.2014, 05:33
61.

Zitat von tasty
...Es ist halt leichter die usa zu verurteilen anstatt sich ernsthaft über den islam und die koran auslegungen gedanken zu machen
Ich bin einigermaßen angenehm überrascht, wieviel Islamkritik in dieser Diskussion die Zensur übersteht. Weswegen ich das hier trotzdem nochmal quote? Man muss den Koran nicht auslegen, um dort Gedankengut zu finden, dass klar gegen das Grundgesetz und die UN-Menschenrechtscharta verstößt. Ganz im Gegenteil. Wie mindestens ein Vorposter richtig bemerkt hat, steht die ganze Hetze dort wortwörtlich drin. Klar und nachvollziehbar formuliert im Imperativ. Was ja, so ganz nebenbei bemerkt, der Grund für die Existenz der Scharia ist. Wo die Bibel als Märchenbuch (altes Testament) konzipiert ist, gibt der Koran konkrete Anleitung zum Verhalten in vielen Lebenslagen. Interpretation, und zwar recht kreative, ist erst nötig, wenn man in ihm Belege für die Friedfertigkeit des Islam zu finden versucht.

Ich habe jedoch Hoffnung, dass die Chinesen von allen Völkern in der Lage sein werden, das Problem in den Griff zu bekommen. Denn die Chinesische Führung "glaubt" mit derselben Härte und Konsequenz an Ordnung (wenn vielleicht auch manchmal nicht so sehr an Recht), wie radikale Muslime an ihren Gott. Wo aber zwei starre Glaubenssätze unversöhnlich aufeinanderprallen, ist es letztlich eine Frage der zur Verfügung stehenden Machtmittel.

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ecbert 23.05.2014, 06:55
62. theoretisch einfache Lösung...

Aufgrund der hier geschriebenen Meinungen kann ich nicht beurteilen ob die Uiguren nun in China eingewandert sind oder nicht. Falls sie auf ihrem angestammten Gebiet wohnen könnte man eine Volksabstimmung -nur unter den Uiguren !- abhalten und schon hat man ein Ergebnis. Das Gleiche dann bitte auch in Tibet, denn das ist sicher von den Chinesen besetzt worden ! Ich bin aber auch in Europa für solche Volksabstimmungen wenn angestammte Völker unabhängig werden wollen wie. z.B. aktuell die Schotten, Katalanen oder Venezier. Abstimmungsberechtigt dürften aber nur Abkömmlinge der jeweiligen angestammten Völker sein. Und spätestens da wird es schwierig, da ich z.B. in meinem Ausweis leider nicht stehen habe dass ich Westfale und somit Angehöriger des alten Volkes der Sachsen bin...

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oeflinger 23.05.2014, 07:25
63. Welche Unterdrückung?

Frage ich mich in Anbetracht der Privilegien, die die Uiguren und andere Minderheiten hier in China geniessen...
Mehr als ein Kind, Steuerfreiheit, Arbeitserlaubnis Befreiung (braucht man in China wenn man in einer anderen Stadt arbeiten möchte als geboren), von der Justiz quasi unantastbar...

Und was kommt von den Uiguren? Drogenhandel, Terroranschläge, Kriminalität...

Oups ich vergass, die Wahrheit darf man in Deutschland, vor allem wenns um China geht, so nicht erwähnen, das ist unpopulär da lässt sich nicht so gut drauf schimpfen...

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spiegelleser.78 23.05.2014, 08:19
64.

Die Chinesen sind ein patriotisches Volk und der Staat immer noch eine Diktatur, und von daher in der Wahl der Mittel wenig zimperlich.

Auch in Europa wurden die bekannten Mittel, um eine Minderheit zu unterdrücken reichlich angewandt (Unterdrückung der Religion, Verbot der Sprache, Ansiedlung des Staatsvolkes, Deportierung der einheimischen Bevölkerung).
Beispiele gibt es genügend: Das deutsche Reich in den Ostgebieten, Polen in Bezug auf die deutsche Restminderheit nach 1945, die Engländer in Irland, die USA, die Russen in den eroberten Gebieten, die Italiener in Südtirol etc. etc. etc.

Im demokratischen und (über?-)toleranten Europa erscheinen uns diese Mittel von gestern, aber lang ist es noch nicht her, dass in Europa daselbe gemacht wurde.

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Sunzi 23.05.2014, 08:20
65. Erzwungene Entwicklungshilfe?

Zitat von cour-age
Seither gibt es noch zwei Kolonialreiche: Russland (zB ganz Sibirien) und China (Tibet, Uiguren, Innere Mongolei, und noch etwa 100 Minderheiten).
Ich wohne derzeit in einer großen Stadt Sichuans, an Tibet angrenzende Region im Südwesten Chinas, und habe dort mit vielen dort arbeitenden und studierenden Tibetern zu tun. Natürlich haben mich dabei ihre Eindrücke über das Thema "Unterdrückung Tibets durch China" interessiert, die ich Ihnen zusammengefasst schildern möchte. Die überwiegende Mehrheit schilderte es mir wie folgt: Die Chinesen kamen, bauten für deren Verhältnisse große, moderne Städte in Tibet verteilt und siedelten zahlreiche Firmen an und schafften zahlreiche Arbeitsplätze. Wohnungen in den Neubauten werden stark subventioniert an sich bewerbende Tibeter im Auswahlverfahren vergeben.

Aber, die Krux dabei: Mandarin, Hochchinesisch, wird für die Teilhabe oft vorausgesetzt. Ansonsten bliebe nur das tradionelle Leben in überwiegender Subsidenzwirtschaft im kleinen aber idyllisch schönen Dorf.
Der Großteil der heutigen Jugend, so wurde mir versichert, lernt nun fleißig Chinesisch, um so dann gute Arbeit zu finden und sich eines Tages ein Iphone und hippe Klamotten leisten zu können.

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tao chatai 23.05.2014, 08:48
66.

Ist fuer alle Chinesen so

Zitat von Sunzi
Aber, die Krux dabei: Mandarin, Hochchinesisch, wird für die Teilhabe oft vorausgesetzt. .
Mao Zedong sprach auch kein Mandarin hat aber das Hanyu Pinyin mitentwickelt damit es fuer die tausend Voelker Chinas (seine Worte) eine einheitlich Sprache gibt...
Trotzdem sind neben Mandarin auf den Aemtern Cantonesisch im Sueden und seit etwa 2005 die Shanghaier Mundart ,die wiederum sehr viel Uighurisch enthaelt, zugelassen..

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Frank M. 23.05.2014, 08:52
67. optional

China läßt sich nicht von Terrristen auf der Nase rumtanzen. Die sind besser als deutschland, wo Kriminelle frei rumlaufen.

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spiegelleser.78 23.05.2014, 08:52
68.

Zitat von Sunzi
Aber, die Krux dabei: Mandarin, Hochchinesisch, wird für die Teilhabe oft vorausgesetzt. Ansonsten bliebe nur das tradionelle Leben in überwiegender Subsidenzwirtschaft im kleinen aber idyllisch schönen Dorf. Der Großteil der heutigen Jugend, so wurde mir versichert, lernt nun fleißig Chinesisch, um so dann gute Arbeit zu finden und sich eines Tages ein Iphone und hippe Klamotten leisten zu können.
Das nennt man wohl Assimilierungspolitik. Oder böse ausgedrückt: Vernichtung der ursprünglichen Kultur.

M.E. macht es schon einen Unterschied, ob sich Leute, die freiwillig zugezogen sind, an die einheimische Kultur assimilieren (wie z.B. die Gastarbeiter in Deutschland) oder erst ein Volk erobert und dann mehr oder minder zwangs-similiert.

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wachsamer_bürger 23.05.2014, 09:11
69. Sehr interessante Frage

Zitat von ramsess
nur mal so eine frage sind das nun auch Separatisten ,und wenn darf doch die Regierung dagegen vorgehen oder sind das sogar gute Separatisten und wir werden nun Sanktionen gegen China erheben das habe ich doch richtig verstanden ,wird doch zurzeit so gegen Russland verfahren
Auch in Spanien gibt es Separatisten wie z.B. die Basken. Aber die dürfen das natürlich nicht, da ist es ungesetzlich,illegal was auch immer, genau wie in der Ukraine die Krim oder die in der Ostukraine.
Warum hier bei China andere Maßstäbe angesetzt werden, sollten die erklären die das Vorgehen Chinas verurteilen und gleichzeitig in Spanien und der Ukraine die Separatisten verurteilen.

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