Forum: Politik
Thailand - wohin steuert das Land?

Im thailändischen Pattaya musste der Asien-Gipfel aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, nachdem Demonstranten den Tagungsort gestürmt hatten. Wie geht es für Thailand nach dieser Kapitulation vor der Gewalt weiter?

Seite 31 von 42
khid 17.04.2009, 10:33
300. Präzises Weglassen....!

Zitat von aldano
Da antworte ich ihnen gerne Durch den Putsch der Militärs wurde die demokratische Verfassung von 1997 ausser Kraft gesetzt und der politisch geäußerte Wille der Mehrheit der Thais. Die neuen Machthaber beeinflußten die Judikative mit Beförderungen, Versetzungen und Druck um zu bekommen was in ihrem Sinne stand. Ein faires Verfahren war somit eine Farce.
Sie haben hier ein paar sehr wichtige FAKTEN einfach unter den Tisch fallen lassen!

1. Thaksin wurde 2006 von Bhumipol nach den Protesten gegen Thaksin wegen der eigennützigen Rechtsänderung im Bezug zum Verkauf seiner Firma nach Singapur und offensichtlicher Wahlmanipulationen aufgefordert sein Amt niederzulegen - im Interesse der Demokratie! Thaksin weigerte sich! Daraufhin kam es zu weiteren Protesten und erheblichen Störungen in der parlamentarischen Ordnung. Bhumipol löste daraufhin das Parlament auf und forderte erneute Wahlen!
Dazu kam es nicht, weil Thaksin sich dagegen erneut zur Wehr setzte - obwohl er dazu VERFASSUNGSMÄßIG gar kein Recht mehr hatte! Daraufhin "putschte" das Militär ruhig und unblutig (Panzer in Bangkok)!
Die Militärregierung hatte den Segen Bhumipols. Einschränkungen im normalen Leben waren für kaum jemanden sichtbar oder spürbar!

2. Die PPP (Peoples Power Party)war die direkte Nachfolgepartei der Thai Rak Thai (Thais lieben Thais). Allein die Namen sind populistisch gut gewählt.
Beide Parteien zeichneten sich wiederholt dadurch aus Wahlen durch Stimmenkauf und politische Unterdrückung (Pressefreiheit) illigitimen Einfluss auf demokratische Prozesse zu nehmen.
Hierin kann man den Grund für die nun sichtbare politische Instabilität suchen!

Die Verfassung wurde aufgehoben, weil Sie fehlerhaft war - was Thakisn auszunutzen verstanden hatte.
Es wurde von Bhumipol bei der Aufhebung der Verfassung darauf gedrängt binnen 12 Monaten eine neue Verfassung vorzulegen, die diese Fehler nicht mehr erlaubt.

Thaksin geht eben genau dagegen vor!

Demokratie hin oder her: Es geht dem Herrn Shinawatra nicht um Demokratie sondern einzig um absolute Macht und sein eingefrorenes Vermögen!


Zitat von aldano
Dass während des Verfahrens gegen Thaksin, sein Schwager Premierminister war, sagt nicht, dass das Verfahren gegen Thaksin fair war. Denn wie jeder weis, ist die erste gewählte Regierung nach dem Miilitärputsch von dieser veränderten Judikative auch gestürzt worden.
Letzteres erklärte ich soeben. Aber mal im ernst:
Der Schwager ist Premier, er steht vor Gericht...
...bekommt 2 schlappe Jahre und die Möglichkeit als Verurteilter Straftäter das Land zu verlassen...

Wie naiv wollen Sie es denn noch haben?

Zitat von aldano
Wie ich schon sagte, Euer König hat seinem Volk keine demokratischen Werte vermittelt. Sonst würde es die Niederlage aus einem Volksvotum annehmen können. Ihr habt die Demokratie versucht, doch die Macht des Volkes mußtet Ihr zum Unrecht machen, als Euch das Ergebnis mißfiel.
Was für ein Scheiß! Thais wollen, wie alle anderen auch, Stabilität. Ob diese durch Demokratie, Militär/ Königshaus geboten wird, ist den meisten Thais vollkommen egal!

Sie wissen, dass selbst unter einer vom König geduldeten Militärregierung kaum Repressalien im normalen Alltag zu befürchten sind!

Sie verstehen weder Thailand noch die Thais!
Sie verstehen offenbar nur "Demokratie gegen Monarchie"
überdenken Sie ihren Standpunkt und schauen mal genauer hin!

Beitrag melden
filou11 17.04.2009, 11:08
301. Das Land der Freien

Thailand, das Land der "Freien", definiert den Begriff Freiheit neu.
http://www.thailandtip.de/tip-zeitun...tet//back/164/

Beitrag melden
aldano 17.04.2009, 11:57
302.

Zitat von khid
.. Bhumipol löste daraufhin das Parlament auf und forderte erneute Wahlen! Dazu kam es nicht, weil Thaksin sich dagegen erneut zur Wehr setzte - obwohl er dazu VERFASSUNGSMÄßIG gar kein Recht mehr hatte! Daraufhin "putschte" das Militär ruhig und unblutig (Panzer in Bangkok)! Die Militärregierung hatte den Segen Bhumipols. Einschränkungen im normalen Leben waren für kaum jemanden sichtbar oder spürbar!
Das Militär putschte 6 Wochen vor den Wahlen, denen Thaksin sich der Aufforderung des Klönigs folgend stellte. Sie wußten, dass Thaksin trotz der anhaltenden (bezahlten) Proteste der PAD wieder eine deutliche Mehrheit erhalten hätte. Der König begründete Neuwahlen nicht wegen des Verkaufs von Shin corp sondern weil durch den Wahlboikott im Süden nur eine Partei sich zum Entscheid stellte. Dies wr nicht Verfassungskonform.

Für Menschen mit einem nicht ausgeprägten demokratischen Bewußtsein, wie ich es Ihnen unterstelle, Khid, war der Putsch ein Kaffeekränzchen.
Es ist immer so, wer es sich gefallen lässt, bleibt ungeschoren.

Allerdings für Menschen, wie Daranee "Da Torpedo" Charnchoengsilpaku, eine mutige Frau, die sich mit einer freien Rede am Sanam Luang dem Putsch entgegen stellte, bedeutete das bis heute, fast 3 Jahre danach, ein Leid im Gefängnis .
Auf die Frau, die lediglich die Gewalt des Wortes gegen die Panzer einsetzte, warten dafür 15 Jahre Gefängnis. Ihr smarter Demokrat Abhisit will die Strafe für solche Vergehen auf 20 Jahre erhöhen.

Beitrag melden
arbusto 17.04.2009, 13:09
303.

Zitat von khid
Die Verfassung wurde aufgehoben, weil Sie fehlerhaft war - was Thakisn auszunutzen verstanden hatte.
Wirklich? Die Urheber der alten Verfassung hatten eigentlich besonderes Augenmerk darauf gelegt die altbekannten Übel thailändischer Politik zu bekämpfen und daher so viele checks and balances eingebaut wie nie zuvor. Ich weiß nicht ob es eine gute Idee war diese Verfassung zu schlachten.

Beitrag melden
shitking 17.04.2009, 18:08
304.

Wie hier selbst von einigen Thaksingegnern beschrieben, gibt es in bestimmten Regionen das 30 Bath Krankenhaus nicht mehr. Die Kosten für ärztliche Behandlung werden für einfache Leute wieder unbezahlbar.
Man merkt, die alten Seilschaften übernehmen allmählich ungeniert das Steuer.

Ein bisher vom Staat finanziertes 30.-Bath-Krankenhaus wird von einem Arzt mit besten Beziehungen übernommen. Eine neue Gebührenordnung wird eingeführt. Der regionale Phu Yai ( Fürst) wird beteiligt.
Kostenfreie Behandlung erfahren dann nur noch die, denen der Phu Yai eine Empfehlung schreibt.

Beitrag melden
vicko 17.04.2009, 21:15
305. Latente Demokratiefeindlichkeit

khid schreibt:

"Was für ein Scheiß! Thais wollen, wie alle anderen auch, Stabilität. Ob diese durch Demokratie, Militär/ Königshaus
geboten wird, ist den meisten Thais vollkommen egal!"

"Sie verstehen weder Thailand noch die Thais!"


Ihre latente Demokratiefeindlichkeit ist offenbar... Sie versuchen auf einer sehr suptilen Art und Weise die Demokratie als austauschbar darzustellen... in Ihre "Stabilitäts-Aufzählung" fehlte nur noch das Herrschaftssystem...Diktatur...70/30(PAD)...!

Ihre Anmassung, Sie wüssten über Thailand und Ihren Menschen bescheid ist einfach widerlich und arrogant...!

"Überlegen" und "Denken" Sie mal über Ihren Nickname "khid" nach...!

Beitrag melden
blowup 18.04.2009, 10:36
306. Farang kee nok

Zitat von siameser
Hello Amtegi123, FARANG gilt NUR für weiße Ausländer; FA"R"ANG und nicht FA"L"ANG. Da sind wir wieder bei R in Hoch und L(R gemeint) in Isaan und Bangkok-Chinesen. Für andere Ausländer hat Thai, Sprache, andere Wörter. Gruss
Und was bedeutet die oft gehörte Formulierung "Farang kee nok"???

Beitrag melden
Joshua Schneebaum 18.04.2009, 10:39
307. Es riecht!

Zitat von shitking
Aufklärung und Lüftung bleiben Sie schuldig, werter Scheebaum Der Drogenkrieg war ein sehr großes, politisch abgesegnetes Verbrechen. [...] Selbst der König hat explizit dieser rechlosen Form des Tötens im Drogenkrieg zugestimmt.
Würde ich Sie mit dem Namen belegen, den Sie sich selber gaben, Scheißekönig, dann sähe es so aus, als ob ich sie beleidigen würde wollen. Will ich aber nicht.

Ihre Behauptung, der König habe "explizit dieser rechlosen Form des Tötens" zugestimmt, ist jedoch absolut ungeheuerlich. Wo nehmen Sie so etwas her? Aus dem Blauen? Aus ihrem methaphern armen, nun ja, etwas riechenden Namen?

Beitrag melden
uwe 166 18.04.2009, 11:21
308. Thaksin ist Staatsbürger von Nicaragua

Der vertriebene Ex-Premierminister erhielt von Nicaragua einen Diplomatenpaß. Er sei, so die Regierung des lateinamerikanischen Landes, ein „Botschafter auf einer besonderen Mission.“

Kurz nachdem die thailändische Regierung dem Ex-Premier den Paß entzogen hatte, erfolgte dieses Statement aus Managua. Thaksin solle der Regierung dabei helfen, Investitionen in das arme mittelamerikanische Land zu bringen.

Beitrag melden
shitking 18.04.2009, 11:52
309.

Zitat von Joshua Schneebaum
Würde ich Sie mit dem Namen belegen, den Sie sich selber gaben, Scheißekönig, dann sähe es so aus, als ob ich sie beleidigen würde wollen. Will ich aber nicht. Ihre Behauptung, der König habe "explizit dieser rechlosen Form des Tötens" zugestimmt, ist jedoch absolut ungeheuerlich. Wo nehmen Sie so etwas her? Aus dem Blauen? Aus ihrem methaphern armen, nun ja, etwas riechenden Namen?
Ich bringe Sie in Wut, weil ich bei dem dem Heiligtum das sie hegen, auf die schlichte stinkende Menschlichkeit zeige.

http://www.giga-hamburg.de/openacces...bersichten.pdf
Ich erlaubte mir das "explizit", weil zudiesem Zeitpunkt schon eine Menge internationaler Menschenrechtsorganisationen sich auch an den König wandten, um diesen extralegale Tötungen Einhalt zu gebieten.
Seite 8 mitlere Spalte

Zitiere:
Das harte Vorgehen
der Polizei und die hohe Anzahl von
Todesfällen ist von zivilgesellschaftlichen
Organisationen als Verstoß gegen
die Menschenrechte kritisiert worden.
So sprach das Forum Asia, eine in
Bangkok ansässige Menschenrechtsorganisation,
in diesem Zusammenhang
von extralegalen Hinrichtungen. Auch
Amnesty International kritisierte das
harte Vorgehen der thailändischen Behörden
(SOAa, 3/2003, Ü 12). Die
USA, die die thailändische Regierung
jahrelang in ihrem Kampf gegen die
Drogen unterstützt haben, protestierten
gegen dieWelle ungeklärter Todesfälle.
Der thailändische König hat in seiner
Geburtstagsansprache Thaksin gegen
seine Kritiker verteidigt und die Politik
der Regierung gelobt.

Beitrag melden
Seite 31 von 42
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!