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"Therapien" gegen Homosexualität: Gutachter hält Spahns Verbot für verfassungswidrig
DPA

Gesundheitsminister Jens Spahn will sogenannte Konversionstherapien für Homosexuelle verbieten lassen. Doch ein Gutachter sieht in dem Vorhaben nach Informationen des SPIEGEL einen "Eingriff in die Grundrechte".

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Phleon 15.06.2019, 07:49
140.

Darf ich eine Therapie anbieten in der ich behaupte aus Menschen Engeln zu machen? Mit Elektroschocks und allem was dazu nötig ist. Oder wie wäre es mit der Umpolung Linkshänder? Ich werbe mit Versprechen dass das alles total erfolgreich sei. Es ist ja freiwillig! Dass die Menschen danach zerstört sind... egal. Das zahlen doch eh die Krankenkassen.

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bert1966 15.06.2019, 07:52
141. Unnötiges Gesetz

Mit gelebter Rechtsprechung könnte man das angebliche "Problem" sehr simpel aus dem Weg schaffen, indem man eine Musterklage anstrengt, in deren Rahmen natürlich festgestellt würde, dass Homosexualität keine Krankheit und eine Therapie dagegen Etikettenschwindel ist und deren Liquidation damit in den Bereich des Betruges fällt, zumindest aber nicht einklagbar ist. Wo kein Finanzier, da auch keine Kunden.

Aber dann könnte Herr Spahn nicht so schön pressewirksam den einsamen Ahab auf der Jagd nach seinem weißen Wal geben.

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Sumerer 15.06.2019, 08:06
142.

Zitat von Spiegelansgar
die dieser Jens Spahn da in seinem Aktionismus mal wieder wach tritt. Damit tut er doch seinen geouteten Genderfreunden gar nichts Gutes... Wer würde sich denn umpolen lassen, wenn es sich gerade seiner Schwulität bekennen möchte und diese Rolle auch leben möchte. Es wird doch nur d e r einen Therapeuten aufsuchen, der mit seiner Identität auf der Suche ist, wobei der ihm doch helfen kann sich selbst zu verstehen. Nicht verstehen kann ich als Psychotherapeut, was es dabei zu kriminalisieren gibt oder was zwei Gutachter darüber zu entscheiden hätten, ob sich jemand in seiner sexuellen Orientierung wohl zu fühlen hat oder nicht.
Die Gehirnentwicklung und damit auch sexuelle Orientierung, setzt bereits pränatal ein. Jede diesbezüglich Therapierung kommt einer Vergewaltigung des entwickelten Gehirns gleich.

"Entscheiden" sich Embryo und Mutter bereits pränatal diesen Prozess mit zu wenig oder zu viel Testosteron oder Östrogen, jeweils unpassend zum physischen Geschlecht des Embryos, zu unterstützen, war es das. Es gibt kein Krankheitsbild - lediglich vielleicht ein herbeigebetetes.

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v.papschke 15.06.2019, 08:15
143. Wenn die Krankenkassen

es nicht mehr bezahlen, soll es mir völlig egal sein ob therapiert wird oder nicht. Ändern wird sich sowieso nichts.

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m_ww 15.06.2019, 08:17
144. Irreführend, schlechter Kenntnisstand

Jede staatliche Handlung greift in ein Grundrecht eines Betroffenen ein. Wer sich mal damit beschäftigt hat, kennt die Auflagen mit denen der Stat in ein Grundrecht eingreifen darf. Bei manchen Grundrchten sind diese Auflagen höher bei manchen weniger. Am Ende läuft es auf eine Abwägung zwischen betroffenen Grundrechten hinaus, falls es zu einer Verfassungsbeschwerde kommt. Ich widerspreche da der Autorin, ein Verbot der Konversionstherapie ist m. E. völlig unproblematisch. Der Inhalt des Artikels ist durchaus korrekt, nur die Schlüsse sind nicht durchdacht.

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m_ww 15.06.2019, 08:21
145. Irreführend, schlechter Kenntnisstand

Jede staatliche Handlung greift in ein Grundrecht eines Betroffenen ein. Wer sich mal damit beschäftigt hat, kennt die Auflagen mit denen der Stat in ein Grundrecht eingreifen darf. Bei manchen Grundrchten sind diese Auflagen höher bei manchen weniger. Am Ende läuft es auf eine Abwägung zwischen betroffenen Grundrechten hinaus, falls es zu einer Verfassungsbeschwerde kommt. Ich widerspreche da der Autorin, ein Verbot der Konversionstherapie ist m. E. völlig unproblematisch. Der Inhalt des Artikels ist durchaus korrekt, nur die Schlüsse sind nicht durchdacht.

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KR-Spiegel 15.06.2019, 08:22
146. Folgekosten trägt die gesetzliche Kasse

Wenn der 'Erkrankte' Privatpatient ist mag der Mist legal bleiben. In den USA gehts ja um miserabel Versicherte.
Aber bei D/EU Kassenpatienten muss das verboten werden, weil die Gemeinschaft später die Folgekosten zu tragen hat.
Für alles natürlich ein Werbeverbot analog zu 219a, also bis zu 2 Jahre Gefängnis für Werbende.

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yoda56 15.06.2019, 08:23
147. Nicht der Homosexuelle ist pervers,...

...sondern die Situation, in der er lebt - Rosa von Praunheim 1971. Jeder, der Homosexualität für krank erklärt, ist Teil dieser Perversion!

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fördeanwohner 15.06.2019, 08:36
148. -

Zitat von Spiegelansgar
die dieser Jens Spahn da in seinem Aktionismus mal wieder wach tritt. Damit tut er doch seinen geouteten Genderfreunden gar nichts Gutes... Wer würde sich denn umpolen lassen, wenn es sich gerade seiner Schwulität bekennen möchte und diese Rolle auch leben möchte. Es wird doch nur d e r einen Therapeuten aufsuchen, der mit seiner Identität auf der Suche ist, wobei der ihm doch helfen kann sich selbst zu verstehen. Nicht verstehen kann ich als Psychotherapeut, was es dabei zu kriminalisieren gibt oder was zwei Gutachter darüber zu entscheiden hätten, ob sich jemand in seiner sexuellen Orientierung wohl zu fühlen hat oder nicht.
Sicherlich wird es auch in Zukunft kein Problem geben, wenn jemand mit seiner/ihrer Orientierung unglücklich ist und sich in Therapie begibt. Therapeuten, die keine eigene Agenda haben, sondern ihren Klienten dabei helfen wollen, sich selbst zu helfen und heilen.
Es geht doch wohl darum, Menschen glücklicher zu machen, ohne dass man dabei die eigenen Belange/Ziele durchsetzen will. Eine Konversionstherapie ist im Grunde nicht nur gefährlich, sondern auch überflüssig.
Die Frage ist doch wohl, weshalb jemand meint, es wäre falsch schwul zu sein. Das wird nicht an der betroffenen Person liegen, sondern an seinem Umfeld. Und kein Therapeut der Welt sollte daher versuchen jemanden zu konvertieren, sondern dabei helfen mit dem Umfeld klarzukommen bzw. für sich einen anderen Weg zu finden, glücklicher zu werden.

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xreis 15.06.2019, 08:42
149. Umwandlungstherapie verbieten weil Homosexualität keine Krankheit ist?

Häufig wird in diesem Forum argumentiert, Umwandlungstherapien seien schon deshalb zu verbieten, weil sie kein Krankheitsbild behandeln. Aber sogenannte Schönheitsoperationen (die ich nicht mit Umwandlungstherapien gleichsetzen möchte) etwa behandeln auch kein Krankheitsbild, dennoch will sie niemand verbieten. Wenn der "Patient" sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte und Urteilsfähigkeit dafür entscheidet, bitteschön. Das nennt man Freiheit. Verboten gehören aber Behandlungen, die dem Menschen nachweislich schaden. Wenn dies bei Umwandlungstherapien der Fall ist, dann könnte ein Verbot darauf gestützt werden.

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