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"Therapien" gegen Homosexualität: Gutachter hält Spahns Verbot für verfassungswidrig
DPA

Gesundheitsminister Jens Spahn will sogenannte Konversionstherapien für Homosexuelle verbieten lassen. Doch ein Gutachter sieht in dem Vorhaben nach Informationen des SPIEGEL einen "Eingriff in die Grundrechte".

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Fresh-Air 14.06.2019, 20:18
60. Keine Therapie!

Da macht der Mann einmal was richtig, und dann ist auch nicht recht.... :-)

Ganz klar: Solche Therapien gehören verboten. Weder Zwangstherapie, noch freiwillige Therapien! Das ist einfach nicht therpierbar und das ist auch gut so.
Wer meint, dass er sich freiwillig einer solchen Behandlung unterziehen müsse, braucht definitiv einen Arzt, aber nicht, um sich umzupolen, sondern vielmehr selbst anzuerkennen.
Eine Therapie braucht, wer meint, seine Kinder diesbezüglich nicht so hinnehmen zu können, wie sie nun mal sind.

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hutzel13 14.06.2019, 20:22
61. Therapie für die Falschen

In meinen Augen gehören die jenigen therapiert die an einen imaginären Gott glauben.
Und dies sollte auch von den Krankenkassen bezahlt werden.

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polza_mancini 14.06.2019, 20:26
62. Wahnsinn,

Was sich hier für Ignoranz tummelt. Und unfassbar, dass ich (nach der Organspendediskussion) schon wieder diesen Spahn verteidigen muss. Den Foristen Xreis und Antidarwinist nochmal ins Hirn gemeißelt: Homosexualität ist keine Krankheit! Der Leidensdruck rührt bei einigen allenfalls daher, dass sich Schwule 2019 immer noch mit Geistesgrößen wie Ihnen rumschlagen müssen. Und bitte nicht diese Pseudofrage nach Ausnahmen für „freiwillige“ Behandlungen: wenn jemand der Ansicht ist, er müsste für ein nicht existentes Krankheitsbild behandelt worden, dann hat dieser Mensch tatsächlich Hilfe nötig, nämlich psychotherapeutischer Natur, die ihm seine Gesundheit klarmacht - und sicher keine Hilfe beim „Umpolen“....

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swerd 14.06.2019, 20:33
63. Das positive an Spahns Vorhaben

ist die Diskussion ueber Homosexualitaet auf breiter Ebene. Das Verbot kann nur rechtswidrig sein, weil
es in die Grundrechte eines Buergers eingreifen wuerde, welche Leib und Leben schützen und aehnlich
wie bei aktiver Sterbehilfe darf ein Mensch letztlich selbst bestimmen, was mit seinem Körper passiert.
Dass Spahn die Homosexualitaet als Normalitaet bei Menschen einordnen will, ist sein gutes Recht. Nicht aber
diese Massnahme, die der Wissenschaft Moeglichkeiten zur Forschung verschliesst und dem einzelnen
Menschen verbieten soll, bei eigener Willensentscheidung eine geschlechtliche Umorientierung anzugehen.

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gldek 14.06.2019, 20:33
64. Das ist doch grundgesetzwidrig

Wenn eine volljährige Person mit ihrer Homosexualität unglücklich ist - weil sie etwa lieber in einer "normalen" Familie mit heterogenem Partner leben will - hat sich der Staat rauszuhalten.
Es gehört ja wohl zum Selbstbestimmungsrecht, sich freiwillig einer derartigen Therapie zu unterziehen, Erfolgsausichten hin oder her.
Dass die Krankenkassen nicht für die Unkosten aufkommen müssen steht auf einem anderen Blatt.

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Rheingold (Goldwäsche) 14.06.2019, 20:37
65. Kommt darauf an

Wenn das bei minderjährigen gemacht werden soll oder gegen den Willen von Erwachsenen bin ich ganz beim Herrn Spahn. Sollte sich jemand aber freiwillig bei vollem Verstand in eine selbst finanzierte Behandlung begeben, kann man es schlecht verbieten. Dann sollten lieber Qualitätsstandards definiert werden! Geschlechtsumwandlungen oder Körpermodifikation wie Schönheitsoperationen, Tätowierung bzw. Piercing sind ja ebenfalls nicht verboten. Auch meine Psyche darf ich mit Religionen oder sonstigen Therapien nach Gusto beeinflussen, wichtig ist der freie Wille! Problematischer finde ich die auch in Deutschland zunehmende weibliche Genitalverstümmelung (FGM) oder auf Voodoo basierende Zwangsprostitution. Da sollte ermittelt, geforscht und für Präventivmaßnahmen bzw. Betreuung der Opfer mehr Geld bereitgestellt werden.

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theos001 14.06.2019, 20:44
66.

Hätte einen Lösungsvorschlag.
Wir könnten diese bescheuerten Konversionstherapien als IGeL Leistung einstufen, so wie homöopathische Mittel. Die Effektivität bei beiden ist gelinde gesagt "schwach" belegt und wer von sich aus solch eine Therapie möchte, kann sie ja probieren - die Kosten trägt er eh alleine und die Risiken sollte er kennen.
Alle Einrichtungen, die derartiges anbieten kommen damit in eine Datenbank, müssen sich an Richtlinien halten und können im Auge behalten werden.

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polza_mancini 14.06.2019, 20:46
67. @gldek

Welchen Teil von „ist keine Krankheit“ verstehen Sie nicht? Wenn ich mit meiner Heterosexualität nicht glücklich wäre, würde ich es ohne Medikamente, Folter und/ oder Gehirnwäsche auch nicht schaffen, schwul zu werden, denn es ist wohl mein veranlagter Zustand. Eine Therapie ist dann etwas, was einen unnatürlichen Zustand herstellen soll, der gerade nicht zur Veranlagung passt...wie lange soll das denn gutgehen?

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ossimann 14.06.2019, 20:47
68. Ja die gibt es wie Sand in der Wüste ....

Zitat von claus7447
Ich bin immer wieder Erstaunt was sich in Deutschland alles Gutachter nennen darf. Es gibt offensichtlich genügend Leute die das Denken aufgegeben haben - das gilt für mich auch für Impfverweigerer - die erinnern mich mehr an Zeugen Jehovas mit ihrer Philosophie.
Genau wie Experten . Alle einschlägige Nachrichtseiten sind voll von Experten aller Art . Man kann alles behaupten ohne Garantie der eigenen Aussage bzw. Haftung . Das gilt auch für Gutachten , wessen Brot ich ess , dessen Lied ich sing . Wenn die Summe stimmt dann findet sich auch einer der behauptet die Erde sei eine Scheibe . Trotz der meist "Kaffeeleserei in der Glaskugel" ist deren Einfluss ungewohnt hoch , vermutlich weil die Leichtgläubigkeit ein hohen Stellenwert hat . Man brauch ja nur mal denn Trash im Privatfernsehen anschauen welche nicht wenige als Realität interpretieren .

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xhinri 14.06.2019, 20:56
69. Wie verhält es sich eigentlich

im Falle anderer sogen. “sexueller Orientierungen“ wie zum Beispiel Pädophilie / Päderastie oder auch Sodomie? Die sind zwar verboten und strafbar (war Homosexualität jahrzehntelang ja auch), aber es wäre doch interessant zu erfahren, ob auch in solchen Fällen entsprechende Konversionstherapien verboten werden sollen oder ob derartige Verbote gleichfalls einen Eingriff in die Grundrechte des Einzelnen darstellen würden.

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