Forum: Politik
Theresa May und der Brexit: Was die Frau in der gelben Jacke sagt
BBC

"Yellow Jacket Woman" elektrisiert die Brexit-Gegner: In einer Talkshow-Runde wurde eine Zuschauerin gefragt, ob Theresa May einem nicht leid tun könne. Die Frau verriss die EU-Austrittspolitik der Regierung binnen 90 Sekunden.

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Filsbachlerche 12.01.2019, 23:05
160. Meist übersehen wird hier der eigentliche

Zankapfel: Die Grenze Nordirland - Republik Irland.
Die Republik Irland ist und bleibt EU-Mitglied. Nordirland ist und bleibt ein Mitglied des UK.
Dort erneut eine klassische Grenze mit Personen- und Zollkontrollen zu schaffen, würde über kurz oder lang ein Wiederaufflammen des blutigen seit 300 Jahren virulenten Bürgerkriegs in Nordirland hervorrufen.
Erst durch die gemeinsame EU-Zugehörigkeit war ein vorläufiges Ende möglich geworden. Und ein paar Jahre wuchs allmählich Gras darüber. Aber die Brexiteers werden in ihrer Kurzsichtigkeit erneut die Kühe dorthin schicken, die das Gras abweiden werden und die alten Narben brechen wieder auf.
Wer dort den Frieden erhalten will, müßte gegen den Brexit sein.
Außerdem wird Schottland möglicherweise seine Unabhängigkeit vom UK erklären und umgehend einen Aufnahmeantrag in die EU stellen.
Wie blind müssen die Members of Parliament denn sein, daß sie diese möglichen Auswirkungen völlig aus dem Blickfeld verloren haben?
Unnötig einen Krieg provozieren? Was für eine Schande!

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xxgreenkeeperxx 13.01.2019, 02:08
161. Das ist wohl die Wahrheit.

Im Wahlkampf vor dem Austrittsreferendum hatte das Thema Zuwanderung eine große Rolle gespielt. Viele Briten beklagen den Zuzug von Menschen aus ärmeren EU-Ländern.

Meiner Meinung nach hat dieses Thema auch den den Ausschlag für die Brexitentscheidung gegeben. Leider will das bei uns in den Medien niemand wahr haben. Das Problem ist nun, je härter Bedingungen und damit die Probleme für die Briten nach dem Brexit werden desto mehr die nationalen und EU-feindlichen Kräfte in UK die Oberhand bekommen und desto näher die Briten an die USA (unter Mr.Trump) rücken werden. Der WW II ist dort noch lange nicht vergessen. Oder glaubt jemand wirklich ernsthaft das die britische Regierung dafür von den eigenen Leuten dann dafür verantwortlich gemacht wird? Eigentlich gibt es nur einen Gewinner nach dem EU-Austritt und der heißt Donald Trump. Cleverer Bursche, muss man schon zugeben, und Deutschland wird in der EU bald ziemlich einsam da stehen. UK und die USA, aber auch Kanada, Australien und Südafrika sprechen nun mal eine gemeinsame Sprache. Und China sowie Japan sind hier die lachenden Dritten. Verstehe nicht wie man EU-Politik so kurzsichtig gestalten kann.

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motzkistenbewohner 13.01.2019, 03:05
162. Mal wieder den Artikel nicht gelesen

und trotzdem schwafeln! Die Frau hat gesagt, Zitat: May habe den Austritt nach dem Referendum überhastet angekündigt. "Sie hat Artikel 50 gezogen, als sie keinen Plan hatte." Nun müsse das Land die Folgen ausbaden.
Was hat das mit dem Referendum zu tun? Und was soll das Gequatsche bezüglich Demokratie und Nicht-Demokratie? May hat sich antreiben lassen und ohne Not den Austritt erklärt, bevor es in GB eine interne Debatte bzw. so etwas wie Sondierungsgespräche mit der EU gab.
Es konnte Johnson und den anderen Brexit-Buccaneers nicht schnell genug gehen. Und da war May schwach, sie war zu schwach den Prozeß an die Möglichkeiten anzupassen. Ein kluges Vorgehen wäre gewesen zusammen mit dem Parlament und der EU einen Vorvertrag auszuhandeln und dann den Austritt zu erklären mit einem unterschriftsreifen Austrittsabkommen. Es ist nicht unvorstellbar, daß in diesem Falle Brüssel zu gewissen Konzessionen bereit gewesen wäre, aber nicht wenn eine geballte Ladung Dummheit und Arroganz einem vor den Latz geknallt wird bzw. die EU zeitlich unter Druck gesetzt werden soll. Da hat Corbyn recht May ist eine "stupid woman" allerdings ist sie in guter Gesellschaft mit so Vollhonks wie Rees-Mogg und David Davis und natürlich BoJo sowie Corbyn himself.

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pepe-b 13.01.2019, 09:08
163. @ motzkistenbewohner

Die EU hatte seinerzeit erklärt nicht zu verhandeln, bevor das Austrittsgesuch eingereicht wurde. Und das aus gutem Grund: Artikel 50 sieht eine zweijährige Verhandlungsfrist NACH dem Austrittsgesuch vor. Sonst hätte man das ewig in die Länge ziehen können.

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mima84_84 13.01.2019, 09:45
164.

Zitat von xxgreenkeeperxx
Im Wahlkampf vor dem Austrittsreferendum hatte das Thema Zuwanderung eine große Rolle gespielt. Viele Briten beklagen den Zuzug von Menschen aus ärmeren EU-Ländern. Meiner Meinung nach hat dieses Thema auch den den Ausschlag für die Brexitentscheidung gegeben. Leider will das bei uns in den Medien niemand wahr haben. Das Problem ist nun, je härter Bedingungen und damit die Probleme für die Briten nach dem Brexit werden desto mehr die nationalen und EU-feindlichen Kräfte in UK die Oberhand bekommen und desto näher die Briten an die USA (unter Mr.Trump) rücken werden. Der WW II ist dort noch lange nicht vergessen. Oder glaubt jemand wirklich ernsthaft das die britische Regierung dafür von den eigenen Leuten dann dafür verantwortlich gemacht wird? Eigentlich gibt es nur einen Gewinner nach dem EU-Austritt und der heißt Donald Trump. Cleverer Bursche, muss man schon zugeben, und Deutschland wird in der EU bald ziemlich einsam da stehen. UK und die USA, aber auch Kanada, Australien und Südafrika sprechen nun mal eine gemeinsame Sprache. Und China sowie Japan sind hier die lachenden Dritten. Verstehe nicht wie man EU-Politik so kurzsichtig gestalten kann.
Oh je, was für ein weinerlicher Beitrag.

Fakt ist: Niemand wird jemals mehr so wohlwollend mit dem Vereinigten Königreich die Wirtschaftsbeziehungen verhandeln, wie das jetzt mit der EU passiert. Niemand.

UK ist jetzt allen und die Brexiteers merken, dass das Volk langsam begreift, dass das alles nur Märchengeschichten waren, die ihnen von der BREXIT Kampagne aufgetischt wurden.

Aber sogar jetzt zeigt man noch mit dem Finger auf die böse EU, weil man das nicvt eingestehen kann. Ihr Beitrag ist dafür exemplarisch.

Hören Sie auf zu heulen.

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Ktw 13.01.2019, 09:48
165. Fish and chips

Es darf bezweifelt werden, dass Fish and chips und eine gelegentliche royale Hochzeit nach dem brexit ausreichen den Wohlstand der Briten dauerhaft zu sichern. Ich stimme der ehrenwerten mrs. Good völlig zu, die Briten müssen vom Irrweg umkehren und sich nicht länger von Politikern, die nur ihr eigenes süppchen kochen, ins Verderben führen lassen.

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Sergeij 13.01.2019, 09:51
166.

Zitat von xxgreenkeeperxx
Im Wahlkampf vor dem Austrittsreferendum hatte das Thema Zuwanderung eine große Rolle gespielt. Viele Briten beklagen den Zuzug von Menschen aus ärmeren EU-Ländern.
Wobei die Gründe für den starken Zuzug einzig und alleine bei der Britischen Politik zu suchen sind: Als im Jahr 2004 die sogenannten "neuen" Mitgliedsstaaten der EU beitraten, wurden Übergangsregelungen für die Niederlassungsfreiheit beschlossen, weil diverse der alten EU-15-Mitgliedsstaaten Angst vor einer ungeregelten Arbeitnehmermigration hatten. Die Zeiträume für das Gelten dieser Regelung konnten auf nationaler Ebene von den Mitgliedsstaaten festgelegt werden. Da nur drei der EU-15 (das Vereinigte Königreich /UK/, Irland und Schweden) den Zugang ihrer Arbeitsmärkte für die Arbeitskräfte aus den EU-8 2004 liberalisierten, wurden diese mit einer stärkeren Zahl von Arbeitsmigranten als vorausgesagt konfrontiert. Irland verzeichnete relativ gesehen den größten Zustrom an Arbeitskräften. Das Land nahm 200.000 Arbeitsmigranten statt der erwarteten 10.000 auf. Im
Zeitraum Mai 2004 – Juni 2006 stieg die Zahl der Arbeitskräfte aus den EU-8 im UK auf 447.000, die Hälfte davon aus Polen. Für die Misere im UK war also einzig und alleine die Britische Regierung selber verantwortlich. Die Schuldzuweisungen an die EU sollte nur von den selbstgemachten Problemen ablenken und haben ihren Zweck nicht verfehlt, nämlich eine EU-feindliche Stimmung zu erzeugen. Dabei meinte die damalige Industrieministerin Patricia Hewett noch Anfang der 2000er „Der Binnenmarkt hat unseren Wohlstand und die Zahl unserer Arbeitsplätze erhöht.“.

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wasistlosnix 13.01.2019, 10:22
167. Ist es noch Demokratie?

Man läßt das Volk abstimmen über dessen Folgen es sich nicht bewusst sein kann.
Es drückt mit der Wahl die Zufriedenheit/Unzufriedenheit der Politiker aus und erliegt populistischen Lautschreiern die noch nichts bewiesen haben.
Schwierig wird es wenn ein Volk seinen Vertretern nicht mehr traut.

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sparrenburger 13.01.2019, 10:39
168. Inzenierung

Könnt ihr mal bitte aufhören nit solchen Inzenierungen Politik machen zu wollen, liebe Medien. Genau das ist das Problem warum die europäischen Medien aks unglaubwürdig gelten. "Eine Frau in gelber Jacke", die sich dann als Politiker beratende Exrichterin und Brixit Gegnerin herausstellt. Ich behaupte das bereits vor der Sendung klar war was die sagen wird. Solche Inzenierungen sind in Europa leider inzwischen alltäglich -egal ob dieser Fall oder z.B. vor einigen Jahren die kl. Palästinenserin und Fr. Merkel. Durch solche Der Zuschauer fühlt sich zu Recht hintergangen und Sie spielen damit den Menschen jn die Karten die ein anderes bzw gar kein gemeinsames Europa wollen.

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spmc-12355639674612 13.01.2019, 11:38
169. Keine German Angst, sondern German Bedauern

Zitat von jufo
Ich finde den Brexit doof und riskant und freue mich, wenn ich darin durch Briten bestärkt werde. Warum freue ich mich darüber, es treten doch die Briten aus nicht Deutschland? Erregen sich Franzosen und Italiener auch so über den Brexit? Vermutlich nicht. Warum also die Deutschen? Steckt dahinter Neid, dass die Briten sich trauen etwas so Unerhörtes zu tun? Deutsche sind ja nicht sehr risikofreudig. Aktien können fallen, ein eigenes Unternehmen kann pleitegehen. Die Chancen werden typischerweise eher schwach gewichtet. Wenn andere risikofreudiger sind und damit Erfolg haben werden wir aber neidisch und finden das ungerecht. So ein bisschen scheint es mir mit dem Brexit auch zu sein. Trotzdem finde ich ihn doof.
Es ist keine German Angst, auch kein Neid, sondern tiefes Bedauern. Mit GB verbindet gerade uns Deutsche mehr als nur die EU. Es fängt beim Königshaus an: Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass Queen Victoria die Tochter von Marie Louise Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld war und Mountbatten die Übersetzung von Battenberg ist. Der eigentliche Name der Familie von Prinz Philip wurde im 1. Weltkrieg geändert, um englischer zu wirken.
Gerade in den deutschen Hafenstädten hat man immer regen Handel mit GB betrieben und sprach Englisch, lange bevor es zu einer echten Weltsprache wurde. Die tiefen Einschnitte im Verhältnis von GB zu Deutschland kamen mit den beiden Weltkriegen, aus denen GB als Sieger hervorging. Jedoch arbeiten und leben heute viele Deutsche in GB, genau so wie viele Briten in Deutschland leben und arbeiten - und sich inzwischen viele der hier lebenden Briten wegen des Brexits um die deutsche Staatsangehörigkeit bemühen.

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