Forum: Politik
Theresa May und die EU-Wahl: Gute Miene, grässliches Spiel
Daniel LEAL-OLIVAS /AFP

Die Briten haben eine Wahl hinter sich gebracht, die niemand wollte. Theresa May dürfte als Premier Geschichte sein, ihr bleiben wohl nur wenige Tage. Wird es ihrem Nachfolger besser gehen? Wohl kaum.

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Sumerer 23.05.2019, 21:40
40.

Zitat von HanzWachner
...durch ihre wachsweiche Politik gegenüber den Brexiteers selbst geschwächt, ihre Stabilität und Glaubwürdigkeit verloren. Wenn jetzt die selbsternannten EU-Zerstörer wie Farage und Konsorten gestärkt ins Parlament einziehen kann nur konstatiert werden...selbst Schuld. Ob May oder jemand anders regiert kann uns doch egal sein.
Das ist ein wenig zu einfach argumentiert. Es ist mehr so, dass die EU nicht den Erwartungen ihrer Bewohner entspricht - auf Grund nationalstaatlicher politischer Entwicklungen, die durch Unfähigkeit von Politikern bedingt ist. Und die Europawahl jetzt wird das mehr als deutlich machen.

Es gibt einfach kein Konzept, welches alle prosperierend unter einem Dach leben lassen könnte. Folglich gibt es auch keine wirklich fähigen Politiker, die aus einer guten Idee etwas machen könnten. Das ist ein wirklich auszusprechendes Armutszeugnis. Es gibt in der EU nicht wirklich Menschen die auf Rattenfänger hereinfallen, auch die Briten nicht, sondern nur Leute die jetzt verzweifelt Alternativen suchen.

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tpro 23.05.2019, 21:41
41.

"...Die Briten haben eine Wahl hinter sich gebracht, die niemand wollte..."

Doch. Die demokratische Mehrheit in GB. Auch wenn Spon das nicht passt.

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pnegi 23.05.2019, 21:41
42. Man glaubt es nicht...

Nach nunmehr fast 3 Jahren sind gestandene Journalisten immer noch nicht in der Lage, zu erklären, was da passiert ist. Da kommen doch tatsächlich und im Angesicht dieses EU-Wahldebakels Sprüche wie dieser: "Einer Lösung im Brexit-Chaos aber wird das Land damit keinen Schritt näher gekommen sein." Wieso ist ein unbekannter Komiker in der Lage, es in 1,5min präzise zu erklären? https://m.youtube.com/watch?v=edGFTEbZCHQ Kann es sein, dass es doch die EU ist, die Mitverursacherin des Chaos ist? Nach Mays Abgang wird sich auf Britischer Seite jedenfalls niemand finden, der ihren Part übernehmen wird. Dann ist nur noch die EU verantwortlich für das Chaos. Leave heist Leave! Die Briten werden es am Sonntag abend nochmal sagen...

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Besserwissser 23.05.2019, 22:09
43. Aber evtl.

Zitat von tpro
"...Die Briten haben eine Wahl hinter sich gebracht, die niemand wollte..." Doch. Die demokratische Mehrheit in GB. Auch wenn Spon das nicht passt.
hat ja der Rückzug, der damals massgeblichen Akteure, die demokratische Mehrheit zu der Erkenntnis geberacht, daß das damals nur ein "fake" war

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M. Vikings 23.05.2019, 22:18
44.

Zitat von Schartin Mulz
doch nur 4 Möglichkeiten. 1. Das Abkommen wird so oder leicht verändert doch noch angenommen. Für mich die einzige tragfähige Lösung. 2. Es kommt doch zum Hard Brexit. Entgegen den landläufigen Meinungen hier, dass das ein Ende mit Schrecken wäre, würde das bedeuten, das danach die Verhandlungen losgehen, wie denn GB und die EU miteinander umgehen. Das würde weitere Jahre dauern. 3. Rücknahme des Brexit. Angesichts der Umfrageergenisse der Brexit-Partei kann man davon ausgehen, dass eine Ignorierung des Abstimmungsergebnisses die britische Gesellschaft ins Chaos stürzen würde. Dagegen wären die französischen Gelbwesten ein Kindergartenausflug. 4. Neues Referendum Heißt: Weiter monatelangen Kampagnen, dann die Abstimmung. Mit ungewissem Ausgang. Evtl. gewinnen wieder die Brexiteers, dann stehen wir in einem Jahr wieder da wo wir vor 2, 3 Jahren schon waren. Oder die anderen gewinnen. Dann siehe 3.
1.
Der rechtliche Teil, der den Austritt regelt,
ist mit der EU nicht mehr verhandelbar.
Auf den politischen Teil,
der auf die zukünftigen Beziehungen abzielt,
hätte die EU laut Barnier schon vor dem 29. März verzichtet.
Die Herausnahme des Teils war die substanzielle Veränderung,
die für die dritte Abstimmung im HoK notwendig war.

2.
Hard Brexit durch ablaufen der Frist.

3.
Sehe ich auch so, das halte ich für ausgeschlossen.

4.
Eine Mehrheit im Parlament dafür gibt es wohl nicht,
ohne Fristverlängerung ist das auch nicht mehr möglich.

5.
Fristverlängerung im Oktober und weiterer Verbleib in der EU,
vorläufig ohne Rücknahme des Artikel 50.

M. E. sind nur noch 2. und 5. im Rennen.

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Sumerer 23.05.2019, 22:26
45.

Zitat von Besserwissser
hat ja der Rückzug, der damals massgeblichen Akteure, die demokratische Mehrheit zu der Erkenntnis geberacht, daß das damals nur ein "fake" war
Abhauen zu wollen, wenn die Ehe über Jahre hinweg unglücklich verläuft, ist zunächst eine mehr pragmatische Einstellung. Der durch die Briten initiierte Druck wird sich zum Ende der Europawahl noch erhöhen.

Und wir, als Exportweltmeister, haben da natürlich auch unseren gehörigen Anteil.

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artep 23.05.2019, 22:26
46. Hier

Hier geht es doch garnicht mehr um den Brexit. Hier geht es um die EU- Wahlen und wie die Stimmenverteilung sich gestaltet und wie GB und NL heute gestimmt haben. Danach folgen andere Mitglieder, z.B. Dänemark oder auch Griechenland und zuletzt eben auch Frankreich mit Le Pen und Gelbwesten und Deutschland. Zu Recht zittert man da etwas im EU- Parlament und man ist auf Ergebnisse gespannt. Ich persönlich bin der Meinung, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Vermutlich muss sich das Europaparlament neu sortieren und mehr Klarheit kann man sich nur wünschen.

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Sumerer 23.05.2019, 23:16
47.

Zitat von artep
Hier geht es doch garnicht mehr um den Brexit. Hier geht es um die EU- Wahlen und wie die Stimmenverteilung sich gestaltet und wie GB und NL heute gestimmt haben. Danach folgen andere Mitglieder, z.B. Dänemark oder auch Griechenland und zuletzt eben auch Frankreich mit Le Pen und Gelbwesten und Deutschland. Zu Recht zittert man da etwas im EU- Parlament und man ist auf Ergebnisse gespannt. Ich persönlich bin der Meinung, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Vermutlich muss sich das Europaparlament neu sortieren und mehr Klarheit kann man sich nur wünschen.
Vielleicht kann das Dilemma besser eingeschätzt werden, wenn die Mitgliedsstaaten der EU jeweils hinsichtlich der Meinung ihrer Bürger und Politiker eingeschätzt werden. Und dann eben nicht auf der Basis mittlerweile überholter Theorien sondern bezüglich der Risikobereitschaft ihrer Bürger (Prospect Theory). Jedenfalls würde Wahlverhalten zukünftig besser eingeschätzt werden können.

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112211 23.05.2019, 23:27
48. Zur Wahl?

Mag sein, dass es 40 % sind. Aber wozu sollte man als Brite überhaupt an der EU Wahl teilnehmen? Schließlich ist das Ende nah. Für die paar Monate sich zum Wahlgang aufzuraffen, dazu gehört schon eine ganze Menge Pflichtgefühl.

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flytogether 24.05.2019, 00:27
49. Warum schreibt der Autor

dass die britischen Europa-Abgeordnete dem verhassten Europa-Parlament beiwohnen müssen? Die müssen gar nichts! Die bleiben schön zuhause, kassieren ihr monatliches Gehalt + Aufwandsentschädigung. Besser kann’s doch gar nicht laufen.

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