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Theresa Mays Brexit-Chaos: Dann eben Plan C
DPA

Theresa May wollte im britischen Unterhaus ihren Plan B für den Brexit präsentieren - stattdessen hat sie praktisch kapituliert. Nun müssen es die Abgeordneten selbst richten. Drei Ideen kursieren.

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t_mcmillan 21.01.2019, 19:18
1. Recht hat sie

Sie hat sich monatelang den Hintern aufgerissen. Sie hat völlig recht, wenn sie jetzt sagt, dass die Parlamentarier, die ja mit großer Mehrheit gegen ihr Verhandlungsergebnis waren, jetzt schauen sollen, wie sie es haben möchten. Bzw. selbst schauen sollen, was erreichbar ist. Im besten Fall der Verbleib in der Union.

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AxelSchudak 21.01.2019, 19:20
2. Noch ein Forum?

Hier nochmal ein Lösungsvorschlag:

Das UK tritt aus, verbleibt aber für zwei Jahre im Wirtschaftsraum der EU. Bis dahin gilt der Status z.B. Norwegens.

Innerhalb dieser Zeit: 3 Referenden.

1. Befragung des britischen Volkes - diesmal rechtsverbindlich - ob das UK der EU wieder beitreten soll - mit vollen Pflichten und ohne Rabatt.

2. Falls nicht, Befragung der Bevölkerung Nordirlands, ob man sich vom UK abnabelt und Irland beitritt - falls nicht gibt es wohl eine Aussengrenze.

3. Falls NI bei UK verbleibt, Referendum in Irland, ob Irland aus der EU austreten und dem Wirtschaftsraum des UK beitreten will, um die Grenze zu verhindern.

Falls nicht, harte Aussengrenze in Irland, aber unter Zustimmung aller Beteiligten. Nach zwei Jahren dann harter Austritt - bzw. was auch immer bis dahin verhandelt wurde. Insbesondere Irland muss dem wohl zustimmen, aber eine harte Grenze in zwei Jahren ist auch nicht so viel schlimmer als in zwei Monaten...

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phantasierender... 21.01.2019, 19:23
3. Ich denke das werden die Abgeordneten im britischen

Unterhaus noch stark bereuen, das sie dem Deal den Theresa May mit der EU ausgehandelt hat nicht zustimmten. Sie versucht das sinkende Schiff zu verlassen bevor es alle anderen versuchen.

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Elfsilbler 21.01.2019, 19:26
4.

Mittlerweile reichen weder Plan B noch Plan C, da braucht es schon Plan 9 from Outer Space

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bennic 21.01.2019, 19:28
5. Mantra:

1. Hard Brexit; 2. Soft Brexit Oder withdraw agreement; 3. Re-Entry in die EU. Das sind die drei Alternativen über die das britische Parlement abstimmen und damit einmal Flagge zeigen sollte - nur leider sind die Politiker dazu zu feige. So wird das alles voll gegen die Wand fahren und zum Schluss sind die Bösen Europäer Schuld oder frei nach Steve Bannon und Boris Johnson - der Deep State.

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Kamillo 21.01.2019, 19:29
6.

Das hat nichts mit Sturheit von May zu tun. Sie tut in dieser Situation das einzog richtige. Denn es gibt kerinen Plan B, das hat die EU doch klar gemacht. Es gibt Plan A, der ist bekannt und hat über 500 Seiten. Und es gibt Plan C, der heißt: No Deal. Fertigm Schluss, aus. Mehr braucht man da nicht zu diskutieren. Entweder das britische Parlament stimmt A zu oder es kommt unvermeidbar zu C.

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Mr T 21.01.2019, 19:30
7.

Zitat von t_mcmillan
Sie hat sich monatelang den Hintern aufgerissen. Sie hat völlig recht, wenn sie jetzt sagt, dass die Parlamentarier, die ja mit großer Mehrheit gegen ihr Verhandlungsergebnis waren, jetzt schauen sollen, wie sie es haben möchten. Bzw. selbst schauen sollen, was erreichbar ist. Im besten Fall der Verbleib in der Union.
Ich denke auch, dass nicht sie stur ist,sondern viele der Abgeordneten, die dagegen gestimmt haben, ohne erklaeren, was sie wollen, insb Labour ist hier die grosse Enttaeuschung vieler geworden. Mays Kompromiss ist eigentlich der einzige, der das Land nicht voellig spalten wuerde. Zumindest sehe ich nichts

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MathiasMai 21.01.2019, 19:38
8. 10 Jahre ohne Deal

Ich würde vorschlagen lasst sie zehn Jahre lang ohne Deal ausprobieren wie sich die neue Unabhängigkeit anfühlt. Danach können Sie noch einmal abstimmen, ob es nicht doch besser ist in die EU wieder einzutreten. Meistens vermisst man etwas erst dann wenn es weg ist.

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Atheist_Crusader 21.01.2019, 19:42
9.

Für viele Briten wäre die ideale Lösung wohl ein endloser Austrittsprozess der immer wieder automatisch verlängert wird wenn man sich nicht einigen kann wie es weitergehen soll. Auf die Weise wäre man auf dem Weg nach draußen und könnte der EU den Stinkefinger zeigen (was man ja wil), aber müsste die Folgen des Austrittes nicht tragen (was man ja nicht will).

Und das ist nur teilweise Spaß. Ich sehe da tatsächlich eine gewisse Chance, dass es am Ende auf irgendeine halbgare Lösung hinausläuft die eigentlich nur provisorisch sein soll aber dann über Jahre und Jahre besteht.

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