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Theresa Mays Brexit-Chaos: Dann eben Plan C
DPA

Theresa May wollte im britischen Unterhaus ihren Plan B für den Brexit präsentieren - stattdessen hat sie praktisch kapituliert. Nun müssen es die Abgeordneten selbst richten. Drei Ideen kursieren.

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olafbachmann 21.01.2019, 20:37
30. Hallo Herr Schindler

Der backstop sieht NICHT vor dass Nordirland in der Zollunion bleiben wuerde sondern dass das gesamte Vereinigte Koenigreich in der Zollunion bleiben wuerde. Die erstere Variant wurde schon vor Monaten zu Grabe getragen als die DUP darauf bestanden hatte, dass NI in keinser Weise einer Regelung unterliegen duerfe, die anders sei als die fuer den Rest des UK. Sonst haette es eine Zollgrenze zwischen Grossbritannien und der irischen Insel egeben.

Die jetzt verabredete backstop Regelung war vorher von der EU abgelehnt worden um zu verhindern dass das UK sich unfaire Vorteile der Zollunion erschleichen wuerde. Dem backstop fuer das ganze UK war man erst nach dringender Bitte (cap in hand) von Tesa May nachgekommen - als Kompromiss um das Withdrawal Agreement an ihre Tory Taliban um Jacob Rees Mogg zu verkaufen.

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docker 21.01.2019, 20:39
31. Plan A,B,C.....

Bitte liebe Spons - Kein weiteres Foto von Frau May !
Uns plagen bereits Alpträume von faltigen alten Damen im Kostüm, die scharfkantige Modezeitschriften aus Louis Vuitton Handtaschen zücken !

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christoph_schlobies 21.01.2019, 20:41
32.

Bitte beachten diese völlige Unfähigkeit ,etwas Neues zu denken und durchzusetzen-
das ähnelt Merkels Alternativlosigkeit.

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AxelSchudak 21.01.2019, 20:43
33.

Zitat von Vorzeichen
Die Welt ist reich an Lösungsvorschlägen und Ihrer ist nicht gerade neu. Das Problem: Der Status Norwegens kommt für die Briten nicht in Frage, das haben die immer wieder klargemacht. Ich gebe den anderen Vorpostern allerdings recht und widerspreche dem Artikel, denn May hat sich nichts vorzuwerfen. Sie hat ein mögliches Vorgehen mit der EU ausgehandelt,
Sie wissen schon, das Mays "Deal" genau das beinhaltet - das UK hält sich an alle Bedingungen und zahlt erstmal, hat aber keine Entscheidungsbefugnis. So wie Norwegen. Ich sehe also nicht, wie das gegen den Vorschlag spricht, zumal MAYs Deal dem UK nicht mal die Möglichkeit gibt, diesen Zustand selbstständig zu beenden (was wohl im Kern zur Ablehnung geführt hat).

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sikasuu 21.01.2019, 20:44
34. Das ist zu hart, da sollten mann etwas entgegenkommender sein!

Zitat von MathiasMai
Ich würde vorschlagen lasst sie zehn Jahre lang ohne Deal ausprobieren wie sich die neue Unabhängigkeit anfühlt. Danach können Sie noch einmal abstimmen, ob es nicht doch besser ist in die EU wieder einzutreten. Meistens vermisst man etwas erst dann wenn es weg ist.
3-6 Jahre reichen.
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In 2019 wird GB die Zeit brauchen, um "nicht unter zu gehen"! Versorgung usw.
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In 2020 gibt es großen innenpolitischen Tumulte & Veränderungen
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Dann noch 1-2 Jahre sich wieder zu stablisieren, als Republik, mit geschriebener Verfassung, Verhältniswahlrecht usw. ... man wird doch mal träumen dürfen....
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Und dann, auch wenn das o.a. nicht so eingetroffen, aber GB wieder als Verhandlungspartner ernst zu nehmen ist...
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Wiederaufnahmeantrag in die EU, als normales Mitglied.

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AxelSchudak 21.01.2019, 20:45
35.

Zitat von christoph_schlobies
Bitte beachten diese völlige Unfähigkeit ,etwas Neues zu denken und durchzusetzen- das ähnelt Merkels Alternativlosigkeit.
Es gibt schon einen Unterschied, ob man eine Lösung hat und dann andere Alternativen nicht mehr in Erwägung zieht ("Merkels Alternativlosigkeit"), oder ob man KEINE Lösung hat, und keine Alternativen in Erwägung zieht ("Mays: ICH vertrete den Willen des Volkes").

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NauMax 21.01.2019, 20:49
36.

Zitat von Allein-Unter-Welpen
wie da in Zukunft ehemalige EU-Buerger behandelt werden sollen. Einmal EU-Buerger - immer EU-Buerger. Die Briten taeten gut daran zu ueberlegen warum sie in einer EU bleiben wollen die ehemalige Mitglieder entsprechend schlecht und kompromisslos behandelt. Und die Buerger der EU-Mitgliedsstaaten duerfen sich fragen wessen EU das eigentlich ist und welchen Zielen sie dient. Die der Buerger scheint es ja nicht zu sein...
Die Hasstiraden gegen die EU werden ja immer kurioser! Die Briten haben in freier Selbstbestimmung entschieden, dass ihr Land aus der EU austreten soll. Damit haben sie sich auch gegen die Bezeichnung als "EU-Bürger" entschieden. Die EU war von Anfang an verhandlungs- und kompromissbereit. Es waren die Briten, die lange auf ihrer Maximalforderung beharrten und der EU nur sehr zögerlich entgegen kamen. Die EU jetzt für das von den Briten angerichtete Chaos verantwortlich zu machen ist über alle Maße unfair! Ferner wüsste ich gerne, inwiefern es in ihrem Interesse sein soll, dass ein Nettozahler sich um seine Beiträge drücken, aber alle Vorteile des Binnenmarktes genießen will?

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quarax 21.01.2019, 20:52
37.

Ich fürchte langsam der wirkliche britische Brexit-Plan ist die Zerstörung der EU, die sich über den Brexit zerstreiten soll. Erste Anzeichen gibt es bereits. Polen fällt Irland in den Rücken.
Wenn das der britische Plan ist, ist das auch die Erklärung für die Hängepartie, die sie Europa seit 2 Jahren zu muten.
Man sollte die Briten, so sich nicht endlich freiwillig - in welcher Form auch immer - aus der EU verschieden, spätestens vor den EU-Wahlen hinauswerfen.
Die poltische Einigkeit der EU ist wichtiger als jeder wirtschaftliche Nachteil, den sie durch einen Hard Brexit haben kann.

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ulijoergens 21.01.2019, 20:54
38. Nicht anders zu erwarten

Was hätte sie den noch aus dem Hut zaubern sollen? Es war doch schon seit langem klar, dass es so kommen würde. Verhandlung Späße gibt es schon seit Oktober nicht mehr.
Die Briten haben sich hoffnungslos überreizt. Das Spiel ist aus. Den Einsatz zahlt die englische Bevölkerung und einen Teil eben die EU Steuerzahler.

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dr.joe.66 21.01.2019, 20:55
39. Most stupid decision ever!

Nicht nur T.M. sondern GB muss mit zwei verlorenen Jahren klar kommen. Und wozu das führt, kann man gerade an Frau May und am politischen Tohuwabohu in London sehen:
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Herr im eigenen Haus? Im Moment ist offenbar niemand Herr im House, bzw. Frau im House, das ist politisches Chaos, überdeckt von alten, sonst ganz witzigen Umgangsformen.
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Alle Vorteile der EU? Wer wirklich noch daran glaubt, der pfeift so laut im Walde, das nicht mal mehr das Oooooorder von Mr. Speaker gehört wird.
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Zum Nulltarif? Das einzige, was die Briten zum Nulltarif bekommen, ist eine veritable Wirtschaftskrise, eine veritable politische Krise, wahrscheinlich ein Wiederaufleben des Terrors in Nordirland, eine neue Schottland-Krise.
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Und die polnischen Migranten? Nun, die werden wohl wirklich ausbleiben. Alle Polen die ich kenne, sind clevere und fleißige Menschen. Die kommen nach GB, weil es hier eine hilfreiche polnische Community gibt, und die Sprache nur ein geringes Hindernis ist. Vor Allem aber, weil es bisher in GB Jobs für sie gab. Das wird sich aber wohl ändern, wenn die Krise kommt. Und dann werden die cleveren Polen woanders hingehen. Blöd für GB ist nur, dass damit ziemlich viele Fachkräfte futsch sein werden.
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Freihandel mit der EU? Klar, sofort, gerne, immer wieder. Wenn GB die vier Grundwerte akzeptiert. Alles andere würde die EU politisch sprengen. Verstehen die Briten das? Nein. Wird sich dieser Punkt ändern, wenn die Briten es nicht verstehen? Nein. Warum auch.
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Freihandel mit anderen? Ja klar. Natürlich würden gerne alle Länder mit den Briten ohne Zollschranken Handel treiben. Nur legt sich jedes Land, dass GB bessere Handelsbedingungen gewährt als der EU, direkt mit der EU an. Und diese Länder werden sich überlegen, ob sie sich lieber mit einem nörgelnden 5-Jährigen rumschlagen müssen, oder mit dem sehr viel größeren Bruder. Da nehme ich doch lieber in Kauf, dass der Kleine quengelt, als dass mir der Große eins auf die Nase gibt.
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Geteiltes Irland? Das ist wohl das Einzige, was die Briten prima hinKRIEGen werden. Ach ja, und falls jemand denkt, dass die Briten einer Wiedervereinigung von Nord- und Irland tatenlos zusehen werden, der erinnere sich daran, was die Briten für eine Insel mit ein paar Schafhirten veranstaltet haben. Der neue britische Flugzeugträger macht sich bestimmt gut vor dem Hafen von Dublin...
Broken bottles under children's feet ... und so weiter.
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Als ich heute Mittag einen schottischen Kollegen auf den Brexit angesprochen habe, kamen erst ein paar Kraftausdrücke. Und dann Resignation. Most stupid decision ever.

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