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Theresa Mays Brexit-Chaos: Dann eben Plan C
DPA

Theresa May wollte im britischen Unterhaus ihren Plan B für den Brexit präsentieren - stattdessen hat sie praktisch kapituliert. Nun müssen es die Abgeordneten selbst richten. Drei Ideen kursieren.

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BoMo_UAE 21.01.2019, 20:56
40. Abgrund

Gestern standen die Briten am Abrund. Heute sind sie fast einen Schritt weiter. Dieses "fast" ist die Krux der momentanen Situation. Alles wissen, dass sie verlieren und keiner will sehenden Auges in diese Situation geraten.

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sandnetzwerk 21.01.2019, 21:03
41. Ich sehe weder

Plan B noch C. Das Weltmachtgehabe des verkommenen britischen Adels ist aus der Zeit gefallen. Francis Drake ist lange tot und die Kolonien habe das Mutterland lange überholt.

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se123 21.01.2019, 21:03
42. In Wirklichkeit hat sie Recht!

Es gibt nämlich keinen Plan B, außer vielleicht den Austritt zurückzuziehen.

Der Pakt mit der EU ist nicht aufschnürbar und es wird auch nichts besseres rauskommen, nur haben dass eben 2/3 der Britischen Parlamentarier noch nicht verstanden. Die glauben immer noch an einen Rosinenkuchen ganz ohne Teig.
Aber irgendwann gegen Mitte März wird dies auch einer Mehrheit im Unterhaus klar werden und dem Plan A zustimmen!

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alt-nassauer 21.01.2019, 21:04
43. Noch ein Plan...

Wie wäre es mit Rauswurf? Am 29. März folgt der Ausschluss von GB.

Grenzen dicht, WTO Standard mit deren Zöllen, Nordirland versinkt wieder im Bürgerkrieg und Schottland löst sich von GB.

Dann wollen wir mal sehen wie dann GB tickt. Ob das Volk endlich kapiert was es da angerichtet hat oder die Politik?

Das Referendum für den Brexit - war und ist an für sich schon eine Lachnummer.

Nun das ist die größte Lachnummer - frei nach dem Motto...

"Ich bin ein Star (GB) und holt mich hier (EU) raus!"

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joenzon 21.01.2019, 21:04
44. Blötsinn,

Zitat von Allein-Unter-Welpen
wie da in Zukunft ehemalige EU-Buerger behandelt werden sollen. Einmal EU-Buerger - immer EU-Buerger. Die Briten taeten gut daran zu ueberlegen warum sie in einer EU bleiben wollen die ehemalige Mitglieder entsprechend schlecht und kompromisslos behandelt. Und die Buerger der EU-Mitgliedsstaaten duerfen sich fragen wessen EU das eigentlich ist und welchen Zielen sie dient. Die der Buerger scheint es ja nicht zu sein...
wieso Schande über die EU, was hat sie Ihnen denn angetan? Nein nicht immer EU Bürger, Sie habens doch auch mitbekommen des GB die EU verlässt. Die EU behandelt die GB nicht schlecht, die EU hat Verhandelt im Namen der EU Bürger, während GB nicht weiss was es den genau haben möchte. Na ja, typisch rechtes gebrabbel oder vielleicht aus RU?

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mcf75 21.01.2019, 21:05
45. Austreten mit NoDeal, dann ein Referendum und wieder eintreten

Bei diesem Brexit wurde von britischer Seite soviel falsch gemacht, das passt auf keine Kuhhaut. Allem voran das in die Büsche schlagen von Johnson und Farage.
Aber wenn sich alle so vehement gegen ein zweites Referendum sperren, dann muss man es ggf. formell durchexerzieren, um dann das Richtige zu tun.
(z.T. verstehe ich zwar die Argumente gegen ein 2.Referendum (Volkes Stimme akzeptieren), aber das Referendum wurde handwerklich so schlecht umgesetzt, das man es meines Erachtens schon hätte vermitteln können - nun ist es aber eigentlich auch zu spät.)

Daher:
1.) Austreten ohne Deal
2.) 6 Monate warten und das Volk die Folgen realisieren lassen und damit gleichzeitig Volkes Stimme akzeptieren
3.) Neues Referendum
4.) Art. 49 des EU-Vertrags EU -Beitritt beantragen

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interessierter Laie 21.01.2019, 21:10
46. @Allein-Unter-Welpen

was soll die EU denn Ihrer Meinung nach tun? Die EU-Mitglieder wollen nicht, das Waren aus Großbritannien und ihren künftigen Handelspartnern ungehindert und zollfrei in den Binnenmarkt kommen. Umgekehrt will GB nicht, dass Menschen aus der EU unkontrolliert nach dorthin kommen. Die logische Konsequenz heißt Grenze und entsprechende Kontrollen. Da GB aber weder eine Grenze zwischen Irland und Nordirland noch eine zwischen Nordirland und dem Rest will, ist die Frage, wo die verlaufen soll. Diese Wünsche sind schlicht nicht erfüllbar. Kommt es zu einem harten Brexit ist die Sache möglicherweise bald gelöst, denn sowohl die Schotten als auch die Nordiren wollten mehrheitlich keinen Austritt. Dann verläuft die Grenze zwischen England und Schottland. Und wenn Sie die Behandlung der Briten hier anprangern: Der Status der 3 Millionen EU-Bürger in Großbritannien ist genauso ungewiss. In Deutschland übrigens kann jeder hier lebende Brite einen Doppelpass beantragen. Er ist dann sowohl britischer als auch EU-Bürger.

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motzkistenbewohner 21.01.2019, 21:12
47. Lahme Ente

GB wird auf sehr lange Zeit sich das Thema Handelsabkommen abschminken. Es wird sich keiner finden lassen, der blöd genug ist erst monatelang mit dem UK zu verhandeln um dann festzustellen, daß Westminster alles in Frage stellt und daß am Ende nichts zustande kommt.
Außerdem muß die Frage gestellt werden warum fallen die eigenen Abgeordneten und Kabinettsmitglieder May in den Rücken. Das wäre Merkel niemals passiert. Merkel hätte die Abweichler alle rausgeschmissen und gut wär es gewesen. Da hat May eine heftige Beißhemmung mit den entsprechenden Problemen.

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StefanKomarek 21.01.2019, 21:14
48. Sympathie für Frau May

Frau May hat meine volle Sympathie, je länger der derzeitige Affenzirkus anhält. Sie ist in UK die Einzige, die wenigstens ein klares Ziel vor Augen hat, dn EU Vertrag durchzubringen. Sie hat in meinen Augen Recht, wenn sie sagt, ein zweites Referendum sei keine Lösung – so lange abstimmen, bis der Regierung das Ergebnis gefällt? Nehmen wir an, ein zweites Referendum ergäbe 52% für Remain. Was dann? Nächstes Jahr ginge der Kampf für ein drittes Referendum los. UK würde sich nicht beruhigen. Neuwahlen? Dann säßen zu 90% wieder die gleichen Abgeordneten wie heute im Unterhaus. Was sollte sich dann ändern? Corbyn als Wahlsieger? Er weiß ja nicht mal, was er selbst will, geschweige denn, dass er seine Fraktion auf ein gemeinsames Ziel einigen könnte. Frau May vermutlich dieses Parlaments-Chaos vorausgesehen und versucht, das Parlament deswegen außen vor zu lassen. Das hat leider nicht funktioniert. Sie hatte sich 2017 einen großen Wahlsieg erhofft, damit auch ohne die Brexiteers eine Mehrheit innerhalb der Tory-Fraktion hätte zustande kommen können. Das war ihr großer Fehler. Aber jetzt taktiert sie klug und bislang erfolgreich. Je näher der 28. März kommt, desto mehr wird die Angst vor dem Hard Brexit steigen und desto eher wird das Parlament bereit sein, den Vertrag mit der EU zu akzeptieren. Da das ist, was auch die EU will, sollten wir sie dabei unterstützen. Denn auf EU Seite kann nicht mehr allzu viel passieren. Selbst wenn jetzt das eine oder andere Land ausscheren möchte, ein geänderter Vertrag könnte nur wieder einstimmig angeschlossen werden, es reicht also, wenn nur ein Land Nein zu Änderungen sagt. Das ist gut so, denn sonst könnte die EU-Seiten in genau solche chaotischen Fraktionen zerfallen wie die UK-Seite. Viele Ländern haben Eigeninteressen. Deutschland will die guten Wirtschaftsbeziehungen erhalten, Polen hat Landsleute, die in UK arbeiten und Gelder nach Hause überweisen, Spaniens hat Forderungen zu Gibraltar, Irland will die offene Grenze, anderen geht es um Fischfangrechte usw. Trotzdem werden EU-Politiker in den nächsten Wochen dutzendweise Forderungen und Vorschläge veröffentlichen, man müsste jetzt, man sollte jetzt … Schließlich müssen diese Politiker auch zeigen, dass sie für Ihr Geld arbeiten und ihre Klientel zufriedenstellen.

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mcf75 21.01.2019, 21:14
49.

Zitat von Allein-Unter-Welpen
wie da in Zukunft ehemalige EU-Buerger behandelt werden sollen. Einmal EU-Buerger - immer EU-Buerger. Die Briten taeten gut daran zu ueberlegen warum sie in einer EU bleiben wollen die ehemalige Mitglieder entsprechend schlecht und kompromisslos behandelt. Und die Buerger der EU-Mitgliedsstaaten duerfen sich fragen wessen EU das eigentlich ist und welchen Zielen sie dient. Die der Buerger scheint es ja nicht zu sein...
Sind Sie einer der russischen Spreader, die sich in Foren anmelden und die Stimmung in der EU einheizen sollen?

Diese UE's sind verdächtig.

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