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Theresa Mays gescheiterte Brexit-Politik: Rosinen sind aus
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Theresa May steht vor den Trümmern ihrer Brexit-Strategie - kurz vor Ende der Verhandlungen. Ein zweites Referendum könnte Großbritanniens letzte Rettung vor dem Chaos sein.

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jujo 24.09.2018, 19:46
1. ....

Das ist für mich, soweit ich folgen kann, die einzig mögliche Variante um eine Katastrophe für GB und Schaden von der Eu abzuwenden. Neuwahlen und parallel eine Referendum. Inzwischen sollte es auch der letzte "normale" Brite kapiert haben was auf dem Spiel steht.

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die-metapha 24.09.2018, 19:55
2. Nein

Bitte kein erneutes Referendum.
Das Vereinigte Königreich hat sich ja bereits entschlossen und auf seinem bisherigen Weg schon unendlich viel Porzellan zerschlagen und seinen Charakter in Bezug auf Verträge, deren Auslegung und Verbundenheit zur Idee Europa und den bisherigen Partnern auf eindrückliche Weise zur Schau gestellt.
Jetzt erst mal den Schritt wirklich vollziehen und danach in der Realität aufwachen. Dann besteht ja immer noch die Möglichkeit - sollten alle Parameter stimmen - sich um eine Aufnahme in die EU zu bemühen.
Wie alle anderen Mitgliedsstaaten dann aber auch ohne Sonderregelungen und besondere Zugeständnisse.

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ruebenkatze 24.09.2018, 19:57
3. Wieso will man nicht lernen?

Ein Blick auf die Schweiz und die Geschichte der MEI (Masseneinwanderungsinitiative 2014) hätte genügt. Auch da wurde von Rechtspopulisten herumgelogen wie erpressbar die EU sei, die Bilateralen wurden dann doch nicht gekündigt (provokant gefragt: sind Schweizer klüger als Briten?) und heute herrscht wieder pragmatische Partnerschaft zu beiderseitigem Nutzen, weshalb sich die Rechtspopulisten nicht mehr so gerne an der EU abarbeiten. Und auch das Geschrei vom "Verrat am Wahlvolk" oder angeblicher "Erpressung" durch die EU ist weitestgehend verstummt. Trotzdem hat die Schweizer Wirtschaft und besonders die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft Schaden genommen, er wurde aber wenigstens begrenzt.

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moistvonlipwik 24.09.2018, 20:00
4. Verhandlungsmacht

ist die Fähigkeit, Verhandlungen scheitern zu lassen. Offenbar schätzt Frau May die ihrige falsch ein.

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kumi-ori 24.09.2018, 20:00
5.

Noch ist Großbritannien Mitglied der EU, und deshalb sollte, wenn es schon die britische Regierung nicht tut, die EU unter den Bürgern Großbritanniens ein Referendum abhalten, welches der MÖGLICHEN Ausstiegsszenarien sie bevorzugen. Theresa May hat dann das Ergebnis dieses Referendums umzusetzen.

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GeMe 24.09.2018, 20:02
6. Wozu ein Referendum?

Das Referendum zum Brexit hatte rechtlich die gleiche Bedeutung wie eine Meinungsumfrage. Die britische Regierung war und ist nicht daran gebunden.
Es wäre sicherlich eine schöne Geste, wenn man die Wähler nochmals zum Brexit befragen würde, um so zu tun als wenn die Abstimmung des Wählers eine Bedeutung hätte, aber notwendig ist es nicht.
Bedenkt man wie knapp die Zeit inzwischen ist, könnte eine Regierung, die von ihrer Arbeit überzeugt ist, auch ohne ein Referendum eine gut begründete Erklärung abgeben, in der sie darlegt, welche gravierenden Probleme auf das Land zukommen, wenn der Brexit vollzogen wird und dann den Brexit beenden.
Aber bevor PM May dazu bereit ist, läßt sie das Land lieber im Brexit-Chaos untergehen.

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ColynCF 24.09.2018, 20:06
7.

Zitat von jujo
Das ist für mich, soweit ich folgen kann, die einzig mögliche Variante um eine Katastrophe für GB und Schaden von der Eu abzuwenden. Neuwahlen und parallel eine Referendum. Inzwischen sollte es auch der letzte "normale" Brite kapiert haben was auf dem Spiel steht.
Das darf man bezweifeln. Eine der bekannten Eigenschaften von Briten ist Sturheit und Realitätsverweigerung. Sollte der Brexit wie befürchtet für UK in einer Katastrophe enden, ist auch schon klar wer daran Schuld ist: Die EU, die EU oder die EU.

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andreasbln 24.09.2018, 20:06
8. Ausstieg keine echte Option

Alles EU Länder zumindest die wirtschaftlichen Keyländer müssen verstehen, dass Ausstieg keine Option ist. Es kann immer nur darum gehen, die EU zu verbessern. In Anbetracht von China, Russland, USA etc.. ist kein europäisches Land ernsthaft in der Lage alleine zu bestehen, weder wirtschaftlich noch außenpolitisch. Die Abkommen mit Schweiz, Norwegen etc.. können kein Beispiel für Austrittswillige sein. Dann gibt es bald nichts mehr zum Assoziieren. Aber man müsste gleichzeitg den Briten verklickern, dass wir mehr EU brauchen. Mehr Einheitlichkeit in Steuergesetzgebung, Sozialgesetzgebung, etc. und nicht weniger. Der Fehlschritt einer gemeinsamen Währung bevor die Rahmenbedingungen vereinheitlicht wurden, muss korrigiert bzw. die fehlenden Zwischenschritte nachgeholt werden. Wenns nach mir ginge: Entweder richtig mitmachen oder rausgehen. Immer dieses british Cherrypicking.

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Neandiausdemtal 24.09.2018, 20:07
9. Referendum oder Chaos?

Ich bin für Chaos! Das hat sich die Mehrheit der Briten redlich verdient und es wäre die fällige Strafe für jahrzehntelange und dreisteste Rosinenpickerei zu Lasten dritter.

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