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Thomas de Maizière: Leitkultur? Da war doch was!
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"Wir sind nicht Burka": Der Innenminister sinniert über die deutsche Leitkultur - wie schon so viele Unions-Männer vor ihm. Die Geschichte eines Wortes in kontroversen Politiker-Zitaten.

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spontanistin 30.04.2017, 17:28
1. Clash of cultures!

Multikulti bedeutet erst einmal ein Zusammentreffen unterschiedlichster Kulturen mit in der Regel in der frühen Kindheit geprägten und konditionierten Wertvorstellungen und Verhaltensweisen. Dabei dürfte es evident sein, dass sich jede dieser Kulturen der anderen als überlegen und weiter entwickelter, also "kultureller" fühlt. Denn sonst würde man ja Werte und Normen der anderen Kultur übernehmen resp. Integrieren. Aber selbst eine Schächtung von Tieren im Hausflur wird im Einzelfall nicht als primitiver und unhygienischer angesehen, als eine den deutschen Hygiene-, Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften entsprechende Schlachtung im Schlachthof! Eine Leitkultur-Diskussionen führt nur zu Zank, Streit und Ausgrenzung. Zwingend wäre eine Verständigung über allgemein übergeordnete Standards des Zusammenlebens und der wissenschaftlichen Erkenntnis in gegenseitigem Respekt. Mit "Leitkultur" werden wieder nur tumbe rassistische Anschauungen unterstützt und plumper Wahlkampf betrieben.

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aggelbagg 30.04.2017, 17:42
2. Wider alle Schlagworte

Ich finde es flach, sich an einem Wort hochzuziehen bzw. es zu zerfleischen, statt sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Meiner Erfahrung nach macht man das immer dann, wenn man das Thema umschiffen möchte und den anderen einfach nur mittels eines Schlagwortes in die Enge treiben will, um die Diskussion auf einen Nebenschauplatz zu verlagern. Das Ergebnis sind nur immer wieder neue synonyme Vokabeln, die eine Weile benutzt werden, bis sie auch wieder einen negativen Klang haben, ein sicheres Indiz dafür, dass man sich an den Inhalt nicht herangewagt hat.

Es geht hier um so etwas wie die eigene Identität (wie immer die aussieht). Um Integration. Darum, einen Weg zu finden, der Vielfalt ermöglicht, ohne dass man seine eigenen Wertvorstellungen aus falsch verstandener (und oft einseitiger) Toleranz selber aufgibt. Niemand ist zwingend rechts oder gar extremrechts, nur weil er möchte, dass die hiesigen Werte erhalten bleiben sollen, für die im übrigen in der Regel sehr lange gekämpft werden musste. Dazu gehört unter anderem die Gleichberechtigung und Freiheit der Frau. Redefreiheit. Meinungsfreiheit. Darum, dass die Gewalt (in Teilung) beim Staat liegt, nicht in der Familie oder Ethnie. Nennt es Grundrechte, nennt es Leitkultur, mir egal. Es geht um den Inhalt. Wir dürfen nicht zulassen, dass an diesen Werten gerüttelt wird, egal von wem.

Meiner Erfahrung nach sind die, die am meisten diesem Erhalt der eigenen Werte und der eigenen Kultur widersprechen und jede debatte dazu für böse und rechts halten, gleichzeitg häufig die, die verbissen für andere, gerne weit entfernte Kulturen darum kämpfen, dass sie ihre Identität pflegen und leben können (Yanomami, Tibeter, Schamanen,.... etc.)

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keine-#-ahnung 30.04.2017, 17:51
3. Es mag sein, dass Multikulti ...

Zitat von spontanistin
Multikulti bedeutet erst einmal ein Zusammentreffen unterschiedlichster Kulturen mit in der Regel in der frühen Kindheit geprägten und konditionierten Wertvorstellungen und Verhaltensweisen. Dabei dürfte es evident sein, dass sich jede dieser Kulturen der anderen als überlegen und weiter entwickelter, also "kultureller" fühlt. Denn sonst würde man ja Werte und Normen der anderen Kultur übernehmen resp. Integrieren. Aber selbst eine Schächtung von Tieren im Hausflur wird im Einzelfall nicht als primitiver und unhygienischer angesehen, als eine den deutschen Hygiene-, Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften entsprechende Schlachtung im Schlachthof! Eine Leitkultur-Diskussionen führt nur zu Zank, Streit und Ausgrenzung. Zwingend wäre eine Verständigung über allgemein übergeordnete Standards des Zusammenlebens und der wissenschaftlichen Erkenntnis in gegenseitigem Respekt. Mit "Leitkultur" werden wieder nur tumbe rassistische Anschauungen unterstützt und plumper Wahlkampf betrieben.
... irgendwie so sein soll, wie Sie es beschreiben.
Und genau deswegen wird eine solche "Kulturform" auch von einer recht grossen Mehrheit in diesem Lande abgelehnt. Hat nicht funktioniert und kann nicht funktionieren - schauen Sie nach Duisburg, Offenbach, Neukölln et al.
Sollten politische Mehrheiten für eine solche Ausprägung des gesellschaftlichen Miteinanders zustande kommen, müsste bspw. ich das so akzeptieren und meine Konsequenzen daraus ziehen, etwa emigrieren.
Solange dies aber in der Gesellschaft nicht entschieden wurde, darf ich zumindest erwarten, dies nicht durch die Hintertür zu importieren und einen point of no return zu etablieren.

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gersois 30.04.2017, 17:52
4. BILD-Beitrag

Was dieser Politiker da offensichtlich in dem BILD-Artikel zusammen schwafelt, ist unerträglich! "Wir sind nicht Burka". Ich bin auch nicht Mütze, Hut oder sonstiges Kleidungsstück!
Unsere Kultur beruht im übrigen auf den Erkenntnissen der Aufklärung und des Humanismus. Menschenrechte hat es weder im praktizierten Christentum noch im Islam gegeben.

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kleinsteminderheit 30.04.2017, 17:55
5. Der Innenminister liegt völlig richtig

Die Sie ihn und andere CDU Politiker mit dem Gedanken eines gemeinsamen Wertesystems in eine Reihe mit einigen unappetitlichen Rechtsauslegern stellen ist erhellend. Alle diese CDU und CSU Politiker wurden in der Vergangenheit für Ihre Vorstellung einer einenden Leitkultur gnadenlos niedergeschrieben. Dies war falsch, denn es überließ dieses Thema dem rechten Rand, der sich so bis in die Mitte der Bevölkerung ausdehnen konnte. Der Bevölkerungsmehrheit ist mittlerweile klar, dass Multikulti nicht Straßenfest sondern Parallelgesellschaft heißt und dass wir für ein gedeihliches Miteinander kulturelle Leitlinien und gemeinsame Werte brauchen. Ich hoffe, der Innenminister zeigt Durchhaltevermögen.

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futrakun 30.04.2017, 18:02
6. wirklich spontan

ich brauche keine Leitkultur-mir genügt die deutsche Kultur unserer deutschen Heimat,deren Eigenheiten und Auslebungen DEUTSCH geprägt sind seit Jahrhunderten.Deutschland ist eingebunden in das Christlich-Jüdische Abendland,das man Heute als Europa bezeichnet.Ein Morgenland ist hier nicht willkommen,ebenso wie halb Schwarzafrika.Wenn hier von Seiten der Politik dieser Zuwanderer-Völkerwanderung nicht Einhalt gebotenen wird,wird es die Mehrheit der deutschen Bevölkerung irgendwann einmal selbst in die Hand nehmen.Wie das dann aussehen wird,ist bekannt aus der jüngsten Vergangenheit.Ich hoffe es kommt nicht dazu.

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demokrat2 30.04.2017, 18:06
7. Leitkultur a la de Maiziere

Dieser Begriff bezeichnet ein strategisches Mittel, um die Bürger eines Staates abhängig zu machen und zu halten. Mehr Gesetze, die dem Staat und ihren Ordnungsorganen mehr Macht und Einfluss sichern. Mehr Überwachungskameras auf Plätzen und Strassen zum Beispiel. Über den Nutzen dieser Einrichtungen, die viel kosten, wird gestritten. Das Geld wäre in den Schulen zum Beispiel für Computer besser eingesetzt

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Bowie 30.04.2017, 18:06
8. Wir haben eine Leitkultur...

...und die steht im Grundgesetz! Aus allem anderen, aus Religion, persönlicher Lebensführung, sexueller Orientierung, Familienplanung hat die Politik sich herauszuhalten. Erlaubt ist, was gefällt und anderen im Rahmen gemeinsamer Gesetze nicht schadet. Das ist das Merkmal aller freien Demokratien. Leider eben manchmal auch, dass jeder Rechtsausleger seine Meinung kundtun kann, damit die Ausleger von noch weiter rechts eventuell wieder eingefangen werden können...

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aggelbagg 30.04.2017, 18:08
9.

Zitat von gersois
Was dieser Politiker da offensichtlich in dem BILD-Artikel zusammen schwafelt, ist unerträglich! "Wir sind nicht Burka". Ich bin auch nicht Mütze, Hut oder sonstiges Kleidungsstück!
Die Burka ist nicht einfach ein Kleidungsstück. Kein modisches Accessoire, das die Frauen tragen, weil sie es so hübsch und kleidsam finden. Ebenso wenig wie die zusammengebundenen Füße der Frauen in China es einmal waren. Die Burka existiert nur in Ländern, in denen Frauen wenige oder keine Rechte haben und ist genau aus diesem Grund ein Symbol hierfür.

Und denken Sie mal darüber nach, wieso es gerade moderne Menschen aus diesen Kulturen sind, die so dringend ihre Abschaffung fordern, und warum Kemal Atatürk dieses für unbedingt notwendig hielt. Sie kennen und kannten die Bedeutung genau.

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