Forum: Politik
Thomas de Maizière: Leitkultur? Da war doch was!
REUTERS

"Wir sind nicht Burka": Der Innenminister sinniert über die deutsche Leitkultur - wie schon so viele Unions-Männer vor ihm. Die Geschichte eines Wortes in kontroversen Politiker-Zitaten.

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Dipinto 01.05.2017, 11:36
70. Wer hat's geschrieben?

Ich bin die Bratwurst, er ist das Schnitzel.
Deutschland ist nicht Burka.
Wir sind Papst.

Ich hoffe, die Texte in Bild zur Leitkultur hat kein amtierender deutscher Minister sondern ein BAMF-Praktikant von Mckinsey geschrieben.

Wünsche einen schönen ersten Mai.

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alfred-wilhelm 01.05.2017, 11:37
71. Vorab

.... ein Dankeschön an Frau Gruber und Herrn Peters für diesen Artikel und die Zusammenstellung der Zitate.

ALSO: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich unsere alt-ehrwürdigen Politiker kaum Gedanken Über den Begriff Leitkultur machten.

Leitkultur, für mein Verständnis bedeutet:
Demokratie, Laizismus, Aufklärung, Menschenrechte und Zivilgesellschaft.

Letztlich sind das Dinge, die in unserem Grundgesetz verankert sind, Bestandteile unserer Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung sind und damit auch die Basis unseres demokratischen Rechtsstaates bilden.

Ich denke, dass es nur fair ist zu verlangen, dass Menschen, die hier in Deutschland leben wollen, die Basis unseres demokratischen Rechtsstaates respektieren.

Es wäre nun Sache der Administration unseres Rechtsstaate das auch eindeutig einzufordern!

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mundi 01.05.2017, 11:41
72. Die Kompatibilität der Religionen

Zitat von tatsache2011
Die Vorfahren von De Maizière sind wegen der christlichen Leitkultur aus Frankreich in das aufgeklärte Preußen geflüchtet. Die Anpassung wurde damals in einer Generation geschafft.
Das war auch mit den Polen des 18. Jahrhunderts im Ruhrgebiet nicht anders, oder mit den italienischen Gastarbeitern der 1. Stunde.

Gemeinsam war aber die kompatible Religion.

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Georg_Alexander 01.05.2017, 11:54
73. Leitkultur: Unsägliches Gestammel im Wahlkampf

'Deutsche Leitkultur' ist m. E. treffender mit den Schreibweisen 'Leidkultur' oder 'Li(gh)te-Kultur' charakterisiert.

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theoripp 01.05.2017, 12:03
74. Fiktion

Ich habe keine gemeinsame Leitkultur mit meiner Familie, die Schwule hasst, Nazis waren und Antisemiten sind. Ich verstehe deshalb das ganze Gerede von der Leitkultur nicht. Früher wurde ich als schwuler Mann ausgegrenzt und jetzt sollen Muslime ausgegrenzt werden. Die Leitkultur ist reine Fiktion und dient nur dazu Menschen auszugrenzen. Ich möchte nicht unter eurer Leitkultur leben, liebe CDU.

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simonweber1 01.05.2017, 12:12
75. Nein

Zitat von ludwig49
...befindet sich in einer ständigen, sich erneuernden Entwicklung. Es ist noch nicht lange her, da musste in Deutschland die Frau ihren Ehemann fragen, ob sie außerhalb des Hauses arbeiten dürfe. Das war auch einmal die deutsche Leitkultur.
das waren veraltete gesetzliche Regelungen und hatte mit dem Begriff Leitkultur nicht viel zu tun. Genauso die Regelung, dass bis zur rot grünen Koalition Schröder Fischer die das gesetz aufhob, der Ehemann das Arbeitsverhältnis seiner Frau ohne deren Zustimmung kündigen durfte. Daran mag man erkennen, dass auch gerade im zivilisierten Mitteleuropa, Normalität nur schwer erreichbar war. Ansonsten stimme ich Ihnen zu das Zusammenleben von Menschen unterliegt einer ständigen Entwicklung.

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swerd 01.05.2017, 12:16
76. Kommentar von spontanistin

halte ich für gewagt, denn es gibt nunmal, und zwar ohne wissenschaftliche Erkenntnis, höher entwickelte
Kuturen. Dieses seit Jahrtausenden. Das bedeutet für mich sehr einfach, dass ich mich, auch wenn ich den
Wert meiner Kultur höher einschätzen, ich mich in einem anderen Kulturkreis anpassen sollte.
Wenn man Religionszugehoerigkeit mit Blick auf den Islam als kulturelle Grundlage nimmt, bekommt man
ein Problem, insbesondere dann, wenn er ideologisch angehaucht daherkommt. Ich bin froh, dass endlich
mal ein Minister dieses Problem oeffentlich macht und sehe keinerlei Wahlpropaganda darin.

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simonweber1 01.05.2017, 12:45
77. Vermutlich

wird ohne ein vernünftiges Einwanderungsgesetz, die Auflistung einer Leitkultur notwendig sein. Das Zusammenleben zwischen den Menschen aus unterschiedlichen Kulturbereichen funktioniert eben nicht reibungslos. Ein österreichischer Politiker hat es einmal einfacher formuliert: Unsere Werte spiegeln sich in den Gesetzen wider – und wer sich nicht daran hält, kriegt ein schweres Problem.
Nun könnte man meinen, das reicht aus und alle halten sich daran, aber auch in Österreich funktioniert das so nicht. Was also spricht dagegen wenn man in Ermangelung eines Einwanderungsgesetzes ein Hilfsmittel wie die Einführung einer Leitkultur installiert. So wie es zur Zeit läuft, läuft es nicht gut und daran sind nicht die Flüchtlinge schuld.

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tatsache2011 01.05.2017, 12:46
78. Kompatibel

Zitat von mundi
Das war auch mit den Polen des 18. Jahrhunderts im Ruhrgebiet nicht anders, oder mit den italienischen Gastarbeitern der 1. Stunde. Gemeinsam war aber die kompatible Religion.
Die Hugenotten sind wegen der christlichen Leitkultur aus Frankreich geflüchtet, weil deren Religion dort als nicht kompatibel betrachtet wurde.
Im aufgeklärten Preußen war bereits die Aufklärung "Leitkultur" und die Ausgrenzung durch Religionszugehörigkeit fand nicht statt.

Religionen sind immer nicht kompatibel.
Es kommt darauf an, dass die Religion für das Zusammenleben der Menschen unbedeutend ist. Dann ist es egal, ob jemand in eine katholische oder evangelische Kirche oder in eine Moschee, usw. geht.

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helianthe 01.05.2017, 13:21
79. Spaceagency

Es wird Ihnen nicht gefallen, aber die Mehrheit derer die ,,schon länger hier leben", werden Herrn De Maizeire recht geben. Und Toleranz wird nur mit einem l geschrieben. Leitkultur ist wichtig! Ganz speziell für die jungen muslimischen Männer die in Gruppen auf der Straße rumlungern und vom deutschen Steuerzahler lebt. In der Regel sollten junge gesunde Männer für ihren Lebensunterhalt arbeiten und nicht prügeln, belästigen und Rentnerinnen die Handtaschen aus dem Rollator stehlen. Unfassbar was alles toleriert werden soll!

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