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Thomas Oppermann: "Bundestag muss kleiner und weiblicher werden"
DPA

Der Vizepräsident des Bundestages, Thomas Oppermann, will das Wahlrecht in Deutschland grundlegend ändern. Er hat dafür zwei konkrete Vorschläge.

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bmvjr 16.01.2019, 03:02
1. Nochmal ueberdenken

"Die Optionen des Wählers werden also erweitert: Er kann einen Mann, eine Frau und eine Partei wählen. Wir hätten also quasi ein Drei-Stimmen-Wahlrecht", sagte Oppermann. Mit welchen abstrusen Vorschlaegen sich manche Politiker an die Waehler wenden in der Annahme, das sei was die Waehler vermisst haben, ist schon erstaunlich. Kein Wunder, dass die (ehemals) etablierten Parteien ihr Fussvolk verlieren.

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DrWimmer 16.01.2019, 03:09
2. SPD bisher nicht in der Realität angekommen.

Oppermann hat noch immer nicht begriffen, dass die SPD nur noch Juniorpartner und austauschbarer Mehrheitsbeschaffer aber schon lange keine Volkspartei mehr ist. Denen brennt die Hütte, sie taumeln der 5%-Hürde entgegen und er sinniert über das Wahlrecht der übernächsten Bundestagswahl? Wann kapieren er und seine GenossInnen mal, dass sie schon nächstes mal wahrscheinlich nicht mehr mitregieren und die SPD auch finanziell in eine ernste Existenzkrise schlittert? Es ist arrogant und realitätsfern so zu tun, als würde ausgerechnet die SPD nun das Wahlrecht revolutionieren können. Niemand wird das so mit ihr machen und sie hätten genug eigene Hausaufgaben zu machen. Es wird Zeit, dass die SPD sich selbst reformiert und aufhört über ungelegte Eier zu schwafeln. Wenn die neu denken wollen, sollen sie mal überlegen, ob sie überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen oder ob das nicht mittlerweile wie lächerliche Selbstüberschätzung wirkt.

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fyer 16.01.2019, 03:46
3. Verfassungsrechtlich unmöglich

Wenn er mehr Frauen im Bundestag haben will, müssen sich mehr Frauen zur Wahl stellen. Eine Geschlechterwahlgarantie ist völlig entgegen dem Gleichbehandlungsgrundsatz (und zudem gibt's ja jetzt auch offiziell das dritte Geschlecht) und nimmt dem Volk als einzigem Souverän die Macht seine Vertreter selbst zu bestimmen. Wenn der gewählte Vertreter eine Frau ist, dann ist das so, wenn nicht ist die Entscheidung zu akzeptieren! Wer mehr Frauen im Bundestag will muss diese vermehrt zur Wahl antreten lassen

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barbierossa 16.01.2019, 03:59
4. Gut und schlecht

Der Vorschlag, die Anzahl der Wahlkreise zu verringern, findet meine volle Zustimmung. Der Vorschlag der im Wahlgesetz festgelegten Geschlechterquote ist dagegen meiner Ansicht nach gendermainstreamisierender Unfug. Es sollte den WählerInnen überlassen werden, wen sie wählen und man sollte ihnen die Möglichkeit geben, nach Eignung der Kandidaten und nicht nach sonstigen Kriterien zu wählen. Angesichts des Umstands, dass heutzutage schon mehr Frauen als Männer studieren, gehe ich davon aus, dass zukünftig sogar mehr Frauen als Männer in politische Ämter drängen werden - es geht mir also NICHT darum, Frauen "draussen halten" zu wollen. Sondern darum, dass den Wählern nicht vorzuschreiben ist, wen sie zu wählen haben. Insbesondere, da ich es zum Lösen politischer Probleme für unerheblich halte, was den jeweiligen AmtsinhaberInnen nun zwischen den Beinen baumelt oder nicht.

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Oceanus1997 16.01.2019, 05:39
5. Meine Variante

Weniger Wahlkreise aber keine doppelten Abgeordneten. 1 Wahlkreis = 1 Abgeordneter. Und wer das wird sollte der Wähler bestimmen und nicht eine Quote

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-fels- 16.01.2019, 06:04
6.

Wahlkreisreduzierung klingt interessant - aber wohl kaum durchsetzbar.
Aber auf Teufel komm raus hier etwas zu erzwingen - dann haben wir bald noch mehr Spezialisten wie die Frau von der Leyen.

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GinaBe 16.01.2019, 06:04
7. Geschenk?

Im 1. Moment klingen diese beiden grundsätzlichen Vorschläge sehr gut und sehr mutig!
Der eine würde durchgeführt die Parität weiblicher und männlicher Kandidat/innen erreichen.
Der andere allerdings würde die eh schon fehlende Nähe der Kandidaten durch weit vergrößerte Wahlkreise noch verstärken. Der Anonymität und Kluft zwischen Bürger/innen und Politiker/innen wäre Nahrung gegeben.

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slashmaxx 16.01.2019, 06:07
8. Konsequent zuende gedacht fordere ich..

je ein Direktmandat für hell und dunkelhäutig...Je ein Direktmandat für homo und hetero...Je ein Direktmandat für größer 1,5m und kleiner als 1,5m...Je ein Direktmandat für die Religionszugehörigkeit...etc...Wer Sarkasmus findet, darf natürlich behalten. Man sollte grundsätzlich nicht hinsichtlich Geschlecht, sondern nach vermeintlicher Kompetenz wählen.

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jhea 16.01.2019, 06:08
9. Warum?

Beim kleiner bin ich noch halbwegs mit dabei, aber auch nur halbwegs.
Ich glaube ja so kaum, dass mein Bundestagsabgeordneter Zeit genug für meinen Wahlkreis hat, jetzt bekommt er noch quasi einen zweiten dazu?
Jeder BtA repräsentiert doch x Bürger in diesem Land.
Und weiblicher?
Jetzt soll also jede Partei zwei Spitzenkandidaten für einen Wahlkreis aufstellen?
Meint ihr nicht, dass derzeit genau die Leute im BT sitzen, die der Bürger da sitzen haben will?
Wenn es mir nur um Frau ginge, hätte ich bei der letzten Wahl Partei x statt y gewählt.

Wenn nur 30% der Parteimitglieder Frauen sind, dann ist der BT auch gut genug repräsentiert mit 30% Frauen.
Wollen Frauen mehr Frauen im BT, dann sollten mehr Frauen in Parteien eintreten.

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