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Thomas Oppermann: "Bundestag muss kleiner und weiblicher werden"
DPA

Der Vizepräsident des Bundestages, Thomas Oppermann, will das Wahlrecht in Deutschland grundlegend ändern. Er hat dafür zwei konkrete Vorschläge.

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Dengar 16.01.2019, 07:48
40. Unausgegorener Quatsch

"- dafür aber in jedem Wahlkreis zwei Direktkandidaten wählen zu lassen - jeweils einen Mann und eine Frau."

Wie szellt Oppermann sich das vor? Das ginge nur, wenn man den Parteien Vorschriften zur Direktkandidatenaufstellung machte, was verfassungsrechtlich mehr als bedenklich sein dürfte. Zudem: Was soll passieren, wenn trotzdem zwei Männer die meisten Stimmen erhalten? Den zweitgewählten übergehen, bis man auf die erste Frau mit den meisten Stimmen stößt? Und zu guter Letzt: Solange die Mitgliederschaft der einzelnen Parteien kein ausgewogenes Geschlechterverhältnis aufweist, ist eine pari/pari-Besetzung im BT Diskriminierung, und zwar von Männern. Vom Abbau der Demokratie durch größere Wahlkreise mal ganz zu schweigen, wenn immer weniger Abgeordnete immer mehr Wähler repräsentieren sollen. Da kann man schlussendlich auch einfach nur einen König oder eine Königin wählen, wenn man der Meinung ist, Demokratie sei durch den reinen Wahlakt schon ausreichend hergestellt.

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victorcastorff 16.01.2019, 07:52
41. Verfassungsmäßig

Ist das überhaupt verfassungsmäßig? Frauen können auch heute schon gewählt werden, dafür braucht es keine "Quote". Sicher braucht es eine Änderung des Wahlrechts, aber von dieser Idee halte ich leider nicht.

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viwaldi 16.01.2019, 07:57
42. Gender Parlament, das Ende der Demokratie

Sind das die Todeszuckungen der SPD? Wenn der böse Wähler nicht mehr SPD wählt, wird am gleichen Wahlrecht für alle solange geschraubt, bis die SPD wieder aufersteht- und das noch als Gleichberechtigung verkaufen. Oppermann ist noch nie durch viel Intelligenz aufgefallen, jetzt dreht er frei. Angst vor Wähler fressen Verstand auf- treten sie zurück und machen einer Frau Platz, wär schon mal ein schöner Anfang, sie Anti- Demokrat.

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kolenya 16.01.2019, 07:58
43.

Die Idee ist prinzipiell nicht schlecht, würde aber Frauen bevorzugen, da es weniger Frauen als Männer gibt, die sich wählen lassen möchten. Und sollte es mal keine geeignete Kandidatin geben, aber 2 geeignetere Kandidaten, würde trotzdem die Frau gewählt werden.
Da fand ich den Vorschlag besser, in der Wahlliste Mann und Frau abzuwechseln. So haben Frauen die gleichen Chancen, müssen dann aber mit den Männern mithalten können, um gewählt zu werden.
Zusätzlich hätte ich gern mehr jüngere Menschen im Bundestag, eventuell zu regeln durch eine Quote in der Wahlliste?
Die Verkleinerung finde ich definitiv eine sehr gute Idee.

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mintie 16.01.2019, 07:58
44.

Das ganze System gehört auf den Prüfstand im Zeitalter der Vernetzung. Nicht eine weitere Vertiefung. Mir ist schleierhaft, warum wir überhaupt so viele Abgeordnete benötigen. Für Abstimmungen im Bundestag sicherlich nicht.

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acitapple 16.01.2019, 08:05
45.

Da es hier so oft angesprochen wird: wann ist denn jemand geeignet als Politiker ? Klar, Juristen und Beamte sind überdurchschnittlich vertreten, aber ist das bereits eine Qualifikation für einen Volksvertreter ?

Was die Frauen angeht: man muss sich schon selbst aktiv um so ein Amt bewerben, auch innerhalb der Partei. Wenn man sich dann den weiblichen Anteil innerhalb der Parteien anschaut ist nachvollziehbar, warum der BT kein 50:50 Verhältnis bietet. Aber mit solchen Nichtigkeiten hält man sich bei der SPD nicht auf...

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stirnrunzeln 16.01.2019, 08:05
46. Zustimmung von 50%

Ein zusammenlegen der Wahlkreise und die damit einhergehende Reduzierung von Mandaten ist sinnvoll. Aber eine Selektierung der wählbaren Personen nach Geschlechtern ist der falsche Ansatz. Die Parteien sollten über ihre Wahllisten einen bunten Querschnitt nach verschiedenen Kriterien, wie beispielsweise Geschlecht, Alter, Beruf, Konfession, der möglichen VolksvertreterInnen zur Wahl stellen. Bei den Grünen funktioniert das auch ohne "Extrawurst".

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Mvk 16.01.2019, 08:09
47.

Nun dann wäre es zumindest offiziell das die Befähigung der Abgeordneten keine Rolle spielt. Und das man durch die Zusammenlegung von Wahlkreisen die fähigere Konkurrenz der kleinen Parteien ausbremsen kann, passt da auch gut ins Bild. Leider nicht verwunderlich allerdings das ein Beteiligter der Edathy Affäre sich überhaupt noch im Bundestag befindet und seine Einfälle veröffentlicht bekommt.

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ulmer_optimist 16.01.2019, 08:12
48. Verfassungskonform?

Beide Ziele von Herrn Oppermann sind richtig. Der Bundestag ist zu groß und natürlich müssen Frauen die gleichen Chancen haben, sich zu beteiligen. Wenn wir allerdings die Bevölkerung im Bundestag abbilden wollen, muss es auch Quoten nach Bildung, Alter, Familienstand, Sexualverhalten, Religion etc. geben. Die Beteiligung an Politik steht Frauen offen. Bei Grünen und Linken sind Frauen stark überrepräsentiert (60% Abgeordnete bei 40% Mitgliedern), bei der SPD etwas, bei der CDU stimmt das Verhältnis fast. Ich denke, der richtige Weg ist hier keine Quote und wenn, dann bestenfalls eine nach Zugehörigkeit zur entsprechenden Partei. Alles andere ist aus meiner Sicht verfassungswidrig, hat mit Gleichheit wenig zu tun. Wer sich nicht engagiert, hat weniger mitzureden. Das ist im Kaninchenzüchterverein genauso wie in der Politik.

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bernstein9 16.01.2019, 08:13
49. Unfug

Schon jetzt sind die Wahlkreise in Flächenländern wie Bayern unglaublich groß. Wie soll man da noch vor Ort einen Abgeordneten zu sehen bekommen. Das ist doch nur ein unausgegorener Vorschlag der Parteiapparatschiks. Ich habe weniger demokratische Möglichkeiten als vorher. Schafft doch die Listen ab. Dann wird nur noch ein Mehrheitswahlrecht gemacht.

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