Forum: Politik
Thüringen nach dem NSU-Skandal: Gefangen in der Schmuddelecke
dapd

Thüringen steht nach den Pannen um die Neonazi-Terrorzelle unter Druck. Die Regierung will das Image des Landes polieren, doch nach erneuten Übergriffen von Rechtsextremen häufen sich Beschwerden über Polizei und Behörden. Viele Bürger fragen sich: Haben die gar nichts gelernt?

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keksguru 02.09.2012, 12:24
1. Ostverbräunung

Wenn schon von ganz oben nichts passiert, Streifenbeamte rechte Gewalt nicht dokumentieren wollen, Anzeigen nicht bearbeitet werden, ich glaub dann hat man als Ausländer im Osten Deutschlands eine Menge zu befürchten.
Deutschland ist nebst einiger gescheiterter Staaten auch eins der wenigen Länder auf der Welt, wo ein gefesselter Schwarzer in Polizeigewahrsahm verbrennen kann - siehe Oury Jalloh.

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cyclist01 02.09.2012, 12:27
2. Was kann Erfurt tun?

Ganz einfach, alle Leute aus entscheidenden Positionen rauswerfen, welche in den 90ern durch aus dem Westen importierte Rechts (radikal) lastige Politiker, wie diesem unsaeglichen Roeder eingestellt und bewusst so aufgebaut wurden. Sonst wird sich NICHTS aendern.

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rodelaax 02.09.2012, 12:38
3. Darauf kann man in Ostdeutschland noch lange warten.

"Die Polizei muss rechtsextreme Gewalttaten endlich erkennen wollen."

Die Frage ist doch, wieviele Polizeibeamte sind zumindest Sympathisanten der rechten Szene, wie vielen Politikern, die nur an den eigenen Machterhalt denken, ist das egal? Wird diese Szene und ihre Auswüchse, inkl. NSU, wahrscheinlich sogar aus Polizei- und Verfassungsschutzkreisen unterstützt und geschützt?

Wer erwartet da ein Handeln durch die Polizei?

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lordas 02.09.2012, 12:41
4. ...

Zitat von sysop
Thüringen steht nach den Pannen um die Neonazi-Terrorzelle unter Druck. Die Regierung will das Image des Landes polieren, doch nach erneuten Übergriffen von Rechtsextremen häufen sich Beschwerden über Polizei und Behörden. Viele Bürger fragen sich: Haben die gar nichts gelernt?
Das Politik und Polizeibehörden die braunen Ecken nicht wahrhaben wollen stimmt. Nur leider erklährt das nicht allein ihr Verhalten. Natürlich möchte niemand zugeben ein Nazi-Problem zu haben, weil der braune Dreck ein beliebtes Mittel in der Politik war um Gegner in Misskredit zu bringen.
Aber mittlerweile ist das viel größere Problem, dass ein nicht kleiner Teil der Polizei mit der rechten Szene sympathisiert. Man mag es manchmal nicht glauben, welches braune Gedankengut sich, unter dem konservativen Deckmantel verbergen mag. Dabei wird der Kückenschutz der Polizei aktiv ausgenutzt.

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Ursprung 02.09.2012, 13:26
5. Nicht Pannen....

Zitat von sysop
Thüringen steht nach den Pannen um die Neonazi-Terrorzelle unter Druck. Die Regierung will das Image des Landes polieren, doch nach erneuten Übergriffen von Rechtsextremen häufen sich Beschwerden über Polizei und Behörden. Viele Bürger fragen sich: Haben die gar nichts gelernt?
Behördenpannen? Suessholgeraspel!
Die braune Sosse ist in diesen Kreisen mehr etabliert als im Bevoelkerungsdurchschnitt!
Besonders in den DDR-Gegenden.
Warum?
Weil die DDR selber durch und durch faschistoid war, National-Sozialismus halt.
Man etikettierte sich als sozialistisch, daemliche Camouflage, handelte und dachte aber DDR-national.
Wo sind sie alle geblieben, diese unmoeglichen, verlogenen Apparatschicks, welche im eigenen Land und unter den DDR-Touristen in Comeconlaendern penetrant deutsches DR-Land intonierten?
Mit der Wende waren diese Leute ploetzlich weg- nach aussen hin!
Sie sitzen wie die Filzlaeuse in Behoerden und Polizei.
Diese Moerderzelle war nicht etwa Dummheit der Behoerden oder einaeugige Blindheit, sondern Folge der Besetzung oeffentlicher Aemter und Polizei mit den Steinzeitlern der DDR-Gesinnungen.

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der Alleswissende 02.09.2012, 13:48
6. Arme Thüringer Polizei

Wie motiviert ist denn eine Polizei in Thüringen, die als die am schlechstesten bezahlte in Deutschland gilt, aber bei den Statistikauswertungen immer unter den besten 3 in Deutschland zu finden ist (derzeitige Nr1)? Da eröffnen die Grinsekatze und ihr Innenminister die neue Polizeimammutbehörde in Erfurt, vergessen aber, dass Tarifverträge über Monate verschleppt werden, nur im nicht mehr bezahlen zu müssen und das die Beförderungsgrenzen seit Urzeiten auf 5% festgelegt sind, so dass ein Polizeibeamter durchschnittlich 20 Jahre auf eine Beförderung warten muss. Und dann wird natürlich noch vergessen, wie gerne sich derart hoch motivierte Polizeibeamte bei Demos von linken Chaoten mit Farbbeuteln, Steinen und Flaschen bewerfen lassen und deswegen kein Freund von linken Klientel sind. Wer wundert sich da?

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Ylex 02.09.2012, 13:48
7. Gesinnungswüsten

Zitat von lordas
Das Politik und Polizeibehörden die braunen Ecken nicht wahrhaben wollen stimmt. Nur leider erklährt das nicht allein ihr Verhalten. Natürlich möchte niemand zugeben ein Nazi-Problem zu haben, weil der braune Dreck ein beliebtes Mittel in der Politik war um Gegner in Misskredit zu bringen. Aber mittlerweile ist das viel größere Problem, dass ein nicht kleiner Teil der Polizei mit der rechten Szene sympathisiert. Man mag es manchmal nicht glauben, welches braune Gedankengut sich, unter dem konservativen Deckmantel verbergen mag. Dabei wird der Kückenschutz der Polizei aktiv ausgenutzt.
Sie sprechen die Wahrheit aus, und ich gehe noch weiter: Der gesamte Behördenapparat bis nach ganz oben zur Landesregierung ist mit tiefschwarzem Gedankengut durchseucht. Die Polizisten und die Schlapphüte haben nur im Schongang gefahndet und auch gerne mal weggesehen – deshalb kam es zu dem Verfassungsschutz-Eklat im Zusammenhang mit dem NSU, nicht nur in Sachsen – deshalb war Innenminister Friedrich so entsetzt. Ihn schockte das Ausmaß der braunen Brühe in seinen eigenen Länderfilialen. Auch 20 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen, das ja in Mecklenburg-Vorpommern liegt, kann man nicht umhin festzustellen, dass Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen zu nicht unbeträchtlichen Teilen immer noch neonazistische und akut ausländerfeindliche Gesinnungswüsten sind.

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vgo 02.09.2012, 13:48
8. … wer sich darüber wundert ist schlicht blind.

Hier wird wieder nur über die braunen Ränder in der Gesellschaft berichtet – die sind ein riesiges Problem. Was aber übersehen wird, das sind die hellbraunen bis braun/dunkelbraunen Flecken in der Mitte der Gesellschaft – und das geht querbeet durch die Gesellschaft. Darüber hat man jahrzehntelang geschwiegen und auch heute wird das kaum gesehen. Wer sieht schon den blinden Fleck.

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muscote 02.09.2012, 13:49
9. Einzelne Aspekte...

Zitat von Ursprung
Behördenpannen? Suessholgeraspel! Die braune Sosse ist in diesen Kreisen mehr etabliert als im Bevoelkerungsdurchschnitt! Besonders in den DDR-Gegenden. Warum? Weil die DDR selber durch und durch faschistoid war, National-Sozialismus halt. Man etikettierte sich als sozialistisch, daemliche Camouflage, handelte und dachte aber DDR-national. Wo sind sie alle geblieben, diese unmoeglichen, verlogenen Apparatschicks, welche im eigenen Land und unter den DDR-Touristen in Comeconlaendern penetrant deutsches DR-Land intonierten? Mit der Wende waren diese Leute ploetzlich weg- nach aussen hin! Sie sitzen wie die Filzlaeuse in Behoerden und Polizei. Diese Moerderzelle war nicht etwa Dummheit der Behoerden oder einaeugige Blindheit, sondern Folge der Besetzung oeffentlicher Aemter und Polizei mit den Steinzeitlern der DDR-Gesinnungen.

...ihrer Aussage mögen stimmen, aber das Bild, welches Sie da zusammensetzen ist absurd.

Wir haben in Ostdeutschland also ein Problem mit rechten Polizisten und Behörden, weil die DDR "national-sozialistisch" und faschistisch war?
Und das ist wirklich ihre Erklärung für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft, quer durch alle Schichten, Milieus, Parteipräferenzen??

Sie nehmen damit all die Menschen, die die Rechtsextremen aktiv oder stillschweigend unterstützen, aus der Verantwortung und schieben diese der DDR zu. vielleicht, damit man nichts machen muss?

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