Forum: Politik
Thüringen: Spalten mit Sarrazin
Martin Schutt/DPA

Ein Ex-AfD-Mann, der in die Thüringer SPD eintrat, führt seine Partei unter tätiger Hilfe von Thilo Sarrazin kurz vor der Europawahl öffentlich vor - und sie kann nichts dagegen tun. Denn die knappe rot-rot-grüne Mehrheit im Landtag hängt an seiner Stimme.

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tomdabassman 22.05.2019, 23:26
1. Alles tun für die Macht

Nach dem Strache-Debakel für den geschmeidigen Herrn Kurz hier der nächste erschreckende Beweis für die Unmöglichkeit, die Braunen zu zähmen. Einmal braun, immer braun. Aber vielleicht hat man im Land der Wendehälse geglaubt, daß es ohne nicht geht. Es muß endgültig Schluss sein mit den Einhegungsversuchen der demokratischen Mehrheit, den sinnlosen Versuchen argumentativ zu überzeugen. Diese Menschen haben ein geschlossenes, gefestigtes Weltbild. Der Ruf von Chemnitz lautete 'Wir sind mehr!' - und das gilt hoffentlich auch für Deutschlands Osten. Die Demokraten müssen glasklar Position beziehen. Ohne Spielchen mit dem braunen Rand.

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-william- 22.05.2019, 23:36
2. Wenn uns Europa wichtig ist, sollten wir zuhören..

Die "linken" Parteien sollten schleunigst, dass Thema Migration bearbeiten. Die meisten Menschen hier haben einige respektlose Einwanderer, Clanstrukturen, No Go Areas, Belästigung von Frauen etc. einfach satt. Auch mit Hintergrund auf unsere freie Lebensweise, die viele Einwanderer verabscheuen. Das müssen wir einfach ernst nehmen, ansonsten wird das Eis zu einem totalitären Sytem immer dünner.
Wenn ich mittlerweile die Leute auf der Arbeit etc. reden höre, könnte man meinen, man ist auf dem NPD Parteitag und das ist nun wirklich die Mitte der Gesellschaft. Das Thema muss einfach von allen Parteien auf den Tisch, sonst wird es hier sehr ungemütlich.
Überall fallen in Europa die gemäßigten Regierungen, wegen diesem Thema!
Aber wäre denkt, AFD oder sonstiges wäre das Allheilmittel.. Rechte Parteien sind noch viel korrupter, lobbyistennäher, verkaufen nur ihre Meinung als einzige Wahrheit und würden ihren Dackel für ein paar Kronen an die Russen verscherbeln, wenn's dafür Macht gibt.

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kalsu 22.05.2019, 23:42
3. "Ich möchte nicht, dass Deutschland ein islamischer Staat wird"

Das wollen 94% der Deutschen mit nicht muslimischen Glauben nicht. Und vermutlich die Mehrheit der ca 6% mit muslimischen Glaubens will das auch nicht. Und das kann Deutschland auch nicht werden. Das hat nichts mit Glauben, politischer Einstellung oder sonstwas zutun - das ist simple Arithmetik (für die einfachen Gemüter: Rechnen mit natürlichen Zahlen).

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keck04 22.05.2019, 23:54
4. neutral ist schwer

Es fällt schon schwer einen "neutralen" Artikel über ein Thema zu schreiben, dass ansatzweise mit der AFD bzw. "rechten" Ansichten zu tun hat. Wenn das nicht gelingt, dann bitte erklären Sie doch dem Leser was genau an den Positionen von Herrn Helmerich falsch ist. Das man die Jusos gegen sich aufbringt, reicht da wohl noch nicht als Beleg falscher Ansichten aus. Auch die Formulierung "Merkwürdigerweise trat er dann aber in die AfD ein." ist mir ein Rätzel. Denn Sie schreiben ja anschließend selbst, dass er dem Lucke-Lager angehörte. Nur weil einer mal die Grünen oder SPD gewählt hat, heisst dass ja nicht, dass dieser von Verstaatlichungen träumt und nie im Leben mal eine (damals noch) liberale Partei wählen könnte. Welche Beweggründe er hatte zur SPD zu Wechsel weiß ich jetzt auch nicht, aber auch ein SPD-Mitglied darf gegen grenzenlose Einwanderung sein. Vielleicht ist es ja auch keine böse Absicht Ihrerseits, aber auf diese Art geschriebene Artikel wecken wohl bei einigen Bürgern eher das Bedürfnis sich auf die Seite der "Underdogs" zu stellen, die immer wieder von den, dann als "Systemmedien" bezeichneten, eins drauf bekommen.

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desertking 23.05.2019, 02:56
5. Neutral ist schwer?!

Gegenüber Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und dem pseudo-intellektuellen Rassistengesabbel von Herrn Sarrazin sollte man nicht neutral bleiben. Lügen bleiben Lügen und Herr Sarrazin verdient mit rechtsextremen Lügen sein Geld. Der ehemalige AfDler scheint dies ebenso zu tun, denn - es gibt keinerlei Anzeichen, dass Deutschland ein muslimisches Land wird. Das sind rechtsextreme Hirnfürze, die außer den Ossis, die weder Muslime kennen, noch in großer Zahl in ihren mit Westgeld aufgemöbelten Städten wohnen haben, kaum jemand umtreibt. Und gegenüber solchem Blödsinn darf man nicht neutral sein als Demokrat. Und nein, Lügen zu verbreiten und wissenschaftlich bedenkliche, schön verpackte Hetzschriften zu verkaufen, ist nicht demokratisch. Es ist der erste Schritt in die Barbarei. Vielen Dank an Herrn Sarrazin, der den Grundstein für die Neofaschisten gelegt hat.

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dendro 23.05.2019, 07:54
6. Marktlücke

Es ist immer wieder erstaunlich welche Strategien alte hartleibige Schriftsteller schalten, damit irgendwer ihren langweiligen Mist kauft. Sarrazin gehört auch dazu. Seine Klientel hat er jedenfalls gefunden, redet ihnen populistisch nach dem Maul und könnte ihnen mittlerweile auch leere Seiten Butterbrotpapier verkaufen.

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großwolke 23.05.2019, 08:04
7. Es lohnt sich, Sarrazin zuzuhören

Man kann Sarrazin vieles vorwerfen. Dass er ein Pedant ist, und, ja, auch ein Spalter, denn er verhält sich destruktiv, dramatisiert Probleme, ohne Lösungswege aufzuzeigen. Aber seine Bücher sind sauber recherchiert, die Schlussfolgerungen, die er zieht, sind statistisch auf eine schwer angreifbare Art belegt, das hat auch Sigmar Gabriel, zu der Zeit noch SPD-Vorsitzender, zugegeben. Deshalb geht die Presse ja immer auch ad hominem, wenn es ihr darum geht, Sarrazin zu diskreditieren. Dabei wäre es so leicht, und über weite Strecken sehr vernünftig, in seinem Sinne tätig zu werden. Was ist denn falsch daran, Gefährder auszuweisen? Und wieso schieben wir nicht endlich der Tätigkeit ausländischer Imame den Riegel vor? Man muss nicht die hier lebenden Muslime diskriminieren und kann doch einiges dafür tun, den politischen Islam aus Deutschland und Europa herauszuhalten.

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haresu 23.05.2019, 08:06
8. Spalten würde helfen

Man fragt sich doch sehr was ein Tiefensee auf dieser Veranstaltung macht. Für mich versagt er darin zu spalten. Er müsste sagen "ihr seid nicht wir", er müsste sagen "es gibt kein wir mit Sarrazin, keines mit Helmerich und auch keines mit Leuten die Sarrazin beklatschen", er müsste auch sagen "es gibt keine Meinungsfreiheit für Fremdenhass". Stattdessen hält er an der beliebten Ost- Illusion eines wir fest das mindestens anachronistisch ist, vielleicht aber auch immer nur Behauptung war, auf jeden Fall aber jetzt ein Versagen ist. Tiefensees Anwesenheit suggeriert jedenfalls, dass die Spaltung überwindbar sei und letztendlich widerspricht er nicht der Vorstellung, dass die Spaltung genau dann überwunden wäre, wenn ihr Auslöser überwunden wäre. Eigentlich kann eine solche Haltung bei einem Mann wie Tiefensee seiner eigenen inneren Prüfung nicht standhalten. Sarrazin ist Rassist, er hat schon vor Jahren davon gesprochen, dass viele Einwanderer genetisch nicht zur Integration fähig seien. Seine Zuhörer sind nicht besser, es geht bei einem 24 Euro Leseabend nicht um berechtigte Sorgen sondern bestenfalls um Selbstbestätigung. Sozialdemokraten sollten dabei höchstens vor der Tür stehen und demonstrieren.

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Indiana.Jones 23.05.2019, 08:10
9. Rausschmiss

Zitat von tomdabassman
Die Demokraten müssen glasklar Position beziehen. Ohne Spielchen mit dem braunen Rand.
Die Chance haben "die Demokraten" doch. Sie können ein Parteiausschlussverfahren initiieren. Wollen sie aber nicht. Sie "brauchen" ihn noch.

Auch den "Demokraten" sitzt halt manchmal das Hemd näher als der Rock.

Insofern ist Ihre Überschrift gut gewählt. Trift leider in diesem Fall auf die "Demokraten" zu.

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