Forum: Politik
Thüringens Ministerpräsident: Ramelow wirbt für neue Nationalhymne
Michael Reichel/ DPA

Geht es nach Bodo Ramelow, würde in Deutschland künftig eine neue, "wirklich gemeinsame" Nationalhymne gesungen. Er singe zwar die dritte Strophe - könne "das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden".

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willhelm.schmitz 09.05.2019, 07:50
20. Elementarste Probleme erkannt

Da hat der Herr Ramelow ja mal wieder eines der aktuellsten Probleme in Deutschland erkannt.... Die Deutschen singen das falsche Lied!
Ich bin begeistert, das sich ein Ministerpräsident in seiner knappen Zeit um solch elementare Dinge kümmern kann. Der Mann ist sein Ministerpräsidentengehalt wirklich wert.
Am besten direkt die DDR Hymne nehmen, dann kommt der Ramelow auch nicht aufs Ungewohnte.... und auch die Kanzlerin kann das noch mitsingen...
Den Politikern in Deutschland geht es definitiv zu gut! Sonst würden sie sich vielleicht mal um dringlichere Aufgaben kümmern, die die Zukunftsfähigkeit Deutschlands wieder in Schwung bringen.... aber nein, lieber neue Lieder lernen..... man oh man....

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Moment_of_Zen 09.05.2019, 07:52
21.

Recht hat der Mann. Das hätte schon 1990 gemacht werden sollen.

Die Melodie ist grausam zum Singen und der Text nicht berauschend. Geradezu nichts sagend.

Andere Nationen besingen die Schönheit ihres Landes (z.B Tschechien oder Schweden), oder den Nationalstolz (z.B USA). Deutschland besingt „Zucht und Ordnung“ und das Patriarchat. Dolle Wurst.

Identitätsstiftend oder inspirierend sieht anders aus.

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claus7447 09.05.2019, 08:01
22.

Zitat von jufo
Was war denn an der DDR Hymne so verkehrt, dass man die nicht nehmen kann?
Das Lied eines gescheiterten Systems. Einer Spitzelgesellschaft. Und das mit der "Gleichmacherei" reine augenwischerei.

Wollen wir auch noch Hammer und sichel in die Bundesflagge aufnehmen?

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chunky 09.05.2019, 08:05
23. Nicht verdrängen!

Was ist denn so schlimm daran, wenn Herr Ramelow beim Singen unserer Hymne an die Naziaufmärsche denken muss? Das ist Teil unserer Geschichte und die sollten wir nicht verdrängen. Wenn uns die Hymne daran erinnert, umso besser.

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fidhelma 09.05.2019, 08:09
24. Dann will ich aber auch

über Berlin als Hauptstadt diskutieren. Obwohl diese Stadt zwei Mal die Hauptstadt eines Unrechtsstaates war, wurde sie wieder als solche eingesetzt. Also wirklich! Beim Problem zwischen Ost und West hilft es nicht, eine neue Hymne zu schaffen. Ich vermute, die meisten Deutschen verbinden damit sowieso nicht viel.

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Schimanski 09.05.2019, 08:14
25. Hmmm

Liegt´s an der Hymne, oder an Identifikationsproblemen der Bürger gegenüber dem Land?

Klar, nicht jeder singt mit. Aber wenn ich so in andere Länder schaue, dann singen dort ein Großteil der Leute die NH mit voller Inbrunst mit, weil man stolz auf sein Land, oder seine Nationalität ist. Man identifiziert sich damit und mit dem, was gesungen/gespielt wird.
In DE kommt mir das so vor, als wäre das nicht der Fall. Da wird die NH höchstens mal lauwarm mitgesungen wenn "die Mannschaft" (na? Merkt ihr was?) toll Fußball spielt.
Und dann wird auch noch, reduziert auf Gender Debatte und Adolf, über so einen Murks nachgedacht.

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stempelchen 09.05.2019, 08:14
26. Auferstanden aus Ruinen...

Ich schlage vor, den Text der DDR Hymne auf die jetzige Melodie des Haydn Quartetts als Grundlage zu nehmen. Das ist ein Kompromiss zur erlangten deutschen Einnheit.

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bueckarsten 09.05.2019, 08:18
27. Ja, neue Hymne

Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke!........Katzeklo........Bonbon aus Wurst.......Gangnam Style......och, da fallen mir so viele gute Kandidaten ein. Oder einfach James Last mit Biscaya ohne Gesinge dazu. Wer sagt eigentlich, daß man dazu singen können muß, kommt nur mehr CO2 raus und man muß mehr Steuern zahlen und klingen tut es auch noch Sch***e, wir sind ja meistens keine Chorknaben mehr. Hauptsache nicht so einen pathetischen Sch***, was Lustiges muß her.

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greenwasher 09.05.2019, 08:21
28. Alle können sich identifizieren

Das ist Quatsch. Es allen Recht machen zu wollen, macht am Ende gar nichts Recht. Viele Vorredner haben hier schon Recht: Eine Hymne sollte in diesem Sinne vorangehen als Ideal. Ich persönlich kann mich schon kaum mit 50 Leuten in meinem direkten Umfeld auf eine Sache einigen, geschweige denn, dass wir uns alle mit denselben Dingen identifizieren. Das kann eine Hymne nicht leisten. Wenn wir aber denken, dass eine Hymne - als ein Relikt der Nationalstaatlichkeit - einen gemeinsamen Kanon darstellen soll, dann ist unsere doch recht gut gelungen. Sie ist weit weniger martialisch als so ziemlich jede andere Hymne und stellt Dinge in den Vordergrund, die für eine Demokratie von Bedeutung sind. Es sollten viel eher mal andere Länder ihre Hymnen auf demokratische Grundregeln prüfen, als wir.

Wer sich nunmal nicht angesprochen fühlen will, wird das auch von einer anderen Hymne nicht sein. Schon allein deswegen, weil Linke sie als Nationalstaatssymbol per se eher ablehnen, Konservative eine Hymne ablehnen würden, die nicht mindestens 150 Jahre alt und historisch gewachsen ist und Rechts sowieso zu wenig Vaterlandspathos mitschwingen würde. Und da sind die ganzen marginalisierten Gruppen noch gar nicht mit dabei.

Also: Finger weg. Ich bin ohnehin dafür, dass man sich eher an eine Europäische Hymne gewöhnt und hier eine Idenität aufbaut.

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elubitsch 09.05.2019, 08:27
29. Der deutsche Hang zur Selbstzerfleischung...

... ist nur noch peinlich. Gerade die dritte Strophe des Deutschlandliedes und die wunderbare Melodie haben uns durch die Nachkriegszeit und ja, hin zur "Deutschen Einheit" gebracht. Einigkeit und Recht und Freiheit sind doch gerade das, was vor allem auch die Ostdeutschen wollten und glücklicherweise auch bekommen haben. Ich sehe nicht den geringsten Grund, daran zu rütteln. Nur weil einige Eiferer und Bilderstürmer ein neues Betätigungsfeld suchen, müssen wir nicht jeder Phantasie hinterherrennen.
Einigkeit - und Recht - und Freiheit!

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