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Thüringer CDU-Spitzenkandidat Mohring: "Wer AfD wählt, bekommt Ramelows Linksbündnis"
Martin Schutt / DPA

Mike Mohring möchte dem CDU-Abwärtstrend trotzen und Ministerpräsident von Thüringen werden. Hier spricht er über die Versäumnisse seiner Partei, das Links-Bündnis als Hauptgegner und Brücken für AfD-Wähler.

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josho 14.06.2019, 10:32
10. Was hat er jetzt eigentlich gesagt?

Ausführungen wie: "Wir müssen die Fragen der Zeit aus unserem Koordinatensystem heraus beantworten" oder "Wir dürfen nicht mehr allein durch den Kompromiss in der Koalition wahrgenommen werden" oder "Unsere Antwort als Volkspartei muss die Interessen aller berücksichtigen, die weitere Spaltung der Gesellschaft verhindern" lassen wohl jeden, der auf der Suche nach Gründen für die CDU ist, etwas ratlos zurück....

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minimalmaxi 14.06.2019, 10:40
11. dümmlich

"Dabei sind in der Kanzlerschaft von Angela Merkel so weitreichende Entscheidungen getroffen worden wie nie zuvor: Atomausstieg, Energiewende, Kohleausstieg"
Ja, diese Entscheidungen waren weitreichend - und sind völlig daneben gegangen. Allein die Reihenfolge war ein Fehler. Und wer bezahlt die schlechten Entscheidungen der CDU? Genau, der Steuerzahler mit vielen vielen Milliarden. So läßt natürlich leicht Politik machen. Und was ist eigentlich das Ergebnis dieser tollen Merkelschen Politik? Genau, Chaos auf der einen und Stillstand auf der anderen Seite. Sowas als Erfolg zu verkaufen, ist schon dreist,

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fatal.justice 14.06.2019, 10:41
12. Kein Wunder.

Wenn ein Christdemokrat mitteldeutscher Prägung die Gefahr von Links befürchtet - die es so natürlich nicht gibt - und gleichzeitig unfähig ist, sich gegenüber der AfD abzugrenzen, hat er sich im Parteibuch vergriffen. Wie sollen sich Landstriche ökonomisch entwickeln, wenn das herrschende Personal an heimatkundlicher Limitierung leiden? Der Verlockung, irgendwo im ostdeutschen Nirvana Arbeitsplätze zu schaffen, wird regelmäßig dadurch abgewürgt, dass man als Investor seinen Angestellten nicht vermitteln kann, dass vor Ort keine neidzerfressene, fremdenfeindliche Population herrscht. Wer möchte schon in Ortschaften wohnen, in denen jeder Zweite 3-Meter-Betten benötigt, weil der ausgestreckte Arm sonst nicht reinpasst.

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Nandiux 14.06.2019, 10:43
13. Kampfbegriffe aus der Mottenkiste.

Immer dieser Unsinn mit der bürgerlichen Mitte, für die nur die Union (mit ein bisschen FDP steht). Einerseits polemisiert man gegen ein ''Linksbündnis'', aber gleichzeitig ist man in Thüringen auf SPD und Grüne angewiesen. Die dann natürlich sofort wieder zur bürgerlichen Mitte gehören.

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Jörg-Detlef 14.06.2019, 10:44
14. Er wird auf die LINKE zugehen.

Nach den Umfragewerten, die ich kenne, müsste die Herr Mohring SPD, GRÜNE und FDP mit seiner CDU zusammenführen, um ROT-ROT-GRÜN abzulösen. Ich gehe davon aus, er kennt diese Werte auch und macht, wenn nicht sich selbst, uns etwas vor. Anstatt sich auf die im Osten wenig beliebten Parteien GRÜNE und FDP stützen zu können, wird er auf die LINKE zugehen müssen. Ich wette, das hat er auch vor. Und schon haben wir wieder mal die Situation, dass man den Wählern vor einer Wahl keinen reinen Wein einschenken kann. Täte Herr Mohring dies, liefen ihm die CDU-Anhänger weg und der ganze schöne Plan käme ins Wanken.

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AttaTroll 14.06.2019, 10:46
15.

Das Gerede Möhrings ruft mir dasjenige eines bekannten Sachsen der Geschichte ins Gedächtnis. „Nu da machd doch eiern Drägg alleene!“ soll der sächsische König Friedrich AugustIII angeblich bei seiner Abdankung am 13. November 1918 auf Schloss Guteborn bei Ruhland gesagt haben.

Friedrich August war ohnehin nicht so sehr an den Regierungsgeschäften interessiert und entfernte sich ohne Widerstand. Als ihn am Bahnhof eine Menschenmenge hochleben ließ, sagte er zum Abschied:
„Na, ihr seid mir scheene Rebubliganer…“

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willi.thom 14.06.2019, 10:46
16.

Herr Mohrting muß noch etwas in Sachen Demokratie lernen. Es nützt nichts, vor dem "bösen Wolf" warnen, sondern er muß die Wähler überzeugen, seine Partei zu wählen. das fällt allen CDU-Spitzen zur Zeit erkennbar schwer. Schuld ist am Ende immer "Berlin", das ist bei der SPD genau so. Es hat bisher auch nichts geholfen, die AfD als populistisch abzutun, denn die ehemaligen Volksparteien der GroKo kriegen ja nichts auf die Reihe. Die Menschen im Osten Deutschlands haben andere Probleme als die im Westen. Sie wollen z.B., daß die Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. Die USA dürfen völkerrechtswidrig Kriege vom Zaun brechen und sich wie eine Besatzungsmacht gerieren, aber wenn Russland sich die Krim wieder aneignet, wird es an den Pranger gestellt. Da kann ich die Menschen im Osten gut verstehen, daß sie Außenpolitik der Bundesregierung als heuchlerische empfinden.

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m_s@me.com 14.06.2019, 10:47
17. Grün-Rot-Rot steht auf Grün in Brandenburg

Die Tendenz zeigt auf GR2, oder auch R2G, aber es ergibt nach den letzten Umfragen zusammen fast 49 Prozent. Dann könnte sich auch die AfD gehackt legen, denn trotz 21 Prozent wären auch die nicht dabei. Rot-Schwarz ist jedenfalls Geschichte. Inhaltlich wie faktisch.

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marthaimschnee 14.06.2019, 10:48
18. ich sehe Fortschritt

Immerhin gibt jemand von der CDU inzwischen zu, daß es eine Spaltung der Gesellschaft überhaupt gibt. Das wurde und wird ja mit Händen und Füßen abgestritten. Aber angesichts des sonstigen, völlig belanglosen Blabla, daß dieser Mensch absondert, war das wohl ein Versprecher. Von einer Einsicht - geschweige denn einer Tendenz zu gegenläufigem Handeln - daß man wohl zwangsläufig irgendwas falsch gemacht hat, wenn die Mißstände unter der eigenen Regierung sich stapeln, ist nichts zu spüren. Stattdessen wird ein RRG-Schreckgespenst heraufbeschworen, das es mit noch mehr Liberalität und konservativer Mitte zu bekämpfen gilt. Na Hauptsache ihr glaubt daran!

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mueller1 14.06.2019, 10:53
19. Etwas dürftig ...

... finde ich die Argumentation von Mike Mohring. Zumindest habe ich nicht verstanden, warum jemand die CDU wählen sollte. Er warnt vor Rot-Rot-Grün, möchte sich aber nach der Wahl mit Stimmen von Roten und Grünen zum MP wählen lassen. Als Programm etwas Grundrente, etwas CO2-Reduzierung, etwas Steuersenkung per Solistreichung - Themen, die im Bund entschieden werden -, das war's dann auch schon.
Für mich wäre das zuwenig, die CDU zu wählen, aber als Wessi sollte ich mir Ratschläge gen Osten eigentlich verkneifen.

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