Forum: Politik
Thüringer Politiker Werner Henning: Dieser CDU-Landrat will mit der Linken koalieren
Steve Bauerschmidt/ imago images

Werner Henning hat als Landrat im erzkonservativen Thüringer Landkreis Eichsfeld großen Rückhalt. Anders als seine CDU ist Henning offen für eine Koalition mit der Linken - anders als früher sei das kein Tabubruch mehr.

Seite 1 von 5
haarer.15 31.10.2019, 14:43
1. Eine besonnene Stimme ... dieser Landrat

... woran es der CDU ansonsten durch die Bank mangelt. Bei bewusst herbeigeführten vorgezogenen Neuwahlen liebe Thüringen-CDU werdet ihr unter 10 % landen - und der Flurschaden wird beträchtlich sein. Macht euch darauf gefasst. Soviel Verweigerungshaltung und frustrierte Zurschaustellung wird unter Garantie kein Wähler mehr honorieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinrich.busch 31.10.2019, 14:43
2. Ich gebe Herrn Henning Recht

Ich kenne diesen Mann seit über 30 Jahren, direkt und indirekt. Er ist seit Jahrzehnten in Heiligenstadt geachtet und das geht quer durch die Bevölkerung. Wenn solche Wichtigtuer wie AKK, PZ und AM abgehoben aus Berlin Bremsen eunrichten, dann würde aus meiner Erfahrung die Hälfte der Eichsfelder CDU Wähler zur AfD wechseln. Schon bei dieser Landtagswahl kenne ich Eichsfelder die seit 1968 immer CDU, also auch zu DDR Zeiten, wählten und aktuell schon zur AfD gewechselt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
antelatis 31.10.2019, 14:53
3.

Absurd, dass es vor 10 Jahren noch ein Tabubruch gewesen wäre und jetzt plötzlich nicht mehr. Als hätte sich bei den Linken seit dem so viel geändert. Das zeigt nur, wie sehr man die Linken von Anfang an ganz bewusst mit haltlosen Vorwürfen diskreditiert und schlecht gemacht hat, damit diese Partei bloß möglichst lange "unwählbar" bleibt und keine Gefahr darstellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raetselfreund 31.10.2019, 14:58
4. Früher war das ein Tabu...

...weil früher ja auch nur Grüne und SPD eine Koalition mit der Linken hätten eingehen können, was die Union auf die Oppositionsbank verbannt hätte.
Jetzt sieht das aber ganz anders aus ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bötzow33 31.10.2019, 14:59
5. Konsequenz ist gefragt 30 Jahre nach dem Mauerfall !

Wenn die CDU mit den Linken, der ehemaligen Mauerschützen-Partei spricht, um ggf. eine Regierungskoalition zu bilden, dann muss sie, um politisch glaubwürdig zu werden, auch mit der rechtskonservativen AfD sprechen, um Möglichkeiten für eine parlamentarische Zusammenarbeit auszuloten. Ansonsten droht auch ihr eine baldige Implosion wie sie derzeit bei der SPD zu beobachten ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerjörg 31.10.2019, 15:10
6.

Zitat von heinrich.busch
Ich kenne diesen Mann seit über 30 Jahren, direkt und indirekt. Er ist seit Jahrzehnten in Heiligenstadt geachtet und das geht quer durch die Bevölkerung. Wenn solche Wichtigtuer wie AKK, PZ und AM abgehoben aus Berlin Bremsen eunrichten, dann würde aus meiner Erfahrung die Hälfte der Eichsfelder CDU Wähler zur AfD wechseln. Schon bei dieser Landtagswahl kenne ich Eichsfelder die seit 1968 immer CDU, also auch zu DDR Zeiten, wählten und aktuell schon zur AfD gewechselt haben.
Erinnerungsverlust? Zu DDR-Zeiten konnte niemand die CDU wählen, nur die "Einheitsliste der Nationalen Front" und zwar seit der Volkskammerwahl und der Landtagswahl am 15. Oktober 1950 bis zur Volkskammerwahl 1990, die die erste und einzige Wahl war, in der Einzelparteien zugelassen waren. Also "seit 1968 immer CDU gewählt" ist selbst im Eichsfeld Humbug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heissSPOrN 31.10.2019, 15:11
7.

Deutlich vernünftiger der Mann als sein Landesvorsitzender, der ernsthaft eine Minderheitsregierung unter CDU-Führung (nicht vergessen, wer von Platz 1 auf 3 abgerutscht ist!) vorschlägt, was ja letztlich bedeutet, dass sich diese Regierung dann von der sogenannten "AfD" (oder zumindest Teilen) davon tolerieren lassen müsste. Die LINKE wird das nicht tun, hat sie doch den klaren Regierungsauftrag als stärkste Partei - was die CDU jedenfalls sonst doch für sich immer einfordert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerdd 31.10.2019, 15:21
8. Ein Tabu ist das doch nur ...

... solange man Angst vor der linken Mehrheit haben muß. Man muß die Konkurrenz als unwählbar abstempeln und darf dann hoffen, daß sie wie von alleine verschwindet. Auch eine Rolle spielt die gefühlte Distanz zur Konkurrenz. Und aus der Sicht der meisten Konservativen ist die Distanz nach links (teilweise auch schon bis zur SPD, aber wenigstenz zu den Grünen und ganz bestimmt zu allem, was jenseits von Lafontaine scheint) gefühlt unendlich. Daß ihnen die Rechtsextremen ungemütlich nahe sind, stört diese Konservativen erschreckend wenig.

Nur - die SPD haben sie so kleingeredet (die Sozen haben ihnen aber auch massiv in die Hände gearbeitet) - bei den Grünen klappt das schon nicht mehr, und je weiter die Union nach rechts abdriftet, umso weniger wird diese Strategie funktionieren. Und wenn sich jetzt eine linke Mitte formiert - ohne die CDU - dann wird sich Baden-Württemberg bald wiederholen. Nun muß man nur noch von links her festgenagelt werden, daß rechtsextrem gar nicht geht, und daß das furvhaus in Teilen der Union schon anfängt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widderfru 31.10.2019, 15:22
9. CDU Führung ignoriert Wahl-und Bürgerzustimmun

Ist das CDU-Demokratieverständnis. Wenigstens einer entscheidet sich für Vernunft--"Wichtig ist das-- was für das Land gut ist." CDU-Spitzenberufspolitiker-was ist das für ein ignoranter Haufen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5