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Tibet: Chinas Bulldozer fahren in buddhistischer Stätte auf
Getty Images

Rund 10.000 Gläubige versammeln sich in dem bedeutenden buddhistischen Zentrum Larung Gar. China will große Teile nun abreißen lassen - offiziell aus Brandschutzgründen. Oder geht es doch um politische Unterdrückung?

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dereuropaeer 29.07.2016, 17:14
10.

Die chinesische Regierung tut viel mehr für die Bevölkerung als viele unserer sogenannten Demokraten. Die Kritik ist unnötig und unangebracht. Kehrt vor Eurer eigenen Tür, da gibt es genug zu tun

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hisch88 29.07.2016, 17:24
11. Neuer Versuch

War vor 2 Jahren noch in Larung Gar, mit Mietwagen von Chengdu aus.

Hat mich sehr beeindruckt, auch die Landschaft (wer so karge Landschaften mag, ich tue es) und bedauere was da gerade abgeht.

2-3 km entfernt fand auch die traditionelle Himmelsbestattung statt.

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Halfstep 29.07.2016, 17:47
12. Kommunistisch?

Zitat von istvanfred
Die Machthaber dort wollen aber auch alles aus dem Weg räumen, was Unruhen gegen das kommunistische System mit sich bringen könnte.
Was bitteschön ist an einem ungezügelten Manchester-Kapitalismus (Gewerkschaften verboten, Arbeiterrevolten werden regelmäßig niedergeschlagen) kommunistisch?

Eine "kommunistische" Partei, die für solche Inhalte steht, würde hierzulande (vor ihrem wahrscheinlichen Verbot) vom Verfassungsschutz beobachtet. Abteilung *Rechts*extremismus ...

Zum Motiv: Es geht hier offensichtlich nicht um Vorwärtsverteidigung gegen mögliche Unruhen. Das ist nur ein weiterer Schritt der seit Jahrzehnten praktizierten Zwangsassimilierungspolitik der Imperialisten in Peking.

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bobrecht 29.07.2016, 17:50
13. Die Menschen in China sind arm dran.

Ein Land, in dem die Menschen die Sonne oft nur auf Bildaschirmen sehen, weil Smog ständig den Himmel verdunkelt, ein Land, in dem Blüten von Menschenhand besteubt werden, weil Bienen durch die hochindustrielle Landwirtschaft ausgerottet wurden, ein Land, in dem die Menschenrechte auf dem Hochaltar des wirtschaftlichen Fortschritts geopfert werden, ein Land das religiöse Minderheiten unterdrückt weil es in den Gläubigern eine Gefahr für das politische Program Politik sieht ist an sich ein sehr armes Land. Lasst uns daher für die dumme und mächtige politische Kaste Chinas beten - Oohmmm!

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neanderspezi 29.07.2016, 20:41
14. Die Bilder die hier von Larung Gar gezeigt werden, lassen eine hohe Kultur gesellschaftlichen Friedens erkennen

Wer erwartet, dass die KPCh die wahren Gründe für ihre Abrissmaßnahmen in Larung Gar, im Norden Sichuans, einem religiösen Zentrum buddhistischer Mönche, kundtut, der hat nicht begriffen, dass das Einparteiensystem Chinas jegliche Toleranz gegenüber Minderheiten im Land zum Selbsterhalt geradezu zwingend abbauen musste. Dieses künstlich zusammengehaltene System fürchtet nichts mehr, als dass geistig-metaphysische und intellektuell-wissenschaftliche Beschäftigung und Prägung seine kränkelnde Ideologie, die sich nur noch mit Mühe und kapitalistischen Ersatzhandlungen behaupten kann, bei zunehmender Akzeptanz entwicklungs- und zukunftsfähiger Sichtweisen in der Bevölkerung, wie ein morsches Gebilde hinwegfegen wird. Die KPCh klammert sich noch an ihre starren Machtstrukturen und hofft, dass der Kelch einer unabänderlichen Erneuerung schonend mit ihr verfahren möge. Sie hofft und agiert mit ihren angestrengten Gewaltmaßnahmen höchst wahrscheinlich vergeblich.

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de_populist 29.07.2016, 22:51
15.

Zitat von Halfstep
Was bitteschön ist an einem ungezügelten Manchester-Kapitalismus (Gewerkschaften verboten, Arbeiterrevolten werden regelmäßig niedergeschlagen) kommunistisch? Eine "kommunistische" Partei, die für solche Inhalte steht, würde hierzulande (vor ihrem wahrscheinlichen Verbot) vom Verfassungsschutz beobachtet. Abteilung *Rechts*extremismus ... Zum Motiv: Es geht hier offensichtlich nicht um Vorwärtsverteidigung gegen mögliche Unruhen. Das ist nur ein weiterer Schritt der seit Jahrzehnten praktizierten Zwangsassimilierungspolitik der Imperialisten in Peking.
Streiks und freie Gewerkschaften waren auch schon verboten als China noch einen rein-kommunistischen Kredo folgte, ohne die Einführung der Marktwirtschaft und die Öffnung für ausländische Investitionen wäre China heute wohl kaum die Großmacht die es ist, sondern würde eher Nordkorea ähneln (Mangelwirtschaft³). Im Übrigen würde mich doch sehr wundern, wenn eine kommunistische Partei nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden würde, schließlich wollen Kommunisten eine "Dikatur des Proletariats" und "Vergesellschaftung der Produktionsmittel", beides nicht konform mit dem Grundgesetz.

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brosswag 30.07.2016, 01:05
16. Fundamentale Gläubigkeit birgt viel Unvernunft.

Soweit das keine Bettelmönche sind und sich als selbst versorgen würde ich wünschen ihne ihren Lebensstil zu belassen. Die Hygiene sollte man ihnen allerdings zu Pflicht machen.Andererseits kann ich die chinesische Regierung dahingehend verstehen, dass sie erwartet dass die Chinesen für den Ausbau der Infrastruktur auch

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90-grad 30.07.2016, 03:05
17. Dann benennen

Zitat von markus_wienken
Wenn dem so ist, werden Sie diesen beunruhigenden Anblick bei sehr sehr vielen Dörfern in China finden, insofern ist dieser "Grund" hier nur ein billiger Vorwand.
Sie möglicherweise ein paar der vielen Dörfer in China.

Holzhäuser gibt es sicher, aber üblicherweise in ziemlich kleinen Ansammlungen, oder als Einzelbauten neben den dazugehörigen Feldern.

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90-grad 30.07.2016, 03:53
18. Die

Zitat von christiewarwel
Mit Fortschritt hat das wenig zu tun, eher mit Rückschritt und Verschlimmbesserung, denn die chinesischen Betonklötze sind was Wärmedämmung und Erdbebensicherheit angeht gegenüber der traditionellen tibetischen Bausweise ein einziges Desaster. Brandschutz ist in einem Land wie Tibet im Vergleich dazu ein "Luxusproblem".
traditionelle tibetanische Bauweise nutzt Massivstein, dunkle Außenfarben, Tierdung und Erdschollen.

Holzhütten gehören aufgrund seines Mangels in hohen Lagen, und den deutlich schlechteren bauphysikalischen Eigenschaften offensichtlich nicht dazu.

Quelle: Archplus.net, tibetanische Bauweise

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90-grad 30.07.2016, 10:00
19. Ich wundere

Zitat von neanderspezi
Wer erwartet, dass die KPCh die wahren Gründe für ihre Abrissmaßnahmen in Larung Gar, im Norden Sichuans, einem religiösen Zentrum buddhistischer Mönche, kundtut, der hat nicht begriffen, dass das Einparteiensystem Chinas jegliche Toleranz gegenüber Minderheiten im Land zum Selbsterhalt geradezu zwingend abbauen musste. Dieses künstlich zusammengehaltene System fürchtet nichts mehr, als dass geistig-metaphysische und intellektuell-wissenschaftliche Beschäftigung und Prägung seine kränkelnde Ideologie, die sich nur noch mit Mühe und kapitalistischen Ersatzhandlungen behaupten kann, bei zunehmender Akzeptanz entwicklungs- und zukunftsfähiger Sichtweisen in der Bevölkerung, wie ein morsches Gebilde hinwegfegen wird. Die KPCh klammert sich noch an ihre starren Machtstrukturen und hofft, dass der Kelch einer unabänderlichen Erneuerung schonend mit ihr verfahren möge. Sie hofft und agiert mit ihren angestrengten Gewaltmaßnahmen höchst wahrscheinlich vergeblich.
mich dann schon etwas, daß diese Kleinstadt in den letzten Jahrzehnten so groß werden konnte.

Und was muß man unter "kapitalistischen Ersatzhandlungen" verstehen?

Die Abkehr von der Kulturrevolution ebenfalls vor Jahrzehnten.

Chin. waren jahrtausende gute Geschäftsleute, und eine prosperierende Wirtschaft hat noch keinem Volk geschadet.

Daß man das Thema Brandschutz offensichtlich meidet, hat wohl auch einen wesentlichen Grund.

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