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Ticketpreise: Grünen-Fraktionschef wirft Bahn Abzocke vor
DPA

"Endlich den Schalter umlegen": Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter übt im SPIEGEL heftige Kritik an der Bahn. Ursache vieler Mängel sei eine falsche Philosophie des Konzernchefs.

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asmael666 26.03.2016, 14:33
20. Gründe für die Verschwendungssucht der Bahn

1.
Wenn die Bahn ihre Infrastruktur saniert, muß sie die Kosten aus
eigener Tasche zahlen. Wenn sie ihre Infrastruktur verfallen läßt
(oder für unzureichend erklärt) und neu baut, zahlt der Bund dafür.
Damit steigt die Attraktivität von Neubauten gegenüber Erhaltung der
Substanz.
2.
Für die vom Bund finanzierten Projekte bekommt die Bahn einen festen
Satz des Projektvolumens (zwischen 14 und 18%, soweit ich weiß) als
Planungskosten erstattet. Damit steigt das Interesse, Projekte
möglichst teuer werden zu lassen.

DA müßte politisch mal angesetzt werden.

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Peter Eckes 26.03.2016, 14:40
21. 18 Euro

Zitat von rainer82
Zu diesem Preis habe ich eine Bahnfahrt mit dem ICE gekauft. Was soll da bitte noch preiswerter werden?
Fürs selbe Geld hätten sie auch vom Frankfurter Speckgürtel nach Frankfurt in die Innenstadt fahren können. Merken sie jetzt wo das Problem liegt?

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joG 26.03.2016, 14:40
22. Die Bahn produziert.....

....ein privates Gut, dass teuer ist. Dass die Deutschen so inkompetent anstellen das Unternehmen in private Hände zu überführen erinnert an ein Drittweltland. Jedenfalls steht es der Politik schlecht am Management herumzunörgeln, obwohl sie für die Probleme verantwortlich sind

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Zeitwesen 26.03.2016, 14:40
23. Unfähig

Die Bahn leidet einfach unter unfähigen Managern, bei denen scheinbar die jeweilige Parteinähe mehr zählt als Kompetenz. Beispiel aus meinem alten Wohnort bei Karlsruhe.
Als sich die Bahn dort um die Kurzstrecken gekümmert hat, fuhren alle 1-2,5 Stunden bis 22 Uhr ein Zug nach Karlsruhe. Der Zug war entsprechend leer, man hatte oft ein ganzes Abteil allein.
Die Strecke wurde dann von der KVV übernommen und die fährt 2-3 mal die Stunde tagsüber nach Karlsruhe und 1mal stündlich die ganze Nacht durchgehend.
Resultat: Die Bahnen sind gut gefüllt und viele sind vom Auto auf die Bahn umgestiegen.
Das Angebot muss einfach stimmen.
Manager (Katastrophen) wie Mehdorn haben sich aber immer nur auf ihren ICE konzentriert und auf Prestigeträchtige Einzelstrecken, den Rest ließ man vergammeln.
Ich bin auch schon mit einem ICE gefahren der komplette Lederausstattung besaß (1.+2.Klasse), laut Schaffner ein gefloppter Versuch von Mehdorn, Manager in den Zug zu locken (Stirnklatsch).

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spiegelleser987 26.03.2016, 14:43
24.

Zitat von dieter 4711
Ja, Bahn endlich wieder verstaatlichen, dann gibt es auch vernünftige Preise
Die Bahn ist staatlich. Der einzige Aktionär ist der Staat.

Der Unterschied zu früher liegt nur in der eigenen wirtschaftlichen Organisation. Als die Bahn Anfang der 1990er Jahre noch ganz staatlich war, musste sie keinen Gewinn machen (den heute der Staat will). Damals stiegen die Schulden auf 10 Mrd. DM. Die hätte der Steuerzahler zahlen müssen.

Und was bitte sind "vernünftige" Preise? Heute will niemand mehr richtig bezahlen. Es muss alles billig sein. Dass über die Preise Arbeitnehmer und erforderliche künftige Investitiopnen bezahlt werden müssen, interessiert kaum jemanden.

Sie können mal ausrechnen, was für die Löhne übrig bleibt, wenn die Bahn für eine Fahrt quer durch DE auch nur maximal 10 Euro kassiert.

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Paddel2 26.03.2016, 14:45
25. Typisch

Ob ein Biologe, der außer Forschung und Politik nichts kennengelernt hat, der richtige Ansprechpartner für die Lösung von Problemen eines Großkonzerns ist, darf bezweifelt werden. Zudem steht Hofreiter einer Partei vor, die lokal den Ausbau von Bahnnetzen massiv behindert. Typisch grüne Doppelmoral!

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OskarVernon 26.03.2016, 14:47
26.

Zitat von rainer82
Was soll da bitte noch preiswerter werden?
Zu klären wäre, ob die Bahn im Wortsinn preis-werter werden soll - oder schlicht billiger.

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comeback0815 26.03.2016, 14:48
27.

Die Bahn wird den Güterverkehr zurückholen, wenn die autonomen Züge rollen. Möglicherweise weiß Hofreiter das auch.
Vor einigen Monaten hat irgend ein Bahnmensch (vielleicht wars sogar Grube selbst?) im DLF an einer Runde teilgenommen und von Innovation geredet und dass das teuer würde. Da war schon absehbar, wo es hingehen könnte.

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charlybird 26.03.2016, 14:49
28. Ich glaube es ja fast gar nicht mehr.

Jetzt im Jahre 2016 und gefühlte Jahrhunderte nach der Mehdorn—bis -Gruber-Fast- Erfolgszerschredderung, einer lächerlichen Transportbilanz im Allgemeinen und überhaupt, plus einer Kundenbehandlung, die man nur noch als geschmacklos bezeichnen kann ( ja, ich weiß es gibt auch Menschen, die sehen das anders, es sind in der Regel aber die Gäste auf den Businessstrecken ), fangen die Langzeitignoranten dieses Problems endlich an Kritik zu üben. Ich hatte die Grünen vor Grauzeiten mal deswegen gutgeheißen, weil sie als Partei die Bahn als sinnvollen Transportfaktor der Zukunft sahen und entsprechend agieren wollten. Aber da kann man mal sehen, was Regierungsbeteiligungen ausmachen, wenn dann Privatisierungen fruchtbare Einkommensfelder für einflussreiche Politikgestalter danach generieren können, aber auch außerparlamentarisches Taschengeld nebenbei anbieten. Aber mal allgemein gesehen. Die Bahn ist vollkommen in die falsche Richtung gemanagt worden und trägt, weil eben so, aktiv zum Verkehrsproblem bei.

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enivid 26.03.2016, 14:50
29. Ein Sinnbild

Für die wirtschaftlichen Kenntnisse von Politikern... die Bahn macht 2 Milliarden minus und soll im Gegenzug die Ticketpreise niedrig halten... bald wollen die Zugfahrer nochmal mehr Geld und die Politik fordert weiter niedrige Preise. Nicht verständlich wie solche Inkompetenz mit so viel Macht ausgestattet werden kann. Demokratie sei dank!

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