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Tillich-Rücktritt in Sachsen: Höchste Zeit
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Die überraschende Rücktrittsankündigung des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich ist der richtige Schritt: für ihn, für seine Partei und für den Freistaat.

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matthias-j 18.10.2017, 20:37
10. Folgerichtig

"Tillich, sozialisiert in der Blockpartei-Mentalität der DDR-CDU, hat es nie gewagt, den Hetzern entschieden entgegen zu treten"
Stimmt, er hat es zugelassen in Leipzig etc, eine linke Antifa aufkommen zu lassen. Der Kommetnar wird em Autor nicht Sieje Frankfurter Buchmesse schmecken. Die Aggressoren waren die LInken. Linke Buchstände wurden nicht belästigt. Die Osterreicher haben das erkannt. Die Linke wird in Österreich zukünftig nicht viel Spass haben. Die Grünen sind aus dem Parlament geflogen.
In Deutschland wird der erste MP einer von der AfD sein. Die Bayern werden noch ungläubig auf ihre grüne CSU gucken, dann wird es hier auch so weit. Die restlichen Ostländer werden folgen.
Danach Ba-Wü, RP und Hessen. Und dann der Rest. Fast wie die Apokalypse aber selbst verschuldet

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biancakaltfeuer 18.10.2017, 20:46
11.

Die Sachsen können ganz schöne Dickköpfe sein. Sie lassen sich nicht gerne bevormunden, schon gar nicht von Autoritäten. Als in Leipzig die Montagsdemos stattfanden, war Florian Gathmann in Göttingen am Pubertieren. Man kann ihm keinen Vorwurf machen. Er weiß das alles nicht.

Gathmann scheint zu glauben, Tillich hätte den Sachsen mehr "Orientierung" geben müssen. Ein Forist schreibt, "klare Kante" gegen die Sachen täte not. Wie gesagt, die Sachsen sind Dickköpfe. Da wird man nur ausgelacht, wenn man denen mit Belehrungen (Orientierung) oder mit dem Rohrstock (klare Kante) kommt. Die lachen sich kaputt.

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Hawkwind 18.10.2017, 20:54
12. Semper aliquid addiscendum est ...

Zitat von GeMe
Vielleicht kommt ja jemand, der auf dem rechten Auge nicht ganz so blind ist wie Herr Tillich. Zu wünschen wäre es dem Land Sachsen. Ich vermute aber, dass die Menschen dort, das gar nicht wollen.
Ich maße mir nicht an, zu wissen, was die Menschen in Sachsen wollen und, was nicht.

Ich vermute aber mal ganz stark, von derlei Vorkommnissen lesen zu müssen, darauf hätten sie gerne verzichtet:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dresden-mutmassliche-s-bahn-schubser-vor-gericht-a-1173565.html

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heijfis 18.10.2017, 20:57
13. Zähne zeigen bevor es zu spät ist !

Den Rechten kann man nicht mit Toleranz entgegentreten sondern nur mit Entlarvung ihrer dumpfen national chauvinistischen Haltung. Doch dazu braucht man Zähne und ich habe da so meine Befürchtung, daß es zu viele zahnlose "Würdenträger" gibt Das hat überhaupt nichts mit Parteizugehörigkeit zu tun, sondern nur mit dem bedingungslosen Eintreten für unsere rechtsstaatliche Verfassung, nicht durch Worthülsen und Phrasen. An sich bin ich froh, daß jetzt die AfD im Bundestag sitzt. Dort werden sie entweder still sein oder ihre Parolen vor der ganzen Deutschen Öffentlichkeit offenbaren müssen. Und dadurch werde sicherlich manche Wähler/innen aufwachen und sich besinnen. Hoffentlich.

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jadehase 18.10.2017, 20:58
14. Mutlos

Feiger Rücktritt. Tillich sollte sich Beispiel nehmen an Schulz. Der übernimmt Verantwortung in Niederlage, wuppt jetzt mutig Neuanfang. Schwach!

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flaneur1962 18.10.2017, 21:08
15. Phantomschmerz

sorry, aber es ist lächerlich, wenn hier die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung als Grund oder gar Entschuldigung für die starken rechtsradikalen Tendenzen in Sachsen herangezogen werden. Nach dem Königssteiner Schlüssel werden gerade mal gut 5 % der Asylbewerber nach Sachsen verteilt. Dies entspricht auch den tatsächlichen Zahlen im Jahr 2017, wonach in Sachsen bis September gerade einmal 6.350 Asylanträge gestellt wurden.
(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/451902/umfrage/asylantraege-in-deutschland-nach-bundeslaendern/).
Der Phantomschmerz über "die Flüchtlinge" (nicht nur in Sachsen) ist doch nur willkommener Anlass, um rechtsradikale Instinkte auszuleben, deren Ursachen offenbar tiefer liegen.

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interessierter Laie 18.10.2017, 21:24
16. Was tun?

Die AfD-Wähler treibt eine diffuse, dümmliche und systematisch geschürte Angst, man würde von den etablierten Parteien und den Medien beschissen und belogen. Das verfängt in Osten offenbar besonders, weil man ja 40 Jahre lang tatsächlich beschissen und belogen wurde. Das “Wir sind das Volk” der PEGIDA knüpft daran an. Deshalb müsse es “denen da oben” mal so richtig heimzahlen. Die Frage lautet: Was kann eine etablierte Partei dagegen tun? Mit Argumenten und Fakten braucht sie nicht kommen. Sie werden schon deshalb nicht geglaubt, weil sie von einer etablierten Partei kommen.

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Mittelalter 18.10.2017, 21:35
17. Jaja:

Zitat von flaneur1962
Phantomschmerz sorry, aber es ist lächerlich, wenn hier die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung als Grund oder gar Entschuldigung für die starken rechtsradikalen Tendenzen in Sachsen herangezogen werden. Nach dem Königssteiner Schlüssel werden gerade mal gut 5 % der Asylbewerber nach Sachsen verteilt. Dies entspricht auch den tatsächlichen Zahlen im Jahr 2017, wonach in Sachsen bis September gerade einmal 6.350 Asylanträge gestellt wurden. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/451902/umfrage/asylantraege-in-deutschland-nach-bundeslaendern/). Der Phantomschmerz über "die Flüchtlinge" (nicht nur in Sachsen) ist doch nur willkommener Anlass, um rechtsradikale Instinkte auszuleben, deren Ursachen offenbar tiefer liegen.
Man muss erst richtige Schmerzen haben, bevor man so wählen darf.
Was ist das nur für ein albernes Argument.
Am Kaiserstuhl sind auch alles Grüne Atomkraft-Gegner, obwohl es dort kein AKW gibt. Wie viele haben etwas gegen ein Atommüllendlager - es gibt nur auf der ganzen Welt noch keines in Betrieb. Finnland hat bald eines - und dann?
In Ost-Berlin, Marzahn und Umgebung, ist die Millionärsdichte nun wirklich extrem gering. Und doch wählen die dort massenhaft Linke.

Auch alles „ Phantomschmerzen“

In einer Kleinstadt namens Döbeln gab es eine Erstaufnahme. 321 Personen waren dort untergebracht - über Nacht verschwanden 231.
http://m.sz-online.de/nachrichten/massenhaft-fluechtlinge-verschwunden-3242089.html
Keine rechte Gewalt weit und breit. Wieso hauen die aus Sachsen ab wie aus Lettland? Auch „Phantomschmerzen“?

Aber es ist ja so schön leicht, auf komplexe Probleme einfache Antworten zu geben.

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pascal3er2 18.10.2017, 21:50
18. Guter Mann

Hat zugegeben das Fehler passiert sind.
Nennt man ehrlich. Sowas brauchen wir weil alle Menschen Fehler machen.
Sollte Minister werden. Würde ich politisch befördern.
Hingegen Seehofer würde ich sogar aus der CSU rausschmeißen.
Verrat der eigenen christlichen Werte...
Und will nicht zurücktreten obwohl jeder weis das er versagt hat.

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eisfuchs 18.10.2017, 21:50
19.

Zitat von jadehase
Feiger Rücktritt. Tillich sollte sich Beispiel nehmen an Schulz. Der übernimmt Verantwortung in Niederlage, wuppt jetzt mutig Neuanfang. Schwach!
Lange nicht so einen unreflektierten Kommentar gelesen. Vollkommen unvergleichbar. Schulz war ja vorher nix! Von was sollte der zurücktreten? Vom SPD-Vorsitzendenamt? Dass er noch keine 12 Monate inne hat? Na das hätte ja auch anders ausgesehen.

Das Gegenteil ist der Fall! Verantwortung in der Politik wird nicht dadurch ausgedrückt eine Sache auszusitzen, sondern sich von einem Posten zu verabschieden. Viel zu oft wird behauptet Veranwtortung zu übernehmen, während die Person in Amt und Würden bleibt und quasi mit Gewalt vom Posten entfernt werden muss. Tillich hat für diese Entscheidung Respekt verdient, denn Tillich war schon jahrelang Ministerpräsident und CDU-Parteivorsitzender in Sachsen und schaffte es jetzt den Weg frei zu machen für jüngere.

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