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Tillich und sein rechtes Sachsen: Der Wendehals
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Was für starke Worte: "Das sind Verbrecher", sagt Sachsens Ministerpräsident Tillich über seine grölenden Landsleute, die Schutzbedürftige bedrängen. Doch die Empörung des CDU-Mannes ist scheinheilig.

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egoest 22.02.2016, 10:36
150. Kein Wunder

Am Beispiel des Chemnitzer Polizeipräsidenten sieht man in aller Deutlichkeit mit welcher Grund- und Geisteshaltung ein Polizeibeamter in Sachsen Karriere machen kann.

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lalito 22.02.2016, 10:36
151. soso

Zitat von Bernhard.R
hat in einem Rechtsstaat als Politiker nichts zu suchen.
Um Sie mal komplett zu zitieren: "Wer Demonstranten als Verbrecher bezeichnet, . . . hat in einem Rechtsstaat als Politiker nichts zu suchen."

Wer hetzenden Lynch-Mob - und darum geht es, nicht um Demonstranten - als Verbrecher bezeichnet, polarisiert allenfalls.

Die Demonstranten hingegen machen sich mit dem skandierten "Wir sind das Volk" zu Volksanmaßern, unsauber und schäbig, aber kein Verbrechen.

Sie haben m. E. willentlich in Überschrift und Text getrennt, um einen solch unsinnigen Zusammenhang konstruieren zu können und hier loswerden zu dürfen.

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viper 22.02.2016, 10:40
152. Verbrecher sind keine Menschen?

Herr Tillich sollte sich mal seine Wortwahl überlegen. Jeder der ein Verbrechen begeht ist kein Mensch? Was denn - es ist unerträglich diese Wortwahl unserer Politiker, genauso wie Pack und Mob.
Hat schon mal jemand an die Polizisten gedacht, die wahrscheinlich auch Angst hatten, deutlich in der Unterzahl - Polizisten sind auch nur Menschen! Ein Wohnhaus ist leichter zu sichern als ein Bus!

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MephistoX 22.02.2016, 10:45
153. Jo, ...

Zitat von heinz_schmitz
Na klar! Das "DDR-Gen" mal wieder, hm? Das ist eine ebens einfache Lösung wie "Ausländer raus" zu brüllen.
... an ein diesbezüglich exprimiertes "DDR-Gen" glaube ich auch partout nicht - Mir waren schon damals Sarrazins pseudogenetische "Erklärungsversuche" mehr als suspekt, ja höchst zuwider.

Das ändert aber nix daran, dass sich Herr Tillich allenfalls halbherzig vom "Ultrarechts-Pöbel-Mob" distanziert - so wie er auftritt, kommt das einer wie auch immer motivierten Duldung schon eher nahe.

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OlafKoeln 22.02.2016, 10:45
154. Zu einfach

Zitat von heinz_schmitz
Na klar! Das "DDR-Gen" mal wieder, hm? Das ist eine ebens einfache Lösung wie "Ausländer raus" zu brüllen.
... da machen Sie es sich zu einfach. Ich bin übrigends "Ossi". Und es geht ja nicht pauschal gegen "Ossis", sondern hier gegen jene, welche im DDR - Staatsapparat "sozialisiert" worden und dann oftmals nahtlos nach der Wende weitermachten. Auch wenn sich die DDR antifaschistisch gab - auch in der DDR gab es in den 80igern vermehrt rechte Umtriebe, vor denen die Augen verschlossen wurden. "Linke" waren immer gefährlicher in der Einschätzung der Regierenden (Faschos wurden geduldet, Punks drangsaliert)... Und wer in einem autoritären Staatsapparat an Stellen wie Polizei etc. tätig war, freundet sich sicher schneller mit anderen autoritären Gedankengut an.

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h.hass 22.02.2016, 10:45
155.

Zitat von bilbobeutlin1978
der Vergleich hinkt... viele der protestierenden Bürger haben ebenfalls Angst um ihre Zukunft, um ihre Kinder und um ihre Unversehrtheit.
Ja, alles nur "besorgte Bürger", die hier wie die Geistesgestörten Frauen und Kinder anschreien - und nicht etwa Rechtsextreme und Nazis, die aus schierem Ressentiment heraus handeln und keine Ausländer leiden können.

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edgarm 22.02.2016, 10:45
156. Hmmm....

Die Frage ist, wie er das meint. Nach aussen sagt er "Verbrecher", nach Innen meint der "meine Lieben Sachsen". Ausserdem verstehen die Sachsen ihn ziemlich gut, wenn er so spricht - sie kennen das Wesen von Herrn Tillich.

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Aberlour A ' Bunadh 22.02.2016, 10:46
157. Es ist ja keiner zu Schaden zu kommen?

Zitat von otto_iii
Entschuldigung, aber wie kommen Sie darauf, dass die Polizei den Bus nicht schützen konnte? Es ist niemand verletzt worden, noch nicht mal Sachschaden ist entstanden, das ist gerade für die wenigen vor Ort befindlichen Polizeikräfte ein Erfolg. Und wenn die Asylbewerber beleidigen und provozieren (auf dem Videoschnipsel sieht man deutlich, wie eine Dame von innen in Richtung der Demonstranten gegen die Fronscheibe des Busses spuckt), dann ist da genauso zu ermitteln wie gegen die Demonstranten vor dem Bus.
Weil es verdammt nochmal die Pflicht der Polizei ist, dieses Pack erst gar nicht erst in die Nähe des Busses zu lassen. Und wenn ein vereinsamter sächsischere Polizist einen Platzverweis gegen den tobenden Mob ausspricht - wie geschehen - der mit Gelächter einfach ignoriert wird, dann müssen anschließend Wasserwerfer auffahren. So einfach ist das. Das verhalten der Leute war eine Schande für Sachsen, eine Schande für Deutschland. Und über den Rest Ihres Kommentares hülle ich lieber den Mantel des Schweigens, weil er jegliches Maß an Empathie vermissen lässt. Nur soviel: wie würden Sie sich fühlen, wenn ich die Fensterscheiben Ihres Hauses mit Schneebällen bewerfen würde, vor Ihrer Haustür stundenlang lautstark polternd und krakeelend rumtoben würde und anschließend mit der Bemerkung "was wollen sie eigentlich, schließlich ist ja keinen zu Schaden gekommen" mit der Ankündigung morgen wiederzukommen das Weite suchen würde. Einfach mal kurz inne halten und sich das vorstellen.

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usuriq 22.02.2016, 10:47
158. Alles über einen Kamm geschoren

Trotz der fragwürdigen Vita hat Tillich Recht, wenn er sagt, dass Demonstrationen, die die Gesetze befolgen, nicht aufgelöst werden können. Damit muss man in einer Demokratie leben können. Ich finde es auffällig, wie sehr jetzt wieder die Ostdeutschen kollektiv über einen Kamm geschoren und in die rechte Ecke gestellt werden. Das ist ungefähr genauso intelligent, wie alle Flüchtlinge als potenzielle Straftäter abzustempeln.

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Hans_Nase 22.02.2016, 10:47
159. Oberflächliches Politikerbashing

Die Frage ist doch, warum er sich so verhält? Weil seine Wähler das so erwarten. Und warum verhalten die sich so? Weil sie "Wendeverlierer" sind, wie kürzlich eine Studie zur Herkunft von Pegida und co festgestellt hat. Das Ganze hat nun mal historische Dimensionen.
1. Sachsen war das "Tal der Ahnungslosen", da kein Westfernsehen (zu weit weg von den Sendern). Daher waren sie am meisten von der DDR-Obrigkeit indoktriniert. Trifft die Sachsen dafür eine Schuld? Nein. 2. Die komplette DDR wurde in der "Abwicklung" nach der Wende von vorne bis hinten beschissen und mehr oder weniger deindustrialisiert. Mit vielfältigen Folgen wie MAssenarbeitslosigkeit, Landflucht der jungen Leute (speziell der Frauen) usw.. Können die Sachsen da was dafür? Kaum.
Und jetzt sitzt da ein Volk von Verlieren und standig kommen irgendwelchen Besserwessis aus Medien und Politik und erzählen ihnen wie dunkel sie doch sind - sie werden also von denen abgekanzelt, die ihre Situation erst herbeigeführt haben. Und dann kommt Fr. Merkel, macht die Arme auf für die Flüchtlinge, Geld spielt keine Rolle und eine halbes Volk denkt - sag mal, sind den Flüchtliche mehr wert als wir? Ich kann das Alles komplett nachvollziehen. Und damit auch einen Hr. Tillich verstehen - auch wenn das den ganzen weit entfernt im Westen lebenden Gutmenschen nicht passt...

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