Forum: Politik
Tod in Aleppo: Ist ja bald Weihnachten
AFP

Die syrische Armee nimmt den Ostteil Aleppos ein, sie richtet Zivilisten hin, darunter Frauen und Kinder. Wir schauen ratlos zu - oder sogar weg.

Seite 4 von 23
doskey 13.12.2016, 18:45
30. Ganz im Gegenteil...

...ich verfolge den Konflikt in Syrien täglich, aber eben nicht nur durch Onlinemedien, sondern auch anhand von Originalquellen (Videos, Meldungen) unterschiedlicher Kriegsakteure. Die Sicht des Spiegels, gerade zu dieser Zeit, ist mir viel zu einseitig. Assad ist ein Diktator und er gehört zur Rechenschaft gezogen. Aber was ist denn die Alternative? Einen anderen failed state wie Lybien braucht die Weltgemeinschaft nicht. Bomben haben noch nie Demokratie oder Stabilität gebracht. Das ist ein Wunschdenken. Syriens erste Priorität ist Stablität. Politische Änderungsprozesse lassen sich durch andere Druckmittel durchsetzen.

Im Jemen findet der gleiche Wahnsinn statt, aber dafür findet man keine Worte. Schließlich werden Zivilisten dort von den "Guten" getötet, also dem westlichen Partner, Saudi-Arabien.

Beitrag melden
Um- die- Ecke- Denker 13.12.2016, 18:45
31. Und auch das alle Jahre wieder!

Schade, dass auch Autoren des Spiegel sich im jährlichen Rhythmus dazu verführen lassen, an Weihnachten mit der christlichen Moralkeule zu winken. Die Betroffenen in Aleppo und an vielen, sehr vielen anderen Orten der Welt machen sich gar nichts aus unserem Fest und erwarten deshalb auch nicht gerade jetzt von uns Hilfe. Dem Leser oder Zuschauer kurz vor den Festtagen ein schlechtes Gewissen zu machen, vergrößert zwar in der Regel das Spendenaufkommen, nicht jedoch das Bewusstsein für Verantwortlichkeit. Und das sollte auch nicht Aufgabe eines Journalisten sein! Die absolute Masse Ihrer Leser hat gar keine Verantwortung für das, was in Aleppo geschieht! Wohl aber tragen wir Verantwortung für unsere Nächsten, für Kinder, Eltern, Ehepartner ... Es wäre wünschenswert, wenn Journalisten sich ab und zu auch dafür interessieren würden, wie wir mit diesen Nächsten umgehen. Sowohl in der Printausgabe als auch in den online-Beiträgen kommen mir diese Beiträge in den letzten Monaten viel zu kurz. Da Sie sowieso nicht über alle Katastrophen berichten können, wenden Sie vielleicht den Blick wieder einmal zur nächsten Straßenecke. Da leben nämlich auch Menschen und für die sind wir meist sehr wohl verantwortlich. Und das nicht nur an Weihnachten.

Beitrag melden
Oskai 13.12.2016, 18:45
32.

Das Schlimme ist (außer der humanitären Katastrofe), dass sich keine Alternative auftut. Außer Krieg, der unweigerlich in einee weiteren Tragödie endet. Und, machen wir uns nichts vor, ein Regierungschef, der bereit ist, Soldaten nach Syrien zu senden, müsste um seine Wiederwahl fürchten.

Beitrag melden
NotSoGood 13.12.2016, 18:45
33. Wegschauen ?

Wir schauen weg, Schande, tatenlos, etc. ... das ist gerade der Dauerton bei SPON.

Ein Stadt wird sturmreif geschossen, die Zivilbevölkerung leidet ... das haben inzwischen alle kapiert. Aber was ist hier anders als in anderen Kriegen? Dass wir Dank Twitter alles live mitbekommen? Woanders, bzw. früher wurde stiller gestorben - das ist der einzige Unterschied. Oder vielleicht dass wir selbst oder unsere Verbündeten die Bomben geworfen haben - in näherer Vergangenheit natürlich nur noch absolut präzise und sauber.

Was würden die Herren denn konkret vorschlagen? Einen Luftangriff auf russische Truppen? Ein bisschen mehr Öl ins Feuer?

Der Westen hat schon genug getan: willkürliche Grenzen ziehen, Despoten unterstützen oder stürzen - je nach Laune, Waffen liefern, usw. - ich denke der Nahe Osten braucht vieles, aber nicht unsere Einmischung. Wir haben es immer nur noch schlechter gemacht.

Beitrag melden
slaritbartfass 13.12.2016, 18:47
34. Im umgekehrten Fall ...

Die Leute in Aleppo würden sich gweiss nicht um irgendwelche bürgerkriegsähnlichen Zustände in Berlin kümmern falls die Lage andersrum wäre. Glaube nicht das dort Ramadan von Vorfällen in Berlin überschattet werden würde ...

Beitrag melden
nichtsalsverdrus 13.12.2016, 18:47
35. Eine Schande...

Wenn mir noch einer mal etwas von "Westlichen Werten" erzählen will, fange ich an zu kotzen. Die Nato ist einPapiertiger und die Amis tun nur etwas, wenn es etwas zu verdienen gibt. Übelst!

Beitrag melden
spon-facebook-1402714339 13.12.2016, 18:49
36. Excuse moi!

Was genau schlägt der Author denn vor das wir machen sollen? Soll ich mir ein Ticket nach Ost Aleppo lösen und in einen barbarischen Krieg ziehen auf dessen Seiten es keinen guten zu geben scheint.

Sollen wir Geld in ein Kriesengebiet spenden wobei die Chancen gut stehen das damit ein Kämpfer versorgt oder Waffen gekauft werden?

Natürlich tun mir die Menschen dort leid! Krieg ist die Hölle, deswegen fängt man ihn auch nicht an!

Es bleibt uns doch garnichts übrig als zuzuschauen, oder wollen wir die Bundeswehr hinschicken?

Beitrag melden
eierhaendler 13.12.2016, 18:52
37. Traurig

Ein guter Beitrag zu dem Thema. Es macht mich unglaublich traurig, dass die westlichen Regierungen die Augen verschließen und die Menschen dort sich selbst überlassen werden. Besonders wenn es um die Kinder geht, die soetwas miterleben müssen und nicht wissen, wie lange sie noch leben werden. Kein Kind sollte so etwas ausgesetzt sein. Ich hoffe inständig, dass möglichst viele Menschen dort weg kommen und dass alle Staatsoberhäupter, die sich das tatenlos anschauen oder es sogar verursachen, ein unglaublich schmerzhaftes Gewissen plagt. Falls sowas noch bei ihnen existiert.

Beitrag melden
privatbahn 13.12.2016, 18:52
38. die einen shoppen, die anderen schreiben

So ist das nun einmal, während sich die einen mit den Weihnachtseinkäufen abplagen, schreiben die anderen Kolumnen.
Der eine wärmt sich an der Glühweinbude, der andere im Bürosessel.
Herr Kuzmany wenn Sie was bewegen wollen fliegen Sie nach Syrien und unterstützen die Helfer von UN und Roten Halbmond, aber lassen Sie bitte das moralisieren.

Beitrag melden
spon-421-0k4i 13.12.2016, 18:53
39. Vielleicht

Sollten wir das Geschrei endlich einstellen. Ein gescheiterter Regimechangeversuch der "Guten" und fertig. Das Land und seine Bewohner brauchen jetzt dringend wirkliche humanitäre Hilfe und keine weiteren Waffenlieferungen.

Beitrag melden
Seite 4 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!