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Tod des US-Senators: Trump soll Würdigung McCains verhindert haben
AFP

John McCain und Donald Trump machten aus ihrer Abneigung füreinander keinen Hehl: Doch der US-Präsident soll dem Kontrahenten eine angemessene Würdigung selbst nach dessen Tod verweigern.

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udo l 27.08.2018, 20:10
1. So wenig Größe

zu zeigen, einem Kontrahenten nach dessen Tod, für seine Verdienste zu ehren, ist wirklich mehr als beschämend. Dazu fällt mir Arnold Schwarzenegger's vergleich mit einer: Zitat "kleinen nassen Nudel" ein.

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ollydk 27.08.2018, 20:39
2. Beschämend

Selbst wenn man politisch anderer Meinung war, gebietet es das gute Benehmen, respektvoll miteinander umzugehen - selbst über den Tod hinaus. Wir reden hier aber über Donald Trump, zu dessen vielen, vielen Makeln eben auch fehlendes Benehmen und mangelnder Respekt gehört. Ja, die Liste seiner Defizite ist lang - sehr lang. Ich hoffe, dass bald ein Impeachment eingeleitet werden kann und dass dieses dann auch sehr erfolgreich ausgeht.

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jj2005 27.08.2018, 21:48
3. Verdienste?

Zitat von udo l
für seine Verdienste
Welche Verdienste? Der Mann war ein republikanischer Hardliner und Kriegstreiber, Busenfreund der NRA, und hat wohl höchstpersönlich, in 23 Bombereinsätzen, Hunderte Zivilisten getötet. Dass er gegen die Witzfigur Trump war, wäscht ihn nicht weiß

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g.eliot 27.08.2018, 22:19
4. Kein staatsmännisches Format

Zitat von jj2005
Welche Verdienste? Der Mann war ein republikanischer Hardliner und Kriegstreiber, Busenfreund der NRA, und hat wohl höchstpersönlich, in 23 Bombereinsätzen, Hunderte Zivilisten getötet. Dass er gegen die Witzfigur Trump war, wäscht ihn nicht weiß
Ach ja? Während Trump zwei der übelsten Falken und Kriegstreiber zum Außenminister und Nationalen Sicherheitsberater ernannt hat: Mike Pompeo und John Bolton. Mit denen verglichen ist McCain eine Friedensstaube. Beide befürworten Nordkorea Erstschlag und Iran-Krieg; Bolton war der Mastermind hinter der Irak-Lüge. Aber das ist natürlich wurscht, und McCain ist ja nur deshalb sooo böse, weil das Trumps Feind ist. Verstanden.

Wussten Sie eigentlich, dass McCain in der POTUS-Wahl 2008 von dem damals Demokraten Trump unterstützt wurde?

Trump ist kein Staatsmann, besitzt kein Format und auch keinen Anstand. Und dies von mir, unabhängig von meiner abweichenden politischen Meinung.

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bakiri 27.08.2018, 22:29
5. wenigstens Konsequent im Verhalten

Der aktuelle Präsident der USA glaubt über allem zu stehen und Verhaltensregeln missachten zu können. Abgesehen von der Pietät- und Anstandslosigkeit gegenüber der betroffenen Familie, mangelndem Respekt vor Tradition und bestehenden gesellschaftspolitischen Regeln, mangelt es ihm vollkommen an dem Verständnis für die Vorbildfunktion, die dieses Amt hat. Man muss mal klar sagen (und das mache ich, weil man es umgangssprachlich so sagt und nicht um eine Berufsgruppe zu beleidigen): Dieser Mann ist ein Bauer! Die Wahl der US-Amerikaner lässt tief in den Bildungsstand dieser Nation blicken und ist erschreckend. Die Fähigkeit zu wahrer Größe und Macht zeigt sich in Situationen wie diesen, einem politischen Gegner den gebührenden Respekt zu erbringen. Aber wieder ist dieser Mann grandios gescheitert.

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Hermes75 27.08.2018, 22:39
6.

Zitat von jj2005
Welche Verdienste? Der Mann war ein republikanischer Hardliner und Kriegstreiber, Busenfreund der NRA, und hat wohl höchstpersönlich, in 23 Bombereinsätzen, Hunderte Zivilisten getötet. Dass er gegen die Witzfigur Trump war, wäscht ihn nicht weiß
Der Mann hat 60 Jahre seines Lebens seinem Land gedient, hat dabei sein Leben riskiert, war 5 Jahre in Kriegsgefangenschaft und ist gefoltert worden. (Anders als gewisse andere Politiker, die sich vor dem Kriegsdienst drücken konnten, weil sie reiche Eltern hatten.)

Er ist 6x zum US-Senator gewählt worden und war allseits als ehrenwerter, aufrechter und ehrlicher Mann geachtet.
(Dinge die man aktuell leider sehr vermisst.)

Man kann sicherlich über viele seiner politischen Entscheidungen streiten, das ändert aber nichts an seiner menschlichen Größe.
Er hat als Präsidentschaftskandidat seinen Kontrahenten gegen rassistische Anfeidungen seines eigenen Publikums in Schutz genommen - glauben Sie das wäre dem Trampeltier jemals passiert?

Unabhängig von seinen Fehlern war McCain ein Mann von Ehre und es ist einfach nur traurig zu sehen, wie sich einige Leute jetzt bemüßigt fühlen ihn posthum durch den Dreck zu ziehen...

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Das schwarze Schaf 28.08.2018, 00:17
7.

Allmählich wird mir die First Lady immer sympathischer. Im Gegensatz zu ihrem Mann besitzt Melania Trump so viel Anstand und eine gute Kinderstube um angemessene Worte zum Tod von McCain zu finden. Mir ist aufgefallen, dass sie oft im Gegensatz zum Präsidenten steht. Sie schaut CNN, setzt sich für Familienzusammenführung und sichere Schulen ein und vieles mehr. Ich glaube bald sie wäre eine bessere Präsidentin.

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bmvjr 28.08.2018, 03:06
8. Vermuterei

Von einem ungehobelten Proleten wie Trump ist nicht viel Gutes zu erwarten, auch nicht was Etiquette anbetrifft. Allerdings sollte sich ein Magazin wie der Spiegel in Zeiten der Fake News eine Titelzeile wie "Trump soll Wuerdigung McCain's verhindert haben" verkneifen. Entweder hat er oder er hat nicht.

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zia-zaruba 28.08.2018, 07:46
9. nur mal ganz allgemein,

ich denke, dass es vielen anderen auch so geht wie mir. Eine BE-urteilung von gewissen Personen, ob sie "positiv" oder negativ sei, darauf kann man dankend verzichten.

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