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Tod eines KSK-Soldaten: Bundeswehr fürchtet Verrat durch afghanische Partner
DPA

Wie kam es zum Tod des Elitesoldaten Daniel W. Anfang Mai in Afghanistan? Eine Analyse der Bundeswehr offenbart nun die dramatischen Details des Einsatzes. Die ungeklärte Rolle, die afghanische Partner bei der Operation spielten, gefährdet die gesamte Zusammenarbeit.

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Toysoldier 28.05.2013, 13:51
10. Ernsthaft?

Nach diesem Artikel, fällt Ihnen nichts anderes ein als das?
Wissen Sie, was Bündnissolidarität ist, und dass selbst im erklärten Bündnisfall eine Protestnote genügt? Keiner m-u-s-s mitmachen. Unsere politische Führung w-i-l-l es. Und übrigens: Wir sind nicht die Schweiz. Das ist der einer der unsinnigsten Äpfel-Birnen-Vergleiche, die hier durch's Forum wabern...

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statler&waldorfmuppets 28.05.2013, 13:54
11. Historisch gesehen...

hielten die Allianzen dort und in den angrenzenden Ländern immer so lange, bis jemand mehr zahlte. Warum also die Verwunderung? Man ist naiv und mit viel (gutmenschlerischem) Enthusiasmus in diesen Krieg gestartet...und sollte nun shen, mit möglichst wenigen Blessuren heraus zu kommen.
Die jetzige Regierung dort ist eine reine Kleptokratie.

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peddersen 28.05.2013, 13:55
12.

Zitat von dissidenz
.... ganz so einfach ist es leider auch nicht. Raus aus Afghanistan ja, dann aber komplett. Bitte auch keine humanitären Hilfsleistungen oder von Steuergeldern geförderten Sozialprojekte mehr......
Naja, humanitäre Hilfeleistungen würden im Gegensatz zu militärischen Aktionen zumindest nicht MEHR Terroristen züchten,als sie bekämpfen. So gesehen wäre das besser als jetzt.

Zitat von dissidenz
.... wie schlecht es doch den armen Frauen da gehen mag. Dann können Sie alle gern stramm ins Mittelalter marschieren.
Wenn der Einsatz irgendwie den Rücksturz ins Mittelalter verhindern würde oder könnte, hätten sie recht. Dem ist aber nicht so. Die Präsenz von fremden Truppen - und die damit verbundene Aktionen im Unter- und Obergrund:) der aussenrumliegenden Länder und Interessen hat das Land zerrüttet und zerspalten. Da müssen die aber selbst wieder raus - und wenn es hundert Jahre dauert - SO wird das nix.

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Atheist_Crusader 28.05.2013, 13:55
13.

Zitat von sysop
Die unsichtbaren Gegner beschossen sie mit Maschinengewehrfeuer und Panzerfäusten.
Man beschießt Niemanden mit "Maschinengewehrfeuer". Man beschießt mit "Maschinengewehren". Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gegner keine Panzerfäuste hatten. Das ist nämlich keine Waffenklasse, sondern eine ganz spezielle Modellreihe. Die Aufständischen haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Raketengranatwerfer vom Typ RPG verwendet.


Zitat von sysop
Dort entsandte man einen A-10-Kampfbomber. Dieser "Thunderbolt" warf einen regelrechten Bombenteppich über dem Waldstück ab.
Die A-10 ist kein Kampfbomber, sondern ein CAS- oder auch Bodenkampfflugzeug. So etwas wie ein modernerer StuKa. Ein Kampfbomber ist etwas völlig anderes.

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Brennstoff 28.05.2013, 14:02
14. Frontberichterstattung

Es ist lange her, das deutsche Medien Gefechtsberichte veröffentlichten.
Da dies nicht die erste Kampfhandlung der Bundeswehr ist, bisherige Gefechte jedoch in den Medien, wenn überhaupt, nie so detailliert geschildert wurden, ist die Lage wohl inzwischen unhaltbar geworden. Wenn man also bereit ist, die tatsächliche Situation amtlich zu schildern, bevor Schreckensberichte via Mundpropaganda die Bevölkerung erreichen, sieht es da unten wohl ziemlich düster aus.
So weit sind wir also schon mit der Verteidigung unserer Sicherheit am Hindukush gekommen. Ein Desaster! Alle Kritiker in der Bevölkerung und es ist die überwiegende Mehrheit, die seit längerem diese Farce ablehnt, behalten recht.
Für unsere Regierung ein niederschmetterndes Ergebnis, das sie mit Schönreden nicht mehr deckeln kann.
Leider ist es mit einem simplen "bloß raus da!" nicht getan, dazu wurde dieses teure und sinnlose Unterfangen zu lange aufrecht erhalten. Mannschaften, Ausrüstung und Material müssen halbwegs heil nach Hause gebracht werden und das dauert.
Schon in den 60/70er Jahren bildeten deutsche Polizisten vor Ort Afghanen zu Polizeibeamten aus. Danach war in Afghanistan alles wie vorher. Dann kamen die Russen und danach war alles wie vorher. Jetzt, wenn die Natokräfte abgezogen wurden, ist in Afghanistan auch wieder alles wie vorher. Nur das deutsche Soldaten dort unten völlig sinnlos ihr Leben oder ihre Gesundheit lassen mussten und der Einsatz mehrere Milliarden verschlang. Ein kleines Vietnam für die Bundesregierung.
Aber wie es aussieht, werden wir uns künftig wieder an Frontberichte in der deutschen Presse gewöhnen müssen. An zukünftigen Einsatzorten wie bspw. Mali mangelt es unserer Bundesregierung sicher nicht.

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TeslaTraX 28.05.2013, 14:02
15. Blindes Vertrauen ?

Was erwarten die KSKler denn von Afghanischer Soldaten ?
Wenn diegut wären, dann würden wir diese ganze Problematik nicht haben. Eigentlich auch komisch, es wurden von der Thunderbolt keine Körper gefunden, also müsste ja noch mehr Vorsicht geboten werden. Es schaut eher aus, als ob der Ort nicht richtig gesichert wurde. wo waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich die Tiger ??

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coniferia 28.05.2013, 14:04
16. Das faellt erst jetzt auf?

In Afghanistan gibt es keine festen Verbuendeten, sondern je nach Bedarf wechselnde Allianzen. Partner von heute ist Feind von morgen etc. Das sollte doch auch die BW inzwischen gemerkt haben, nach ueber 10 Jahren in Afghanistan sollte man doch soviel Wissen ueber das Land haben.

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Fistload 28.05.2013, 14:09
17.

Zitat von sysop
Wie kam es zum Tod des Elitesoldaten Daniel W. Anfang Mai in Afghanistan? Eine Analyse der Bundeswehr offenbart nun die dramatischen Details des Einsatzes. Die ungeklärte Rolle, die afghanische Partner bei der Operation spielten, gefährdet die gesamte Zusammenarbeit.
Schaut diesen Film, dann wisst ihr, was mit der afghanischen Polizei los ist.
This Is What Winning Looks Like | VICE United States

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wonder2009 28.05.2013, 14:10
18. Von

"Nahkampfgemetzel " ist ja wohl keine Rede. Es war ein Schusswechsel ,bei dem leider ein KSK Soldat getötet wurde. Derartige Schusswechsel sind in Afghanistan ebenso bedauerlicher Weise normal, was damit zum Ausdruck gebracht werden sollte , war wohl ,das etwas ,was als Routineeinsatz begann ,sich dann als Falle entpuppte. Den die Taliban waren dort ja nicht zufällig ,der Einsatz der Plastikplane zeigt ja, das mit Luftangriffen vom Talibankommandeur gerechnet wurde. Das wäre bei einem zufälligen Feuergefecht mit afghanischer Polizei nicht zu befürchten gewesen. Man kann natürlich spekulieren ,ob die Tötung eines deutschen KSK Soldaten Sinn der Aktion der Taliban war ,entweder um ein mediales Echo in Deutschland zu provozieren oder aus Rache für vorrausgegangene Einsätze,insgesamt erscheint mir dies aber sehr wahrscheinlich .

Aber wichtiger ist zu erkennen ,das die Intention mit den Afghanen in die Kämpfe zu gehen aufgrund verschiedener Vorfälle ,von denen dieser nur einer ist,wohl auch gescheitert ist wie so vieles dort.

Jemand noch eine Idee?Sehr hilfloses Bild ,was alle abgeben.

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Steinwald 28.05.2013, 14:10
19. Warum

Warum sind unsere Jungs da unten? Weil wir dem irren Texaner damals bis zum Anschlag in den Po gekrochen sind, damit der seinen kranken Krieg durchziehen kann. Deshalb verheizen wir unsere Soldaten in einem Kampf, der komplett sinnfrei ist für ein Volk, das sich gefälligst selbst zu befreien hat, wenn es das will, was es ja nicht will, wie man sieht. Und in einem Land, das uns doch in Wahrheit völlig gleichgültig sein kann. Holt unsere Soldaten nach Hause, besser gestern als heute.

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