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Tod eines KSK-Soldaten: Bundeswehr fürchtet Verrat durch afghanische Partner
DPA

Wie kam es zum Tod des Elitesoldaten Daniel W. Anfang Mai in Afghanistan? Eine Analyse der Bundeswehr offenbart nun die dramatischen Details des Einsatzes. Die ungeklärte Rolle, die afghanische Partner bei der Operation spielten, gefährdet die gesamte Zusammenarbeit.

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gsm900 28.05.2013, 14:50
50. Falsch Genosse

Zitat von Steinwald
Warum sind unsere Jungs da unten? Weil wir dem irren Texaner damals bis zum Anschlag in den Po gekrochen sind, damit der seinen kranken Krieg durchziehen kann. Deshalb verheizen wir unsere Soldaten in einem Kampf, der komplett sinnfrei ist für ein Volk, das sich gefälligst selbst zu befreien hat, wenn es das will, was es ja nicht will, wie man sieht. Und in einem Land, das uns doch in Wahrheit völlig gleichgültig sein kann. Holt unsere Soldaten nach Hause, besser gestern als heute.
mit von Fischers braunen Ohren (der hat sich ja an die Zionisten verkauft um Weltaußenminister zu werden) auf andere schließen.

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erhu 28.05.2013, 14:50
51. raschmöglichster Abzug!

Präsident Karsai äussert sich mal für und mal gegen den NATO-Einsatz, das ja nur zur Verunsicherung des ausländischen Personals führen muss. Zudem ist das Volk ja zwischen Talibans und den fremden Instruktoren hin und her gerissen. Früher oder später wird Afghanistan für den Westen sowieso verloren sein, weshalb der raschmöglichste aller westlichen Truppen nur zu empfehlen ist, bevor in ihren Reihen noch Unschuldige für eine sinnlose Sache das Leben verlieren.

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mmk749 28.05.2013, 14:51
52.

"Bundeswehr fürchtet Verrat durch afghanische Partner"

Befürchtet? Verrat? Man wirbt ein paar arme ungebildete Schlucker an, die ausser dem Geld, das sie dringen brauchen, aber auch gleich gar nichts an die westlichen Streitkräfte bindet und läßst sie Hilfssoldaten spielen. Die Menschen stehen durch Familie und Glauben in ganz anderen Loyalitätsverhältnissen. Und außerdem können sich diese Leute genau ausrechnen, wann die westlichen Truppen weg sind und was ihnen dann bevorsteht. Da sorgt man lieber vor und macht sich bei den zuküntigen (alten) Machthabern schon mal Liebkind, indem man seine Waffen an sie weiterverkauft und auch für Spitzeldienste gerne zur Verfügung steht. Menschlich durchaus nachvollziehbar, denn wer will schon nach dem Abzug der westlichen Truppen sehen wie seine Familie grausam umgebracht wird und wie einem dann selbst noch der Kopf abgeschnitten wird.

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gsm900 28.05.2013, 14:52
53. Sind ja auch nicht Joschkas Wähler

Zitat von AusVersehen
Ich kann nicht nachvollziehen, wie Sie aus diesem Ereignis diesen Schluss ziehen können, dass die NATO daran schuld sei. Es war kein NATO-Partner, der die BW verraten hat. Für mich jedoch ist schon lange klar, dass die BW von unseren eigenen Politikern verraten wurde und zwar von Anfang des Krieges an. Ohne klar gesetzte Ziele, ohne ein stabiles Mandat und immer mit der Gewissheit, dass jeder Schusswechsel einen Kameraden in den Knast bringen könnte und iohne hinreichende und der Bedrohung angepaßte Ausrüstung, kann kein Krieg gewonnen werden. Aber als solcher war der Einsatz ja auch nie definiert. Alleine das ist schon ein Verrat.
die dort ins Gras beißen. Da fallen solche entscheidungen schon mal viel leichter.

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peddersen 28.05.2013, 14:52
54.

...mich rätselt manchmal, ob die Verantwortlichen kein Geschichtsbuch haben? Oder eventuell nur eines, das bis zu den Greueln der Nazis zurückreicht und nix weiter.

In Afghanistan ist nix zu gewinnen, nicht für Deutschland, nicht für Amerika und England, nicht für Russland. Nicht, daß es England und Russland nicht schon ein paarmal versucht hätten.
Fällt mir Conan Doyles "Sherlock Holmes" ein. Dessen Dr. Watson kommt in der literarischen Vorlage verwundet aus dem Krieg in Afghanistan zurück - damals.
Bei der Neuverfilmung der Serie, die in der Jetztzeit spielt, kommt Dr. Watson gerade verwundet aus dem Krieg in Afghanistan zurück. Heute.
Mehr ist da nicht mehr zu sagen.

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E_SE 28.05.2013, 15:00
55. Abenteuer

Zitat von fuchs008
Um in Zukunft nicht in solche Abenteuer wie den Afganistaneinsatz hineingezogen zu werden, sollte Dt. aus der NATO austreten. Jetzt ist es so, dass z.B. Frankreich oder die Türkei einen Auslandseinsatz vom Zaun brechen können und Dt. muss mitmachen (zumindest finanziell). Die Schweiz ist in keinem Militärbündnis und kommt trotzdem gut zurecht.
Der Artikel zeigt vor allem dass angeblich befreundete afghanische Partner nicht zuverlässig sind und die Mission gescheitert ist. Die Frage ist nur noch wie man schnell aus dem Land wieder herauskommt; eine Erfahrung die die Russen auch schon schmerzhaft machen mussten. Afghanistan will nicht.
Die NATO selbst steht wegen der Möglichkeit einer Zustimmung oder Ablehnung im Einzelfall gar nicht zur Diskussion.
Die militärische äussere Bedrohung der Schweiz ist sehr übersichtlich. Das liegt nicht an der massiven Bewaffnung der Zivilbevölkerung sondern einfach an dem guten schützenden Speckgürtel um die Schweiz herum.

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rrewrek 28.05.2013, 15:00
56. Lernen?

"Wir mussten erneut lernen, dass wir uns nicht auf die Afghanen verlassen können"??? Da lebte ich doch tatsächlich in der falschen Annahme, dass dies dort längst allen klar ist!

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studentnr.2 28.05.2013, 15:01
57. Ungeheuerlich...

...wie herzlos und national verkeilt manch einer hier denkt. Augen auf! Der Krieg ist der Krieg, da sollte es schon lange nichts mehr geben, dass uns verwundert oder schockiert. Das war immer so und wird es leiben. Nun nutzen einige diese traurige Nachricht aus, um gegen das Aufbauengagement, ja sogar gegen das afghanische Volk zu wettern. Schaemen Sie sich! Ich war nie in Afghanistan, das moechte ich auch nicht, aber auch diesen Menschen muss geholfen werden, ob die derzeitige die richtige ist, ist natuerlich fragwuerdig.

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hohesee 28.05.2013, 15:02
58. Versäumnisse von Anfang an

Die jetzigen Ereignisse sind eigentlich nur die Fortsetzung der immer wieder verharmlosenden Lagebeurteilung seit dem Engagement deutscher Kräfte im Nordosten Afghanistans. Kundus und Umgebung war nie der scheinbar minder von Gewalt betroffene Landstrich, wie uns unsere Politiker und Medienvertreter wahrmachen wollten. Der Soldat oder Polizist vor Ort wusste von Anfang an sehr genau, dass sich die Taliban und lokale Milizen unter dem Schutzschild der "verordneten Zurückhaltung" unbehelligt wieder aufstellen und Anschläge verüben konnten. Weithin unbekannt dürfte sein, dass die lokalen afghanischen Regierungsvertreter von Anfang an energische Schritte gegen die Taliban und ihre Helfer verlangten. Dieses Ansinnen wurde seitens der ausländischen militärischen Führer und politisch Verantwortlichen heruntergespielt. Da sich die einheimischen Militär- und Polizeikräfte erst aufstellen mussten bzw. aufgestellt wurden, hätten die ausländischen Gäste einspringen sollen.
Es gab aber keinen Verfolgungsdruck, so dass sich die Gewalt ungehindert ausbreiten konnte. Die Lage, in die Oberst Klein im Jahre 2009, wie auch später immer beurteilt, hineinlief, war nur die logische Konsequenz aus vorherigen jahrelangen Fehleinschätzungen und Untätigkeiten. Jetzt geht es nur noch um einen geordneten Rückzug, der auch die lokalen Hilfskräfte mit einbeziehen sollte.

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fortion 28.05.2013, 15:03
59.

Zitat von Brennstoff
Es ist lange her, das deutsche Medien Gefechtsberichte veröffentlichten. Da dies nicht die erste Kampfhandlung der Bundeswehr ist, bisherige Gefechte jedoch in den Medien, wenn überhaupt, nie so detailliert geschildert wurden, ist die Lage wohl inzwischen unhaltbar geworden.....
Rot-Grün hat die Leute dort hin geschickt. Im überheblichen Glauben, am deutschen Wesen werde die Welt genesen waren Schröder und Fischer sicher, es werde ihnen gelingen, die Afghanen umzuerziehen und nach westlichen Maßstäben zurechtzubiegen. Vielleicht hoffte man auch, wieder einen derart "glorreichen Sieg" an die deutschen Fahnen zu heften, wie es die - ebenfalls von Rot-Grün - initiierte Zerschlagung Jugoslawiens war.

Über Widerstand und "Verrat" muß man sich nicht wundern. Die deutschen Kämpfer, die am fernen Hindukusch "Deutschland verteidigen" sind Fremde in einem fremden Land. Ein beachtlicher Teil der dortigen Bevölkerung will sie nicht haben. Auf Besatzer wurde zu allen Zeiten geschossen und die Resistancekämpfer die im besetzten Frankreich mit allerlei Finten und Tricks - ebenfalls gegen deutsche Besatzungstruppen - gekämpft haben feiert man heute als Helden. Ebenso wird man in Afghanistan nachdem die Deutschen hinausgeworfen wurden auch die heutigen "Verräter" als Helden und Befreiungskämpfer feiern.

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