Forum: Politik
Tödliches Trauma bei Navy Seal: Futter für die Bestie
Robin Andersen

Als Elitesoldat der Navy Seals kämpft Robert Guzzo im Irak, im "Dreieck des Todes". Zurück kehrt ein gebrochener Mann. Er vertraut sich seinen Eltern an. Doch die PTSD-Diagnose will er nicht wahrhaben - aus Angst um die Karriere. Im November 2012 verliert "Rob" den Kampf gegen das Trauma.

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_muskote 25.01.2013, 10:38
10. Die andere Hälfte

Wie sieht es mit den Menschen auf der anderen Seite aus. Die wird doch ebenso geben, oder nicht? Gibt es hier Erkenntnisse oder Zahlen? Die meisten von Ihnen haben sich sicher nicht einmal freiwillig und mit voller Enthusiasmus in diesen Konflikt begeben.

Vermutlich sind diese ohne Versorgung und ebenso „freie Radikale“. Was bedeutet das für die irakische Bevölkerung? Was sind die Langzeitfolgen?

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k-3.14 25.01.2013, 10:39
11. Verdammt!

Wo sind die Stimmen der geschundenen Iraker?

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tobinminnie 25.01.2013, 10:40
12. Sorry aber...

Mitleid soll man haben für Leute die eventuell Menschen umgebracht haben?? Warum lernt man nicht aus der Geschichte? Das bekommt man, wenn Eltern ihre Kinder zu Soldaten erziehen...Es ist doch ganz einfach: keine Soldaten = kein Krieg. Oder irre ich mich..?

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poetdale 25.01.2013, 10:41
13. Es gab damals nicht weniger als heute

Zitat von ez2517
warum haben so viele Veteranen heutzutage diese Probleme ? Der zweite Weltkrieg zB war doch mit Sicherheit viel schlimmer, hat die Soldaten zweifellos schwer geprägt, aber ich habe dort noch nie etwas von dramatischen Selbstmordzahlen gehört oder gelesen. Und Betreuung gab es für die sicher noch viel weniger als für moderne Veteranen.
Ob Kriegszittern oder Knalltrauma schon nach dem ersten Weltkrieg gab es viele psychisch traumatisierte. In jedem Dorf war "einer nicht ganz dicht" oder "komisch". Diese Menschen haben sich dann häufig im Stall aufgehängt. Es war den Menschen furchtbar peinlich und keiner sprach darüber. Gut, dass die Folgen eines Krieges heute zumindest kein Tabu mehr sind.

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Leberwurstpizza 25.01.2013, 10:41
14. Ptsd

Anstatt immer nur die Probleme im Krieg eingesetzter Soldaten zu thematisieren, sollte man mal untersuchen, wieviele der Bewohner der Gebiete, in denen diese Truppen eingesetzt sind, an psychischen Spätfolgen dieser Einsätze leiden ...

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bigboom 25.01.2013, 10:43
15. Totschweigen

Zitat von ez2517
warum haben so viele Veteranen heutzutage diese Probleme ? Der zweite Weltkrieg zB war doch mit Sicherheit viel schlimmer, hat die Soldaten zweifellos schwer geprägt, aber ich habe dort noch nie etwas von dramatischen Selbstmordzahlen gehört oder gelesen. Und Betreuung gab es für die sicher noch viel weniger als für moderne Veteranen.
Meiner Meinung nach hat man damals (WW1&2) noch starrer am vermeindlichen Idealbild des unerschütterlichen (männlichen) Soldaten festgehalten. Somit wurde noch weniger darüber geredet. Aber das "Kriegszittern" kannte man schon nach WW1.
Vor diesem Hintergrund ist es heutzutage verantwortungslos, die Soldaten anscheinend unzureichend auf die psychischen Belastungen vorzubereiten und diese im Nachhinein unzureichend anzuerkennen, um die Traumata vernünftig anzupacken. Es sind und bleiben halt doch Menschen.

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blowup 25.01.2013, 10:43
16. Weltenbrand

[QUOTE=mase_1;11848285Es wird immer Krieg geben und es wird immer Menschen geben, die dort gewollt oder ungewollt mitkämpfen. Und immer werden eine große Summe daran innerlich zerbrechen.
Ansonsten hätten "wir" Menschen auf der Welt schon nach dem zweiten Weltkrieg mit dieser Kriegsgeschichte schluss gemacht.[/QUOTE]

Schon viel früher. Nach der beeindrucken Doku im ZDF über das unsägliche Leid unter Soldaten und Zivilbevölkerung im Ersten Weltkrieg hatte man wirklich das Gefühl, dass diese Menschen ein für alle Mal die Nase vom Krieg voll hatten. Und adnn hat man fassungslos kurz nachgezählt, dass die nach ein paar Handvoll Jahren wieder losgelegt haben mit dem Gemetzel.

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spigalli 25.01.2013, 10:44
17. Gut gebrüllt, Löwe!

Zitat von der Krieger
...Er wollte ein Beschützer und Verteidiger sein, aber als er nach Hause kam, musste er sich wie ein Monster fühlen. Aber die Monster tragen Anzug und Krawatte und sitzen in klimatisierten Büros. Soldaten brechen keine Kriege vom Zaun. Sie kommen nur in ihnen um.
So war es schon immer - die wahren Monster erzeugen die Illusion, dass man durch Opfer etwas zum Besseren ändern könne, in den Köpfen derer, die sich der Erkenntnis nicht stellen wollen. Damit kompensieren sie ihre eigene Unfähigkeit, sich der Wirklichkeit der Welt zu stellen, sie in Demut zu ertragen und ihren Platz darin zu finden. Und wir wählen uns diese Manipulierer immer wieder selbst...

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vk-stgt 25.01.2013, 10:45
18. vielleicht verdient?

Ich frage mich wieviele Menschen (Zivilisten, Kinder) er selbst umgebracht hat bevor er sich das Leben nahm. Seine Schuldgefühle haben ihn selbst zerstört. Er war wohl in erster Linie Täter und nicht Opfer.

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outsider-realist 25.01.2013, 10:49
19.

Zitat von ez2517
warum haben so viele Veteranen heutzutage diese Probleme ? Der zweite Weltkrieg zB war doch mit Sicherheit viel schlimmer, hat die Soldaten zweifellos schwer geprägt, aber ich habe dort noch nie etwas von dramatischen Selbstmordzahlen gehört oder gelesen. Und Betreuung gab es für die sicher noch viel weniger als für moderne Veteranen.
Früher hat man vieles nicht thematisiert. Deswegen waren weder die Zeiten noch die Menschen besser bzw besser dran.
Selbstmord bei Soldaten im zweiten Weltkrieg galt als unehrenhaft und es war tabu darüber zu sprechen oder zu schreiben.

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