Forum: Politik
Tötung afghanischer Zivilisten: US-Amokläufer war offenbar betrunken
AFP

Der US-Soldat, der 16 Zivilisten in Afghanistan getötet hat, soll bei der Tat offenbar unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Das behaupten US-Regierungskreise. Zudem soll er Eheprobleme gehabt haben. Der Rechtsanwalt des Verdächtigen bestreitet diese Darstellung.

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dreamdoc 16.03.2012, 11:38
40.

Zitat von metua
Sie sollten doch bitte Sinnentnehmend lesen. Nirgends wurde behauptet, dass die Zivilisten eine Bedrohung darstellten. Es geht hier um direkte psychische Folgen durch die Belastungen im Kriegseinsatz. Haben Sie den Artikel gelesen? Zweimal verwundet, einen Kameraden schwer verletzt sehen etc. Das kann einiges ausloesen! Sogar Amoklaeufe und das Toeten von Zivilisten. Es gibt in der Geschichte der Kriege viele Beispiele. Kaum eines hat mit Alkohol und Familienstress zu tun...
Genau das war gemeint. Nicht eine Handvoll unserer Mitdiskutanten können sich auch nur näherungsweise vorstellen, was Krieg an der Psyche der meist jungen Soldaten anrichtet. Aber im Sessel sitzen, die großen Probleme von anderen lösen lassen ("es muss ja keiner Soldat werden") und dann noch intelligente Kommentare abgeben ist deutlich einfacher.

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markus_wienken 16.03.2012, 11:48
41. .

Zitat von tamtamm
Wie kann man einen Soldaten verstehen, der in einem weit von seinem Heimatland abgelegen Land "für was kämpft"? Schon alleine das ist doch schon ein Grund anzunehmen, dass mit solchen Menschen psychisch einiges nicht stimmt. Was dieser "Einzeltäter" jetzt gemacht hat, ist doch in der Nato-Truppe normal. Oder werden da nicht auch Frauen und Kinder einfach so als Kollaterialschaden getötet? Ich habe für so was kein Verständnis und versuche das auch nicht zu verstehen, denn für mich sind das alle feige Mörder. Die sich hinter ihrer Kriegsausrüstung verstecken, um in Raubzügen geplant Zivilisten zu ermorden.
Soso, mit allen Soldaten dort (auch die Deutschen) stationiert sind, mit denen stimmt psychisch etwas nicht... folgt man Ihrer Argumentation...

Raubzüge...

Sorry, auf diesem Niveau werde ich nicht weiter diskutieren.

Viel Spaß weiterhin in Ihrer einfachen schwarz-weißen Weltsicht.

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Easy comment 16.03.2012, 11:54
42. Was erwartet man sonst

Das ist doch erwartet, dass die Amerikaner für weiteren Prozess eine Entschuldigung finden werden, da ein Amerikaner mehr wert als 16 Afghanis ist. Der Soldat ist schon nach Kuwait verlagert und wird irgendwann anzeigt oder die Leute vergissen es durch andere solche Taten.
Statt direkte Aktion der Gerechtigkeit werden solche dumme Gründe erfunden.

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Dumpfmuff3000 16.03.2012, 11:56
43. xxx

Zitat von markus_wienken
Soso, mit allen Soldaten dort (auch die Deutschen) stationiert sind, mit denen stimmt psychisch etwas nicht... folgt man Ihrer Argumentation...
Ich bezweifel, daß jemand aus einem mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Krieg psychisch völlig unbeschadet wiederkehrt, selbst wenn er nicht oder nur selten in unmittelbare Kampfhandlungen verwickelt ist. Schon alleine die permanente mögliche Bedrohung, die Langeweile und das Saufen setzen zu

Zitat von markus_wienken
Raubzüge...
Erklären Sie uns doch, weshalb haben wir noch gleich diesen Krieg begonnen vor mehr als zehn Jahren? Ah so ja Demokratie und Mädchenschulen, nicht etwa geostrategische und wirtschaftliche Interessen.
Zitat von markus_wienken
Viel Spaß weiterhin in Ihrer einfachen schwarz-weißen Weltsicht.
Dito

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LeToubib 16.03.2012, 11:58
44.

Zitat von metua
Dazu ist er ausgebildet, aber dennoch im Sinne eines Freund-Feind-Schemas und vor allem innerhalb einer Befehlskette. Das Ausscheren aus dieser Befehlskette ist dennoch unueblich. Sniper rennen ja auch nicht in Wohnraeume sondern sitzen in einiger Entfernung in Deckung oder irre ich mich? Ein Amoklauf ist in der Regel nicht die Handlung eines Psychopaten.
Was ich meine, ist der Fakt, dass die normale Tötungshemmung, die auch jeder Soldat innehat - die wenigsten Soldaten in einem Gefecht treffen auch wirklich ihren Gegner, sie schiessen absichtlich oder unterbewusst absichtlich daneben -, gerade dieser Subspezies abtrainiert wurde ...

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f.a.g. 16.03.2012, 11:59
45. Das

Zitat von frietz
betrunken, streit mit der frau, stress... mir fehlt noch eine ausrede. die schwere kindheit...
Problem dürfte m. M. n. ein sehr viel Einfacheres sein. Wer wie ich als junger Mann in einer Ami-Garnisonsstadt diesen Fridaynight-Scum hautnah erleben durfte der sich zu 98 % aus der (a)sozialsten Ami-Unterschicht rekruktierte ,wundert sich da in keinster Weise . Liegt es an der Armeeführung der USA ,daß da die Soziopathen das Bewusstsein die Herren der (freien) Welt haben zu müssen oder ist dies schlicht nur genetisch ? Schlimmer ist in diesem Zusammenhang, daß sich mir eine verspätete paralelle Entwicklung unserer BW-Soldaten nahezu aufdrängt ,wird doch hier wie da das gleiche Potential (in prozentualen Anteilen) aus wirtschaftlichen u. intelektuellen "Verlierern" abgerufen .

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tamtamm 16.03.2012, 11:59
46.

Zitat von FreiesGermanien
Ihnen ist anscheinend der Unterschied zwischen einer Erklärung und einer Entschuldigung nicht bekannt!
Sicher wird nach eine Entschuldigung gesucht. Ansonsten was gibt es zu erklären, wenn ein bewaffneter Soldat auf schlafende Menschen schießt? Vor allem wäre erst einmal zu klären, wie der in die Wohnungen der Menschen eindringen konnte....

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iradei 16.03.2012, 12:02
47.

Zitat von dreamdoc
Genau das war gemeint. Nicht eine Handvoll unserer Mitdiskutanten können sich auch nur näherungsweise vorstellen, was Krieg an der Psyche der meist jungen Soldaten anrichtet. Aber im Sessel sitzen, die großen Probleme von anderen lösen lassen ("es muss ja keiner Soldat werden") und dann noch intelligente Kommentare abgeben ist deutlich einfacher.
Sorry, aber diese Aussage kann ich nicht gelten lassen.
Jeder der den Beruf eines Soldaten wählt, sollte wissen was auf Ihn zu kommt. Vor allen Dingen, wenn man sich zu Kampfeinsätzen meldet.

Polizisten, Feuerwehrleute etc. müssen auch mit ansehen, wie Kollegen sterben oder verwundet werden.

Ich komme aus dem Ruhrgebiet, und hier sind in den letzten 50 Jahren hunderte von Bergleuten " unter Tage " gestorben und schwer verletzt worden.
Bergleute mußten die teilweise grausam zugerichteten Leichen ihrer toten Kollegen bergen und jeder Bergmann wußte beim Anfahren nicht, ob er wieder gesund nach oben kommt.

Nicht nur Soldaten haben einen " harten Job ".


Aber hier ist mal ein interessanter Artikel aus der Los Angeles Times.


Soldier accused in Afghan killings was from troubled U.S. base - latimes.com

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milaan 16.03.2012, 12:06
48.

Zitat von tamtamm
Wie kann man einen Soldaten verstehen, der in einem weit von seinem Heimatland abgelegen Land "für was kämpft"? Schon alleine das ist doch schon ein Grund anzunehmen, dass mit solchen Menschen psychisch einiges nicht stimmt. Was dieser "Einzeltäter" jetzt gemacht hat, ist doch in der Nato-Truppe normal. Oder werden da nicht auch Frauen und Kinder einfach so als Kollaterialschaden getötet? Ich habe für so was kein Verständnis und versuche das auch nicht zu verstehen, denn für mich sind das alle feige Mörder. Die sich hinter ihrer Kriegsausrüstung verstecken, um in Raubzügen geplant Zivilisten zu ermorden.
Was sind denn das für stumpfe Rundumschläge?! Soldaten melden sich ja nicht zum Militär um weit von ihrem Heimatland für irgendwas zu kämpfen, sondern aus vielen verschiedenen Gründen! Der (von der Politik bestimmte) Auslandseinsatz ist eben ein Teil der Pflicht des Soldaten, der sich an die Vorgaben der Politik hält und halten muss. Des weiteren ist es bei weitem NICHT normal in den NATO-Truppen Frauen und Kinder zu töten, nur ist eben jeder dieser tragischen Fälle groß in der Presse und wird von Leuten wie Ihnen dann als Normalzustand empfunden.
Soldaten einfach völlig undifferenziert als feige Mörder zu bezeichen, die in "Raubzügen geplant Zivilisten ermorden" sagt doch so einiges über Ihren Geisteszustand aus... Wie oft haben Soldaten der Nato (mal Abgesehen von einigen Fehltritten der Amerikaner) gezielt Zivilisten ermordet? Wenn sie so etwas postulieren dann hätte ich da gerne auch Quellen dazu (und ich meine nicht bamm.de, was Ihnen wahrscheinlich als Lektüre dient). Manchmal kann man über so eine eindimensionale Denkweise einfach nur den Kopf schütteln...

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Altesocke 16.03.2012, 12:07
49.

Zitat von sysop
So habe er ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Teil seines Fußes verloren.
Ein SHT kann man verlieren? Ich dachte immer, man bekommt es, und dann kuriert man es langsam wieder aus!

Und ganz ehrlich, wer mit 27 noch keinen 'brauchbaren' Job gefunden hat, so da er bereit ist, dann in die Armee einzutreten, kann kein Karriererist sein! Eher das totale Gegenteil.
jm2c

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