Forum: Politik
Tötung afghanischer Zivilisten: US-Amokläufer war offenbar betrunken
AFP

Der US-Soldat, der 16 Zivilisten in Afghanistan getötet hat, soll bei der Tat offenbar unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Das behaupten US-Regierungskreise. Zudem soll er Eheprobleme gehabt haben. Der Rechtsanwalt des Verdächtigen bestreitet diese Darstellung.

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Cotti 16.03.2012, 12:08
50.

Zitat von sysop
Der US-Soldat, der 16 Zivilisten in Afghanistan getötet hat, soll bei der Tat offenbar unter Alkoholeinfluss gestanden haben...
Na klar, der ist wahrscheinlich volltrunken -aber trotzdem unbeobachtet- bis an die Zähne bewaffnet, an den Wachen aus dem Lager getorkelt. Ich hätte noch zu bieten: "US-Amokläufer" hat erwiesenermaßen besoffen geschlafwandelt" - in diesem Zustand töten die nämlich am effektivsten.

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Altesocke 16.03.2012, 12:10
51.

Zitat von Tommi16
Was stimmt an der Meldung (afghanische Medien lt. einer Parlamentskommission), das es 20 Soldaten gewesen sein sollen ? Noch nicht auf dem Tiscker, oder unbequem als Meldung ?
Koennte das in dem Zusammenhang gesehen werden, das bereits die Suche nach dem Mann eingeleitet worden sein soll, bevor das Massaker begann? Er wurde ja, nach einigen Berichten, recht zuegig vermisst. Und wurde wohl kaum von seinem Bettnachbarn alleine gesucht.
Nur so eine Idee!

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agua 16.03.2012, 12:11
52. Recht moegen sie haben

Zitat von dreamdoc
Genau das war gemeint. Nicht eine Handvoll unserer Mitdiskutanten können sich auch nur näherungsweise vorstellen, was Krieg an der Psyche der meist jungen Soldaten anrichtet. Aber im Sessel sitzen, die großen Probleme von anderen lösen lassen ("es muss ja keiner Soldat werden") und dann noch intelligente Kommentare abgeben ist deutlich einfacher.
auf der einen Seite,aber im Artikel der vergangenen Woche stand,das diese Soldaten an diesem Ort stationiert waren , um fuer eine bessere Verstaendigung mit der Bevoelkerung zu sorgen.Da sollten doch dann wohl Soldaten ausgewaehlt werden,die kein Trauma haben,und faehig sind ,diese Aufgabe zu erfuellen ,anstatt Menschen im Schlaf zu toeten.

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tamtamm 16.03.2012, 12:14
53.

@milaan

Es wird kein Soldat - vor allem nicht in Deutschland zu einem Auslandseinstatz verpflichtet. Das machen diese Menschen einfach nur, weil sie Geld verdienen wollen, indem sie ihr Leben verkaufen. Ist doch nichts neues. Es gab auch früher schon Raubzüge und die Ritter haben da ihr Leben verkauft.

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LeToubib 16.03.2012, 12:22
54.

Zitat von iradei
Sorry, aber diese Aussage kann ich nicht gelten lassen. Jeder der den Beruf eines Soldaten wählt, sollte wissen was auf Ihn zu kommt. Vor allen Dingen, wenn man sich zu Kampfeinsätzen meldet [...]
GIs melden sich nicht, sie müssen, wenn ihre Einheit verlegt wird



Zitat von
[...] Aber hier ist mal ein interessanter Artikel aus der Los Angeles Times.
Ach, nicht schon wieder: Fort Lewis ist nun einmal der grösste Militärstützpunkt der U.S. Army, dort passiert eben mehr als zum Beispiel in den Smith Barracks im beschaulichen pfälzischen Baumholder.

Aber erinnern Sie sich zufällig noch an den Amoklauf eines Psychiaters der U.S. Army in Fort Hood/TX, der 13 Menschen das Leben kostete?

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markus_wienken 16.03.2012, 12:29
55. .

Zitat von Dumpfmuff3000
Ich bezweifel, daß jemand aus einem mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Krieg psychisch völlig unbeschadet wiederkehrt, selbst wenn er nicht oder nur selten in unmittelbare Kampfhandlungen verwickelt ist. Schon alleine die permanente mögliche Bedrohung, die Langeweile und das Saufen setzen zu
Ja natürlich tut es das, aber darum ging es Forist tamtamm in seinem Posting doch gar nicht der psychische Schäden schon bei jedem Soldaten "dort unten" voraussetzt ehe er je in einem Einsatz gewesen ist..

Zitat von Dumpfmuff3000
Erklären Sie uns doch, weshalb haben wir noch gleich diesen Krieg begonnen vor mehr als zehn Jahren? Ah so ja Demokratie und Mädchenschulen, nicht etwa geostrategische und wirtschaftliche Interessen.
Lesen Sie sich das Posting von Forist tamtamm noch einmal in Ruhe durch, dann wird Ihnen auch meine Antwort klar.
Es ging nicht um um den allgemeinen Kriegsgrund sondern um die Motive des einzelnen oder der einzelnen Soldaten.


Zitat von Dumpfmuff3000
Dito
Muss ich jetzt nicht kommentieren, oder?
;-)

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milaan 16.03.2012, 12:33
56.

@ tamtam
Wie ich geschrieben habe gehört der Auslandseinsatz eben zur Pflicht des Soldaten, ob er will oder nicht! Natürlich gibt es Möglichkeiten diese Pflicht (gerade auch in Deutschland) zu umgehen, was aber der Einzelfall ist.
Soldaten sind aber keine Söldner/Ritter die für Geld für irgendetwas kämpfen, egal für was...(außer vielleicht in Ihrer Weltvorstellung).
Und bei den von Ihnen die ganze Zeit beschriebenen "Raubzügen" wird, wie der Name sagt, ja immer etwas geraubt um sich zu bereichern. Wo dies in Afghanistan für den einzelnen Soldaten der Fall sein soll ist mir leider nicht klar

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agua 16.03.2012, 12:35
57. Raubzuege

Zitat von tamtamm
@milaan Es wird kein Soldat - vor allem nicht in Deutschland zu einem Auslandseinstatz verpflichtet. Das machen diese Menschen einfach nur, weil sie Geld verdienen wollen, indem sie ihr Leben verkaufen. Ist doch nichts neues. Es gab auch früher schon Raubzüge und die Ritter haben da ihr Leben verkauft.
also wirklich!Dort hat wahrscheinlich ein amerikanischer Soldat im Einsatz,mehr Besitz als 3 Familien ,die dort leben.wenn sie sich "tamtam"nennen,muessen sie nicht auch solches schreiben.

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iradei 16.03.2012, 12:36
58.

Zitat von LeToubib
GIs melden sich nicht, sie müssen, wenn ihre Einheit verlegt wird Ach, nicht schon wieder: Fort Lewis ist nun einmal der grösste Militärstützpunkt der U.S. Army, dort passiert eben mehr als zum Beispiel in den Smith Barracks im beschaulichen pfälzischen Baumholder.
Dieses " melden " bezog sich auf Bundeswehrsoldaten.
Beschweren Sie sich bei der LA Times, ich habe den Artikel nicht geschrieben

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werner3 16.03.2012, 12:41
59. afghanische Medien lt. einer Parlamentskommission

Zitat von Tommi16
Was stimmt an der Meldung (afghanische Medien lt. einer Parlamentskommission), das es 20 Soldaten gewesen sein sollen ? Noch nicht auf dem Tiscker, oder unbequem als Meldung ?
Bei den Afghanen vor Ort bestehen erhebliche Zweifel an der angeblichen Einzeltäterschaft. Mehrere Zeugen behaupten das Gegenteil und die Umstände legen das nahe, aber die Amerikaner beharren auf ihrer Version und schaffen den angeblich einzigen Beteiligten außer Landes gegen den Protest der Afghanen und einer afghanische Parlamentskommission, die den Fall vor Ort mehrere Tage untersuchte.

Würde das offiziell bestätigt, wäre das Disaster, der Schaden für die ISAF, um eine Dimension größer. So erklären sich für mich alle späteren Meldungen vom Einzeltäter, darauf hat man sich offenbar zwecks Schadensbegrenzug festgelegt.

So erklärt sich auch logisch schlüssig das schnelle Ausfliegen des Haupttäters und die Drohung mit der Todesstrafe, obwohl es schon so viele vergleichbare Fälle ohne Todesstrafedrohung gab. Man wird ihm klarmachen, daß er nur so - als Einzeltäter - mit dem Leben davonkommt. Was nutzt ihm dann das Hineinziehen der anderen?

Auch in vielen deutschsprachigen Medien wird darüber berichtet.

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