Forum: Politik
Tötungseinsätze in Afghanistan: Bundeswehr lieferte Namen für Taliban-Jagdliste

Die Bundeswehr ist stärker in die Einsätze zur gezielten Tötung von Aufständischen in Afghanistan verwickelt als bisher bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen hat Deutschland mehrere Namen auf die Jagdliste setzen lassen. Mindestens ein Taliban-Kommandeur wurde danach von US-Spezialkräften getötet.

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Monsieur Rainer 31.07.2010, 15:28
1. Wen wundert das?

Dass die Bundeswehr in Afghanistan zusammen mit ihren Allierten einen schmutzigen Krieg führt, wusste jeder, der noch bei klarem Verstand ist. Krieg ist immer schmutzig und wird vernebelt durch Lügen auf allen Seiten. Das hat nichts spezifisches. Vielleicht wird jetzt dem letzten Gutmenschen klar, dass die Bundeswehr in Afghanistan keinen humanitären Unterstützungseinsatz führt.

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gaga007 31.07.2010, 15:30
2. Es gibt kein "bißchen Krieg" ...

Zitat von sysop
Die Bundeswehr ist stärker in die Einsätze zur gezielten Tötung von Aufständischen in Afghanistan verwickelt als bisher bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen hat Deutschland mehrere Namen auf die Jagdliste setzen lassen. Mindestens ein Taliban-Kommandeur wurde danach von US-Spezialkräften getötet.
Und - wo ist das Problem ?

Über den Sinn oder Unsinn einer deutschen Beteiligung an diesem Krieg mag man gerne diskutieren und seine Meinung haben, aber so lange deutsche Soldaten in Afganistan ihr Leben riskieren (müssen), so lange sollten Sie alles unternehmen, um die Taliban zubekämpfen.

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kaiserjohannes 31.07.2010, 15:31
3. Verlogenheit

Da schickt der Bundestag die Bundeswehr in den Krieg und diese darf keine Menschenrechte verletzen. Krieg besteht grundsätzlich aus Menschenrechtsverletzungen. Wann wird diese einfache Tatsache endlich akzeptiert? Wer die Entscheidung trifft, in den Krieg zu ziehen (Bundestag), hat die Verantwortung zu tragen für die zerdepperte Kristallerie. Die Presse sollte die Bundeswehr in Ruhe lassen und die wahren Entscheidungsträger zur Rechenschaft ziehen.

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crocman 31.07.2010, 15:33
4. Das ist keine Feldübung von Bundeswehrpionieren da drüben

Diese Informationen, die zur Ausschaltung von Taliban-Führern und mutmasslichen Terroristen führten, sind mit Fug und Recht weitergegeben worden. Die Ausschaltung diente auch der Sicherheit unserer Soldaten vor Ort. So einfach ist das - und offensichtlich doch so kompliziert.

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robdan 31.07.2010, 15:35
5. Und..

was soll das jetzt bedeuten? Müssen wir alle unsere Taschnetücher auspacken und schwarze Binden tragen? Wer sind denn die sog. "Verteidigungsexperten" die für die Parteien in den Ausschüßen sitzen? Sesselpupser die in ihren Traumschlößchen sitzen und vom Dialog mit den Taliban träumen.

Die ganzen sog. "Vorfälle" des nicht in informierens des Parlaments werden immer von der Opposition hochgespielt und immer auf dem Rücken der Soldaten ausgetragen. Die Bundeswehr ist immer der Buhmann und nicht die Politiker Kaste die sich gegenseitig die Posten zuschiebt.

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Pnin_ 31.07.2010, 15:35
6. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels

Das ist leider das Problem, ausser dass Herr Bartels seine Wehrpflicht absolviert hat, qualifiziert ihn nicht besonders viel als 'Experten', da hat er aber vieles mit den anderen Politikern gemein.

Man sollte fuer solche Posten Militaerexperten einsetzen und keinen Soziologen.

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Chrysop 31.07.2010, 15:39
7. Taliban oder nicht Taliban

Muss es nicht heissen MUTMASSLICHER Taliban-Kommandeur?

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stanis laus 31.07.2010, 15:41
8. Was macht denn die KSK da?

Die Bundeswehr ist m.E. eine am Bundestag vorbeimarschierende Armee. Von wegen: Parlamentsarmee. Die KSK war bereits in den Angriffskrieg gegen Afghanistan involviert und der Bundestag wurde darüber noch nicht einmal informiert.

Was ist denn die Aufgabe der KSK in Afghanistan? Das ist viel wichtiger, als die akademische Frage, ob die Bundeswehr mit den Allierten in der Jagd auf die Taliban zusammenarbeitet. Sie ist deshalb in Afghanistan! Um Taliban zu killen. Das ist nun mal so im von euch bejubelten Kriege.

Belügt uns doch nicht noch darüber, wie ihre selbst belogen werdet.

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Libertas 31.07.2010, 15:43
9. Krieg ist ein all inclusive Paket!

Die Bundeswehr befindet sich in Afghanistan im Krieg, das ist allgemein bekannt.

Wer glaubt, dass es sich in Afghanistan um einen bewaffneten THW-Einsatz handelt, ist naiv.

Einem Krieg im militärishcen Sinne sind Kampf, Tod und Zerstörung inhärent - auf allen beteiligten Seiten.

Hierzu gehören eben auch gezielte taktische Operationen (Gefangennahme oder Tötung) auf beiden Seiten.

Wer sich jetzt darüber beschwert (z.B. SPD), unsere Soldaten aber in diesen Krieg geschickt hat, handelt scheinheilig und inkonsequent!

Wenn man sich nicht über die Folgen im Klaren ist, sollte man sich eben nicht an einem Krieg beteiligen (Kanzler Schröder: "Uneingeschränkte Solidarität"...).

Wir haben uns beteiligt, also müssen wir den Kelch bis zur bitteren Neige leeren - dann aber konsequent und mit aller Härte!

Diese feigen Scheindiskussionen im Sommerloch sind nervtötend!

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