Forum: Politik
Toleranz auf der Liegewiese: Wem gehört das Freibad?
Mohssen Assanimoghaddam / DPA

Wer hat die Hoheit auf der Liegewiese? Wieviel Toleranz muss sein? Nach einer Kolumne über das Berliner Columbiabad ergab sich ein bemerkenswerter Austausch mit einem Leser.

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Spiegulant 08.07.2019, 22:59
150. Das Problem sind nicht die Migranten

Das Problem sind nicht "die" Migranten. Das Problem sind zum einen Leute, die die Rechte anderer nicht respektieren, und eine Kultur des Wegschauens bei Polizei und Obrigkeit. Gewaltbereite und -tätige Fußball-Hooligans, Nazis, Gewaltandroher im Freibad, etc...: All das macht wirkliche Arbeit für die Polizei, die sie allem Anschein nach gerne vermeidet. Stattdessen werden gesetzestreue gut integrierte Asylanten abgeschoben, weil die den Meldeauflagen nachkommen und somit ohne Mühe für die Obrigkeit greifbar sind.
Statt hitlergrüßende Nazis bei illegalen "Konzerten" zu verhaften, was ja Arbeit macht und auch für die Polizei gefährlich ist, werden lieber "linke" Kritiker der laschen Polizei-Nicht-Arbeit von der Obrigkeit unterdrückt.
Statt gewalt-pöbelnde Jugendliche auch mittels Polizei aus dem Freibad zu entfernen und mit Hausverbot (das auch strikt durchgesetzt wird und bei versuchter Zuwiderhandlung mit echter Strafe, die wehtut, geahndet wird), geht die Obrigkeit den Weg des geringsten Widerstandes und kapituliert.
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Wenn der Staat sein Gewaltmonopol nicht wahrnimmt, nicht jegliche Gewalt oder auch nur den Anschein von Gewaltandrohung konsequent bekämpft und für Gerechtigkeit sorgt, Gewalt egal ob von Migranten oder von Nazis konsequent bekämpft, sondern stattdessen den Schwanz einzieht: Dann braucht man sich weder über Ausländerfeindlichkeit noch über die Verjagung von demokratisch gewählten Bürgermeistern aus der bürgerlichen Mitte aus ihren Ämtern wundern.
Staat und Polizei müssen unbedingt unparteilich Grenzen der Gewalt und Gewalt-Androhung aufzeigen und unbedingt (ohne notwendige Anzeigen der Opfer, damit deren Identität den Gewalttätern über deren Anwälte offenbart wird) konsequent hart durchsetzen. Regeln, die nicht konsequent durchgezogen werden, sind keine Regeln, sondern Willkür, die nur diejenigen trifft, die nicht frech und gewaltbereit genug sind, um auch die Polizei zu verschüchtern, also nur die gesetzestreuen Mitbürger trifft.
Regeln müssen aber auch so minimal sein, dass sie nur das notwendige regeln, sodass ein jeder größtmögliche Freiheit hat, die nur ihre Grenzen in der Beeinträchtigung der Freiheiten anderer hat. Damit hat ein jeder seine größtmögliche Freiheit, sein Leben so zu leben, wie es ihm passt.
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Dann kommt man auch wohl dazu, dass die oben-ohne Frau sich im Stringtanga neben der Burkini-Trägerin sonnt, die Jugendlichen in Kartoffelsack-Badeshorts neben dem sonnenbadenden String-Tanga-Mann Fußball spielen, in der einen Ecke des Beckens Arschbomben gesprungen werden, und in anderer Ecke des Beckens Bahnen gezogen werden.
Wenn ein jeder die Rechte des anderen respektiert und sich rücksichtsvoll verhält, hat ein jeder die größtmögliche Freiheit innerhalb der Gesellschaft. Ein jeder hat dann aber auch die Pflicht, den Anblick der Freiheit der jeweils anderen zu tolerieren, ohne blöde Kommentare abzusondern oder gar gewalt-pöbelnd aktiv zu werden.

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einerkeiner 08.07.2019, 23:19
151.

Zitat von spon-facebook-10000012354
Letztlich illustriert dieser Text die Auswirkungen von Segregation. Es macht einen großen Unterschied z.B. in Dortmund ins Bad zu gehen oder in Berlin. Es macht einen großen Unterschied ob man als Folge von SGB II wenig Alternativen zu einem Besuch im Freibad hat oder per ÖPNV bzw. PKW sich eine ruhige Stelle an einem Kanal suchen kann (wenn man es will), d.h. die Effekte der Migration treten abhängig von der sozialen und räumlichen Positionierung völlig unterschiedlich zu Tage. Es ist natürlich angenehm an der Universität mit gebildeten Migranten über den Einfluss religiöser Faktoren zu diskutieren. Dies gilt nicht unbedingt, wenn man die Umsetzung dieser religiösen Praxis in der Realität erleben darf. Insofern illustriert dieser Austausch der Ansichten zum Teil das zentrale Problem der Diskussion über Migration: die subjektiven Erfahrungen bedingen die Interpretation, die generalisiert wird auf andere Situationen und Kontexte und die letztlich Ausdruck der Spaltung der Gesellschaft ist. Am stärksten segregiert sind immer die Reichsten und die Ärmsten in einer Stadt: „Die Reichen wohnen, wo sie wollen - die Armen, wo sie müssen.“ Zu den Ärmsten gehören meist die Zuwanderer, deren räumliche Segregation besonders oft kritisiert wird, ohne dass zugleich gesagt würde, wie sie zu verringern sei.
Die Segregation von Zuwanderern wäre sehr einfach zu verhindern, nämlich 1. indem man solche Zuwanderer bevorzugt, die nicht in die Sozialsysteme einwandern, sondern für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen können, und dann nicht in die Armenquartiere strömen müssen, und 2. indem man solche Zuwanderer bevorzugt, die nicht über multiple Integrationshemmnisse verfügen (dafür könnte man sich ja diverse Statistiken über die Einwanderung in der Vergangenheit anschauen, wenn sie denn jemand erstellt hätte). Aber jede Selektion gilt in Deutschland natürlich als brutalste Diskriminierung, und ist insofern unmenschlich und unzulässig. Sowas machen nur Nazis. Und praktisch sämtliche Länder außer Deutschland. Ach ja, ich habe übrigens auch einen Migrationshintergrund (das dürfte den ganzen Nazi-Kreischern ein bisschen kognitive Dissonanz zufügen, viel Spaß damit).

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Bernd_Schmitt 09.07.2019, 00:17
152. Solange es noch "Sportbäder" gibt ...

Leben und Leben lassen.
Springen vom Rand ist aber einfach gefährlich für Leute die in randnähe im Wasser sind. Meistens geht es gut, was aber wenn nicht...

Wieauchimmer, schön wäre es, wenn es zu bestimmten Zeiten abgetrennte Bahnen gibt, damit auch Schwimmer ihre Bahnen ziehen können. Neben den Randspringern gibt es nämlich auch die Extra-in-den-Weg-Bader (meist Frauen, die älteren zum pikiert schauen und bei den jüngeren verstehe ich es nicht).

Glücklicherweise können sich hier (Österreich) die Bademeister durchsetzen und sorgen dafür, dass jeder zu seinem Spaß kommt: die Springer im Springbecken und an einzelnen Startblöcken, die Schwimmer im Sportbecken und der Rest im Badebecken. Selbst mir als Piefke haben sie zur Seite gestanden, als eine Frau wegen der Wasserspritzer keifte ; )

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Spiegulant 09.07.2019, 00:40
153. In Düsseldorf hat sich der Rechtstaat selbst beerdigt

In Düsseldorf wurde das Gewaltopfer von der Polizei " zwar teilweise widerwillig, teilweise auch freiwillig " aus dem Freibad entfernt worden. Die Gewalttäter haben dank der Polizei gesiegt. -
Die einzig richtige Entscheidung wäre gewesen, Verstärkung anzufordern, um alle 400 Gewalt Androhenden zwecks Identitätsfeststellung zum Polizeirevier abzutransportieren, dort erstmal in Untersuchungshaft zu nehmen, zu verhören, bis zum Ende der Ermittlungen ein Lokalverbot auszusprechen, Ermittlungen wegen Bandenkriminalität und Landfriedensbruch aufzunehmen.

Klare Kante gegen Gewalt ist die einzige Sprache, die solche Leute verstehen. Unmittelbare Strafen, die auch echt weh tun, sind das einzige, was solche Leute zur Vernunft bringt.

Das Opfer polizeilich aus dem Freibad zu entfernen, und die Gewalt Androhenden sich zerstreuen zu lassen, damit sie ungestraft davon kommen, ist das falsche Signal.

Jetzt wissen alle Pöbler in Düsseldorf, haben sie Narrenfreiheit. Sie müssen halt nur viele genug sein, um ungestraft sich über alle Rechte hinwegsetzen zu dürfen.

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kritischerkritiker 09.07.2019, 00:43
154. Der privilegierte Herr Kuzmany

genießt es also sich alle paar Tage/Wochen mal unter den Pöbel der Unterprivilegierten zu mischen um dort dem Elendstourismus zu frönen. Schön für ihn. Bedauerlich jedoch für Leute, die nicht selbst den "Stecker" ziehen können.

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kydianta 09.07.2019, 00:56
155. das Charisma

Allem Anschein nach verfügt Herr Kuzmany
über ein "dickes Fell".

Dieses naturgegebene oder erworbene Charisma ringt mir
eine gute Dosis Bewunderung ab.

Allerdings kann er nicht erwarten,
dass alle seine Zeitgenossen
über das gleiche dicke Fell verfügten.


PS
In Platons "Politeia" liest man,
wo zwei Menschen zusammenkommen,
dort seien Regeln des zusammnen-Lebens unabdingbar
- das Kuzmanysche "Charisma" findet dort keine Erwähnung.

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wallabi 09.07.2019, 01:03
156. Nur weil ich nicht

Zitat von Lebkuchenkiller
Sind hier nur Nazis, die keine demokratischen Entscheidungen akzeptieren können ? Ich mein, das Zusammenleben muss bekanntlich in der multikulturellen Gesellschaft stets neu ausgehandelt werden, Deutschland wird sich verändern, und ich freu mich darauf. 87% der Deutschen sehen das auch so, und die ganzen Nazis hier mit ihrer ausländerfeindlichen ud islamophoben Propaganda können gerne das Land verlassen.
die AFD wähle, sehe ich das beileibe nicht so …. und viele der fast 87% auch nicht. Eine Bitte noch, beschimpfen sie nicht Bürger leichtfertig als Nazis, die differenzierter Meinung sind. Wir beschimpfen sie ja auch nicht, obwohl sie relativ unverschämt wirken.

Ich vermute mal, dass dieser Beitrag zensiert wird, während sie hier Bürger, die nicht ihrer Geisteshaltung folgen, rnunter als Nazis, ausländerfeindlich und islamophob beschimpfen dürfen.
Es musste aber einfach mal gesagt werden.

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The Independent 09.07.2019, 02:01
157.

Zitat von mister_n
... ein südländischer Mitbürger an den Kopf knallt "Was interessieren mich Eure Regeln" (Er wurde im Außenbereich eines Stuttgarter Krankenhauses erst von meinem Sohn, dann von mir darauf hingewiesen, dass dies der Nichtraucherbereich ist und er bitte seine Zigarette ausmachen solle - Der Raucherbereich war keine 50 Meter entfernt. Er kam der Bitte nicht nach, woraufhin sich ein Wortgefecht ergab und er darauf hingewiesen wurde, dass es Regeln in diesem Land gibt), dann muss ich sagen - raus aus diesem Land.
Würde man Ihrer Logik folgen, dann müsste man das ja eigentlich auch bei Ihnen fordern, wenn Sie falsch parken und dabei vielleicht sogar eine Rettungszufahrt zuparken, oder wenn Sie bei zu hoher Geschwindigkeit geblitzt werden, oder?
Und jetzt behaupten Sie nicht, dass Sie in Ihrem Leben noch nie falsch geparkt oder die Höchstgeschwindigkeit überschritten hätten. Das Rauchen in der Nichtraucherzone des KH, das Falschparken und die Geschwindkeitsüberschreitung sind Ordnungswidrigkeiten, wobei das Falschparken mit Blockieren einer Rettungszufahrt und die Geschw.überschr. beträchtliche OW sind, die wesentlich höhere Bußgelder nach sich ziehen. Nach Ihrer Logik müssten dann ja eigentlich Sie, aufgrund der beträchtlicheren Regelüberschreitung, zuerst das Land verlassen. Außerdem kennen Sie nicht den Status des "südländischen Mitbürgers", der könnte nämlich schon seit 30 Jahren hier wohnen und sagen wir nach 25 Jahren Nachtschicht bereits wesentlich mehr Steuern als Sie gezahlt haben, oder er könnte entweder bereits deutscher Staatsbürger sein, oder eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung haben und dabei aus einer Familie stammen, die hier bereits seit den 70ern lebt, fast geschlossen bei Daimler im Schichtdienst arbeitet und dabei zusammen mehr Steuern gezahlt haben als Sie, Ihre unmittelbaren Verwandten und Ihre entfernten Verwandten zusammen. Wissen Sie's?

Gefährliche nicht-deutsche Mehrfachstraftäter, die z.B. befristete Aufenthaltsgenehmigungen haben, oder sogar nur geduldet sind, werden mitunter ausgewiesen. Aber eine Ausweisung wegen Nichtbeachtung des Rauchverbots im KH ...
Sie scheinen ja Ausländer überhaupt nicht zu mögen, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Wenn man Ihre Logik anwendet, dann müsste man auch Nazis, die jüdische Restaurants überfallen und die Ausländer und Deutsche auf der Strasse zusammenknüppeln, ausweisen, denn die wurden ja auch darauf "hingewiesen, dass es Regeln in diesem Land gibt", oder?

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Margaretefan 09.07.2019, 02:27
158. @ #126 von vera gehlkiel

Dem müsste nichts hinzugefügt werden. Anmerken möchte ich allerdings noch, dass so ziemlich jeder ältere Mensch - sagen wir mal so ab ca 50 Jahren aufwärts -, der nicht in einer privilegierten Gegend aufwuchs und nicht an Gedächtnisverlust leidet, dass Bild von dem wie toll und sicher es in Deutschland vor der angeblich unkontrollierten Migrantenschwämme war, nicht bestätigen kann. Allein ins Freibad zu gehen, galt in den zahlreichen Gegenden der eher Unterprivilegierten im Ruhrgebiet (sicher auch in anderen Gegenden mit hohem Arbeiteranteil) als unklug. Schon der tägliche Schulweg musste wohlüberlegt werden. In der Schule prügelten gar noch so manche Lehrer. "Auf die Fresse", konnte es sowieso stets recht schnell geben. Interessierte nur kaum. Gewalt galt durchaus als legitimes Mittel. Wenn die Polizei gerufen wurde, die es in den 60ern noch an jeder Ecke gab - da hatte noch jedes Stadtteil eine eigene Polizeistation - , wurde auch nicht deeskaliert. Gewalt war das Mittel um Herr der Lage zu werden. Drogenprobleme gab es natürlich auch zu Hauf. Gut, die Droge war nicht illegal und wurde praktisch an jeder Ecke ganz legal vertickt. Bier und Schnaps und dazu gab' dann noch ne Frikadelle, denn auf nüchternen Magen verträgt Mann dann doch nicht so viel. Unzählige Frauen haben es am eigen Leib spüren müssen, was Drogen aus Menschen machen. Der besoffen nach Hause kommende Ehemann, war nicht selten eine Gefahr für sie und die Kinder. Das Beste von früher kommt aber zum Schluss! All das war gar kein wirkliches Problem! Das Geniale war, dass das was hinter der verschlossenen Tür einer Familie passierte, den Staat mit dem Segen von Herrn Pfarrer nichts anging. In dieser Zeit mangelte es leider an Arbeitskräften, sodass "Gastarbeiter" nötig wurden. Der Millionste wurde damals nicht verteufelt und als kulturell problematisch angesehen, der hat gar noch ein Moped geschenkt bekommen. Die Leitkultur, die diese "Gastarbeiter" haben eingeimpft gekriegt, beschrieb ich ja vorher. Saufen, die Frau und die Kinder verprügeln war, solange es in den eigenen vier Wänden passierte völlig okay und gar mit der Religion vereinbar. Wer jetzt in den gern posenden und auch schon mal pöbelnden Jugendlichen mit Migrationshintergrund den eigen Opa aus den Erzählungen aus den 50er, 60er und 70er Jahren zu erkennen meint, der liegt gar nicht soooo daneben. Gut, hatte es der Opa damals zu dolle getrieben, kam die Polizei und es gab schlicht ein paar aufs Maul bis der Opa begriffen hat, dass er nicht der Stärkere war. Konnt sich ja dann daheim bei der Oma und dem Vater oder der Mutter abreagieren. Ach wie schön Deutschland ohne die vielen Migranten mal war! Ganz besonders warm ums Herz wird mir immer bei Sätzen wie diesem: "Die Schläge unserer Eltern haben uns nicht geschadet, sie dienten ja nur unserer guten Erziehung." Leitkultur vom Allerfeinsten!!!

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The Independent 09.07.2019, 03:50
159.

Zitat von spon_4_me
1) mit jemandem, der eine Veränderung seiner Lebensumstände fürchtet o. empfindet + wütend ist, nie danach gefragt worden zu sein, ob er die Veränderung so oder überhaupt wollte .... 2) Aber schauen wir uns die Debatte zur Zukunft unseres Zusammenlebens einmal an: Auf der einen Seite die pol. + medialen Eliten, die jahrelang jede kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Migration oder Integration wahlweise als „rassistisch“ oder bigott wegknebelten ........ 3) auf der anderen Seite Populisten, Profiteure einer über Jahre betriebenen Volksverdummung ...
1) Der "Normalverbraucher" muss nicht zu allem befragt werden. Wäre die Bevölkerung Ende der 50er gefragt worden, dann hätte sich vermutlich eine Mehrheit gegen die Anwerbeabkommen ausgesprochen, durch die ab 1955 "Gastarbeiter" aus diversen Ländern nach Deutschland kamen, obwohl deren Arbeitskraft dringend gebraucht wurde.

2) Unsinn. Die Debatte gibt es seit Anfang der 80er, als nicht nur wegen der Arbeitsbedingungen, unter denen gerade türkische Gastarbeiter litten (siehe Wallraff), sondern auch wegen der fehlenden Integrationsbemühungen seitens des Staates, der schlechteren Berufsaussichten, wegen der Diskriminierung bei der Wohnungssuche und wegen des - trotz Anwerbestopps - teilweise weiterhin erlaubten Zuzugs von Familienmitgliedern heftige politische Diskussionen ausbrachen.
Die Medien haben diese Diskussion seit den 80ern ausführlich begleitet.
Ab Ende 80er befeuerten Die Republikaner die Diskussion mit populistischen Tiraden + Mitte/Ende der 90er machten Konservative mit popul. Kampagnen gegen Ausländer Stimmung, wie z.B. Koch mit seiner Unterschriftenaktion gegen die Reform des Staatsbürgerschaftsrechtes oder Rüttgers im Jahre 2000 mit der Parole "Kinder statt Inder". Deutschland hätte bereits in den 90ern ein Einwanderungsgesetz haben können, das Elemente der kanadischen Bestimmungen beinhaltet hätte (Einwanderung nach Quoten + nach im Land benötigten Qualifikationen) und somit Einwanderung genau regelt (aber eben auch ermöglicht), da Grüne + SPD dafür waren, aber stattdessen stemmte sich die CDU bis zum Migrationspakt 2018 gegen die Tatsache, dass D schon lange ein Einwanderungsland ist und Einwanderung aus demographischen und arbeitsmarktpolitischen Gründen auch braucht.
Außerdem wurde die Diskussion nicht "weggeknebelt", sondern immer wieder (meist) sachlich aufgegriffen, wobei die Populisten, aber auch Figuren wie Koch, Möllemann, Seehofer und Stoiber (der 1988 vor einer "durchmischten und durchrassten Gesellschaft" warnte), immer wieder versuchten mit rechten bzw. antisemitischen oder rassistischen Parolen bei Teilen der Bevölkerung zu punkten.

3) Die Volksverdummung wurde + wird von den Populisten und Rechtsradikalen betrieben. Das fing mit den Republikanern an, wobei sich die CSU schon damals wohl irgendwie genötigt sah im gleichen trüben Wasser zu fischen, um den REPs wieder Stimmen abzujagen, die Verdummung wurde dann nach der Wende von der NPD gerade im Osten betrieben, und wird nun von der AfD in großem Maßstab (nicht nur in den SM) praktiziert.

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